Dienstag, 15. Dezember 2009
Wieder in Mombasa..
So schnell ist die Zeit gerast.......... Bin wieder munter in Mombasa angekommen und bereite nun den Abflug nach Deutschland vor - ist schon ein merkwürdiges Gefühl. Die Zeit ist weg wie nix- Hmmm, dann war es wohl gut :-)
Jedenfalls unter der Sonne hier ist es nicht "weihnachtlich" - jedenfalls was wir darunter verstehen.
Bin die letzten Wochen in Kenia sozusagen touristisch unterwegs gewesen. Hab kaum Zeit genommen und mich in die Cybershops begeben und zu schreiben - geschweige denn die Bilder hochzuladen. Werd dies die nächsten Tage über versuchen...... .
Nun ist es also zu Ende mit dem Sonnenkenia....
Hier die letzte Eindrücke:
09.11.24 von Busia zum Mt.Kenia
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091124BusiaToMtKenia?feat=directlink
Dies ist eine lange Fahrt mit dem Bus und den Matatus. Es ist kaum glaublich wie lange die Menschen in den Bussen verharren. 16 Menschen eng gedrängt. Manchmal hat das Gepäck kaum gepasst, dann wird es sehr ungemütlich.
Unter der Fahrt kommt man so gut wie nicht raus. Kann nur aussteigen und dann ein neues Matatu finden. Na gut, zur grössten Not hält der Fahrer mal 2 Min..
Ansonsten- die Fahrt zum Mt. Kenia klingt so gut.
Ich erreichte den Ort Naro Moro und vom Berg gab es nur Wolken zu sehen.
Wie sich heruasstellen sollte, ist dies Gebiet nicht sonderlich erschlossen.
Es braucht eine 5 Tagestour um den Berg zu besteigen. Auch in dem Gebiet zu wandern ist eine mühselige Aufgabe. Es geht NUR mit Führer.
Zu allem Überfluss war es Regenzeit und es goss jeden Tag einige Stunden in Strömen. NaroMoro war ein Dorf ohne Strassen- so war alles aufgeweicht. Eigentlich konnte man nur mit Gummistiefeln gut gehen... .
Abgeholt wurde ich von Mr. Shikuku. Ihn habe ich in einem Guesthouse "kennen gelernt" . So nebenbei und zufällig. er hat mir von seinem WohnOrt erzählt . 6km ausserhalb wohnte er- nur erreichbar mit einem Wagen der Vierradantrieb hat!
Den braucht er auch um etwas näher an den Berg heranzukommen. Bei Regen ist aber der Zugang zum Berg gesperrt- man kommt nicht durch.
So blieb mir, eine erholsame Zeit in seinen Bandas. Und die kühle, nein kalte Bergluft geniessen.
Das war wirklich kalt. Des Nachts besonders, 3 Bettlaken und eine Decke waren nötig.
Er machte kurze Touren , mehr war nicht drin. Und den Berg konnte man auch nicht sehen... . Es war immer eine Wolkendecke um ihn.
Also aufheben fuer ein anderes Mal... .
Weiter ging es dann Richtung Osten. Erst mit dem Matatu nach Janjuki und von dort nach Nairobi. In Nairobi habe ich mich nicht gut gefuehlt- eine bewegte lärmende Stadt ohne Ende. Es gibt Hochhäuser und Hütten nebeneinander. Ein krasser Gegensatz zwischen den Reichen und den armen Kenianern wird unmittelbar sichtbar wenn man durch diese Satdt fährt.
Das verkehrschaos ist völlig nervend- am besten man geht zu Fuss. Das sich aber Hunderttausende jeden Morgen und jeden Abend in und aus der Stadt bewegen ist das Chaos jeden tag vorprogrammiert. Mitunter braucht man Eineinhalb Stunden um aus der Stadt zu kommen. Also wieder raus und ab an die Küste.... Die Zeit wird immer enger.
Ich flog also von Nairobi nach Malindi. Die Bilder.... 09.12.02 Malindi
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091202Malindi?feat=directlink
Es ist eine Küstenstadt mit vielen Italienern "an Bord". Überall zu bemerken. Hier rufen die Kinder nicht Mambo, oder Mzungu, hier klingt es "Ciao". Überall Pzza und prächtige Bauten. Ein Deutscher riet mir ab zu den Italienern zu gehen, weder Gusthous noch Restaurant- die sind zu teuer. Stimmt- hab ich dann später auch bemerkt.
Also-
Malindi ist eine Stadt in Kenia mit etwa 70.000 Einwohnern. Sie liegt ungefähr 100 Kilometer nördlich von Mombasa an der Küste des Indischen Ozeans.
Malindi war eine alte Stadt der islamischen Swahilikultur. Eine Siedlung wird in arabischen Quellen mehrfach erwähnt, dennoch wurden erst ab dem 14. Jahrhundert arabische und chinesische Topfscherben gefunden. Es wurden Reste einer Moschee aus dem 15. Jahrhundert ausgegraben, zwei mit chinesischen Porzellantellern verzierte Pfeilergräber aus derselben Zeit stehen vor einer neuen Moschee.
1414 besuchte die chinesische Expedition des Admirals Zheng He Malindi und der örtliche Herrscher schickte Gesandte mit nach China. 1498 ging der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama bei Malindi an Land und nahm hier seinen Lotsen für die Weiterfahrt nach Indien an Bord. In der Folgezeit ging Malindi ein Bündnis mit Portugal ein, nicht zuletzt um Unterstützung in der Auseinandersetzung mit der Nachbarstadt und Rivalin Mombasa zu gewinnen. Für die Portugiesen war Malindi der wichtige Stützpunkt zwischen Mosambik und Goa. Das Bündnis mit den Portugiesen nahm an Bedeutung ab, seit diese ab 1593 mit dem Fort Jesus ihren Hauptstützpunkt nach Mombasa verlegten.
In der Folgezeit verlor Malindi ständig an Bedeutung und verfiel. Erst im 19. Jahrhundert gab es erneutes Interesse an Malindi, nachdem sich der Schwerpunkt des omanischen Reiches durch den Umzug des Hofs von Oman nach Zanzibar an die ostafrikanische Küste verlagert hatte. Arabische Familien legten von Sklaven bewirtschaftete Plantagen bei Malindi an, was der Stadt neuen Auftrieb gab. In der englischen Kolonialzeit wurde es als Strandbad entdeckt, was die Grundlage für seinen Aufstieg als Tourismusstandort geworden ist.
Außer dem Tourismus leben die Menschen von Malindi von der Fischerei, der Baumwoll- und Sisalproduktion und dem Handel. Der Flughafen von Malindi soll für internationale Flüge ausgebaut werden.
Um Malindi herum konzentriert sich der italienische Küstentourismus in Kenia. Für die in der Stadt lebende italienische Gemeinde wurde das einzige ausländische Konsulat eingerichtet.
Hier nistet ich mich im Malindi ressort ein- ein Guesthouse mit Swimmingpool.
Die Tage verbrachte ich am Strand, in der Stadt, auf dem Markt - liess mich und meine Beine "baumeln". Gespräche mit Einheimischen - jeder ist ja sogleich erfreut und will auch hier
A.) dein Geld.
B.) Deine Telefonnummer ...
C.) Dein Freund sein...
Zu besuchen ist die Ruinenstadt Gedi aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, der Malindi Marine National Park (Unterwasserwelt, Korallenriffe) und die Portugiesische Kirche sowie das Vasco da Gama-Steinkreuz
Es war gemütlich, ich wollte es aber noch gemütlicher haben, und noch mal nach Lamu... . Auch hier hin flog ich, weil ich keine Lust hatte auf 8 Std. Busgehoppel.
09.12.05 Lamu
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091205Lamu?feat=directlink
Die Insel ist klein genug, dass sich einige der Bewohner erinnern an einen erneuten Besuch. So war es ein bekannter Ort. Ich suchte auch den Fundi auf der meine Kamera reparieren wollte und letztlich den Blitz zerstörte. ICh zeigte ihm dies und er wollte seinen Fehler wieder gut machen... in der Folge brauchte er dann doch die gesamte zeit meines Aufenthaltes und ich konnte wieder keine Fotos machen.... .
Mit der Kamera ist es ohnehin schwierig gewesen,ab und zu öffnete sich der Deckel der Linse nicht... Naja, das mit dem Fotografieren mit der doch relativ kleinen und einfachen Kamera wurde zunehmend weniger spannend. Das Suchen und hinrennen nach Motiven war immer irgendwie lästig und störte am "DaSein".
Auch Lamu war ein Stück Kenia zum Geniessen. Baden im Channel, die Bootstouren, gutes Essen und die kleinen Museen. Ein Besuch bei Ali Hippi war ein Muss. Dieser Mann (ca 60) und ist auch erwähnt im "Lonely Planet" ein Führer durch die Welt.
Er bietet den Touristen ein abendfüllendes Programm an: Ein afrikanisches Essen auf seinem Grundstück und inmitten seiner Familie. Mit Seafood gefüllte Mandazis, Loobster, verschiedenen Fisch, Reis und Japati und Ugali, versch. Saucen, Tamarindsaft zu trinken - dazu seine Erzählungen von Erlebnissen aus der Welt und Afrika. Seine Frau kochte alles auf den für Afrika typischen Chakos, in verschiedenen Blechtöpfen- wie das dann alles so geht und so schmackhaft und gleichzeitig zusammenkommt, für uns unglaublich.
Die Kinder sitzen um uns herum. Es ist letztlich nicht so ganz klar wer alles zu seiner Familie gehört, aber zuletzt waren so etwa 25 Personen im Kreis. Es war, als er auf seinem Keyboard spielte und "afrikareggaelieder" spielte. Dazu wurde auf Kanistern getrommelt.
ein Lagerfeuer, Chakoräucherschwaden und Kerosinduft umgaben uns, unter Afrikas Nachtschwärze ertönte die Musik .... schon authentisch auswärts.
und zuletzt besuchte ich noch
09.12.10 Kilifi und Mtwapa
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091210KilifiUndMtwapa?feat=directlink
Es sind kleinere Küstenstädte die sich dadurch hervorheben, dass sie viel von Touristen besucht werden und einige Bauten und Geschäfte und Hotels ein gehobeneren Standard haben. Man sieht viele "Weisse" in diesen Gegenden. Durch ihr Hiersein werden die Preise verdorben - die Bewohner werden immer dreister mit ihren Forderungen.
Doch, wenn man die realen Preise kennt, muss man sie aushandeln- manchmal hartnäckig und manchmal auch den Rücken kehren und einen anderen Fahrer nehmen.
Abseits ist es herrlich an dem Wasser zu sein. ewig weite Strände und kaum jemand dort. Die Afrikaner nutzen ihre eigenen Resourcen nicht. Weder Strände noch Museen noch Landschaften, keine Berge werden erwandert, keine touristischen Ziele. Es gibt auch nicht die "Kultur der Kunst" man lebt eben für den Tag, für das heute, für Morgen vorsorgen ist wenig sinnvoll. Denn wer spart, muss ja allen davon abgeben- dann ist wieder nichts da. Sich schöne Dinge anschauen- wozu, das Leben ist doch schön. So sind sie dankbar für das leben und nehmen was kommt.
Sie nehmen von uns Mzungus, denn wir haben doch genug - und was sich ausbildet ist die Haltung des "Gimmi", Gib mir. In gewisser Weise verändern wir mit unserem Geld die Lebensart der Afrikaner- im kleinen, aber auch im Grossen.... . Sie brauchen uns weniger als wir meinen denken zu müssen... .
So erzählte mir das Ehepaar Helmut und Petra. Hab hier ihr Kinderheim in Kilifi besucht. Eigentlich besuchte ich in Kilifi David. Er hatte ursprünglich als Volonter in Baobab Mikindani begonnen, aber durch die Umstände dort suchte er sich anderes... .
Nun Hel... und Pet... Projekt begann ursprünglich mit der Adoption eines kleinen 7jährigen Mädchen Eir.... Sie nahmen sie mit nach Deutschland und zogen sie hier auf. Gründeten dann vor 5 Jahren das Projekt in Kilifi. Es gibt einen Förderverein in Deutschland mit Paten. Als Eir.... ihre Ausbildung fertig hatte sollte sie dies Projekt als Manger leiten.
Das tat sie auch. Allerdings mussten die "Eltern" feststellen, dass sich unter ihrer Leitung die Situation für die Kinder nicht verbesserte, eher verschlechterte. Insbesondere bei angekündigten Besuchen... . Sie planten einen Neubau (Auf Fotos zu sehen) und die Kinder sollten umziehen. Zuletzt stellte sich dann heraus, dass Eireen im Hintergrund arrangierte, dass das neue Haus ein privates Krankenhaus wurde. Eireen gründete eine neue, ihre eigene private NGO und versuchte das neue Gebäude an sich zu nehmen. Sie veruntreute Gelder und schickte den Eltern auch das Emigrationoffice auf den Hals (weil sie ja in Kenia keine Arbeitserlaubnis hatten). Die mussten einmal aus Kenia fliehen um nicht in Arrest zu gehen... . Ja, dann aber wurde H. und P. durch gute Beziehungen geholfen. Sie sind nun ganz nach Kenia gekommen und Eireen musste gehen. Sie versucht immer noch ihren Eltern alles zu nehmen.
Nun, Helmut musste viele Behördenwege gehen- die sind hier MÜHSAMST und ewig mit Korruption gespickt. Zahlst du nicht, wird erst mal gar nichts erreicht!
Auf einem der Wege und Ämter bekam H. zu hören, das die kenianischen Kinder seine Hilfe nicht brauchen- sie können auch ohne europäische Hilfe überleben... .
Ja, so ist immer wieder. Afrika überlebt auf seine Weise und wir sind eben Gutmenschen von denen man nehmen kann solange man hat. Zuletzt ist es egal, man kann gehen und alles geht wie vorher.
Wird eine Einrichtung nicht von Europäern geführt ist der Weg vorwärts sehr sehr langsam. Eigene Gesetzmäsigkeiten wirken und durchdringen das Wesen der Einrichtung und des Menschen selber.
hmmm, Muss es so sein? Jedenfalls scheint es oft so. Jedenfalls ist es so, dass Einrichtungen unter europäischer Leitung in doppelter bis dreifacher Geschwindigkeit wachsen als selbsgeführte. Zumal der Afrikanische Weg der arme Weg ist- es ist Kein Geld dafür vorhanden. Der Staat hilft hier nur sporadisch....!
In Mombasa..... dort hatte ich schon im September ennengelernt Suzann Tell. Verheiratet mit einem Schweizer. Sie hat sich ,mühsam "heraufgearbeitet" und auch ihr eigenes Projekt gestartet.
09.12.18 Projekt von Suzann , Aufbau eines Kinderheimes für Waisenkinder
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091218ProjektVonSuzann?feat=directlink
Sie hat ein Herz für das was sie tut. Schon vor 8 bis 9 Jahren hat sie begonnen. Dies hat einen ganz anderen Charakter und Charme. Es ist der Unterschied zu spüren. Die Lebendigkeit und das Wesen der Kinder ist gleich...... An den Regeln und Umgang und Ordnung und Vorankommen ist der verschiedene Weg zu sehen.
Nun, so enden die 5 Monate Kenia mit diesen beiden Besuchen und Organisationen. Ein Treffen der Menschen mit den selben Zielen auf unterschiedlichen Wegen mit Weisen.
Was ich tun werde ..... den Abstand zu Afrika wirken lassen und die nächsten Reisen vorbereiten.
Mittwoch, 25. November 2009
Noch Bilder Kenia und Bilder aus UGANDA
Nach einiger Zeit unterwegs, will ich mich wieder mal ans Netz begeben.
Da Bilder mehr sagen als Worte (und die zu schreiben ist immer mehr mühsam und erscheint mir nicht so wesentlich um mich so lange hinzusetzen.... .) sende ich erstmal ein paar Fotos.
Es gibt zu sehen:
Noch Bilder aus Kisumu vom Leben / Markt
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091106KisumuMarkt?feat=directlink
und von der Kibokobay
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091110Kibokobay?feat=directlink
und noch Kinderbilder
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091111Kinderbilder?feat=directlink
Dann habe ich eine Fahrt nach Uganda unternommen. Das wollte ich doch auch mal sehen. Ein sehr schönes Land. Alles war grün und ich kam mir zeitweise vor wie im Paradies. Die Menschen leben natuerlich weitestgehend auch sehr arm.
Die Fahrt ging zuerst nach Busia (Grenze zu Uganda), http://picasaweb.google.com/Thomgel/091112UgandaFahrtNachBusia?feat=directlink
dann weiter nach Jinja.
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091114UgFahrtNJinja?feat=directlink
Von Jinja Bilder - Viktoriasee und Bujagalifall http://picasaweb.google.com/Thomgel/091115UgJinjaAmNil?feat=directlink
- die Nilquelle -
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091117UgJinjaNilquelle?feat=directlink
vom Leben in Jinja und Bilder von der Umgebung -
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091116UgJinjaLebenDort?feat=directlink
Vom Uferleben am Viktoria-See:
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091116UgandaJinjaSee?feat=directlink
Hier noch Bilder aus der Stadt Mbale (Uganda) mit Wanderung auf den "Hausberg"
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091121UgMbaleMountain?feat=directlink
Und zuletzt Bilder von den Sipifalls. Drei Wasserfälle in sehr schoener Landschaft.
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091122MbaleSipifalls?feat=directlink
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Hier die "alte" Nachricht aus dem Blog.... ... die erste die aus Uganda kam.......
Aus Jinja genauer gesagt. Jinja ist die zweitgroesste Stadt in Uganda und liegt am Viktoriasee und an der Quelle des Nil. Man dachte dies, die Quelle liegt aber eben doch weiter suedlich- der Nil fliesst gewissermassen durch den See. Weil eben hier der Nil auf die Reise nach Aegypten geht, nahm man an dieser See ist die Quelle. Uganda ist touristisch nicht so entwickelt. Doch im Gegenbsatz zu Kenia ueberrascht es mit (scheinbar) mehr Organisiertheit - auch wenn die Armut groesser scheint. Die Strassen ueberraschen positiv - immerhin schon mal was. Man kann sich gut und unbesorgt bewegen. Das Land ist noch "billiger" als Kenia (1 Euro = 2750 UgShilling, mit ca 360 Euro bist du hier quasi reich") - Die Inflation ist gross. Die Menschen sind sehr freundlich und hier dunkel- bis ganz dunkelbraun "gefaerbt". Sie sprechen das Englisch hier "PolePole", also recht langsam. Manchmal aber auch gar nicht- dann ist es schwerer sich zu verständigen. Die Suche nach Cybershops und die Zeit dann darumzusitzen und die dann doch auch vorhandenen Elektrizitaets und Internetprobleme lassen mich dann eher doch hier "herumstreifen" als im Internet zu spacen ... .;-) Jinja - also mal schauen.
Wer mag sucht in Google... Source of the Nile - Speke Monument Gruesse vom Aequator
Montag, 9. November 2009
Mal kurz aus dem Cybercaf
Hab einen Brief bekommen vom deutschen Board. Sie entschuldigen sich fuer die lange Wartezei. Sie fragen an, dass ich in Baobab bleibe bis Dezember und darueber hinaus moechten sie mir dann spezielle Aufgaben geben. Das klingt doch erst mal fein. Vom Direktor wird nur erwaehnt, dass er mit mir nicht mehr kommunizieren wird sich aber zuruecknimmt.
Ich hab ihn mit durchaus angemessener Freude gelesen und gleichzeitig die Ohren NICHT aufgestellt. Wie gesagt- ohoh, ich fuerchte fast, ich will gar nicht mehr arbeiten.... . Hab vielmehr vor noch Touren zu machen die nun eher in die Wildnis fuehren und das andere Afrika zeigen. Allerdings dann auch das Geld kosten, was ich zuvor durch Arbeit verdient habe. :-) Na, versteht man schon. Will also in den Park Masai Mara und zum
Inzwischen geht mir das Gebettel auch nicht mehr so auf den Senkel. Kann gut zurueck argumentieren und die Situation ist dann nicht zuende damit, dass sie dem stoischen Europaer hinterher gucken. Momentan ist hier ein Gewitter... und - ? na, das bedeutet, das hier dann jederzeit der Strom abgedreht wird/ und ?? Na, dann ist alles weg was im Internet geschrieben wurde.... .
Was echt traurig stimmt, das sind die vielen zerlumpten Jungen die durch die Strasse ziehen. Sie haben eine Flasche in der Hand, gefuellt mit Glue, Klebstoff. Der scheint sie zu tresten, aber auch zu zerstoeren. Ihnen ist alles egal- sie scheinen allen Egal. Sie betteln. Liegen auf der Strasse herum und schlafen. Sie streunen durch die Gegend und betteln, was auch snst. Keine Familie im Hintergrund zu haben, heisst Nichts zu haben. So ist e shier. Die Polizei? Nein, die nimmt sie auch nicht mit. Denn dann haette sie die Knaben an der BAcke – sie wuessten ja auch nicht wohin. Heime, gibt es , eber die Muehe macht sich anscheinend kaum einer hier. Ja, so gehoeren sie zum Satdtbild wie die Fahraeder und Tuktuks, die dreiraedrigen Stinkerautos. Genau wie die Bananen und Mangos, die es stets gibt. Driesige dauernde Angebot des ueberall verfuegbaren scheint gross. Bei oberflaechlicher Betrachtung, ja.
Das ist wohl wahr. Genau genommen, gibt es aber von den aehnlichen Dingen die es hier so gibt , dann doch immer das gleiche und aehnliche. So gesehen, ist es eben arm und ein jeder der etwas verkauft hat dann nur schmales Geld, weil sein Nachbar die selben chinesichen Unterhosen, Ananas, Schuhe oder Telefonscratchkarten verkauft.
Andereseits muss e auch alles an jeder Ecke geben, denn der normale Afrikaner ist eben nur zu Fuss Mobil. Ja, schon per Boda Boda oder Tuktuk, doch das ist teuer. Also kauft jeder um die Ecke bei seinem Wohnort ein, so ist es zwangslaeufig, dass es ueberall alles gibt. Dadurch wird letztlich das bunte Stadtbild auch eintoenig, der Blick geht zunehmend ins Leere. Das Auge findet nichts was das Hirn noch anregen kann.
Das Bild von Bewegung bestimmt die Satrsse, die Bewegung der Menschen die stets alle und jeden Tag wieder dieselben Strassen beleben und dieselben Wege gehen und dieselben Dinge kaufen. Aber es ist interssant sie zu sehen, wie sie sich alle kleiden, schlicht und doch stets Frisch und sauber. Die Maenner haben so gut wie immer ein langaermeliges Hemd an und lange Hosen. Auch hier sind sie wenig bunt gekleidet. Manche Freaks gibt es wie auch bei uns. Mit langen Haeren sieht man kaum welche, meist geschoren. Die Haare taugen nicht zum lang wachsen. Besonders die Frauen sind auf die europaeischen Haare neidisch. Daher haben sie hier zu 80% Ersatzhaare. Die kunstvoll eingeflochten sind in ihre eigenen. So sieht man ulkige und witzige Haartrachten und sie wirken immer so gepflegt wie aus gutem Hause. Wo wohnen sie bloss?? Es gibt doch zu 80 % bloss diese einfachen, bis einfachsten Haeuser. Die Frauen tragen zum Stadtbild mit ihren farbenfrohen Kleidungsstuecken jedenfalls positive bei. Doch mit zunehmender Abendzeit verschwinden die moisten der Frauen und es sind meist Maenner unterwegs.
Abends wohin? Ja, es gibt ein Kino, ich weiss gar nicht wo, da lauft die ganze Woche ein Film, wann ?? nicht mitgekriegt. Die Leutchen gehen nicht weg? Doch, die, die es sich leisten koennen, in Kneipen, trinken ihr Tusker-Bier (schmeckt auch gut) und reden. Ja und Fussball gucken, die englische Liga ist hier die begehrte. Die Menschen sind auch hier sehr genuegsam, die Freizeit ist ja auch knapp. Einige wenige Tanzgelegenheiten gibt es. Ab und zu mal eine Band live, ja und dann/ das war es dann. Die Buergersteige warden hochgeklappt und die vielen Nachtwaechter schlafen auf ihren Plastikstuehlen vor den zu bewachenden Hauesern….. ihnen gelingt es die Nacht vor sich herzu gucken. Was fuer ein Job, aber sie haben einen!
Jobs sind hier Mangelware, wer einen hat kann ihn am naechsten Tag verlieren, wenn es dem Chef einfaellt ist es soweit. Es kommt dann eben der naechste zum Job. Daher ist das Geld ewig knapp und knapper.. .
Aus dem KReislauf kommt kenia so nicht heraus, es ist nicht moeglich. Es hat anscheinend auch keener Interesse dran.Warum auch, es geht doch auch so. Die Reichen stoert es nicht, die Armen koenen nichts machen. So ist nun auch hier Barak Obama der verehrte Heilsbringer und Hoffnungstraeger.
Warten gehoert zumAlltag, Puenktlichkeit wird nicht gepflegt. Und alles wird stoisch hingenommen. Dass sie mit der ihnen eigenen Freudigkeit und Lebendigkeit reagieren ist schon ein schooner Zug der immer wieder den Alltag belebt. Die Herzlichkeit jades Verkaeufers und des Bodabodafahrers, die am Boden sitzende Bettwaescheverkaueferin und die in der metallernen Telefonbox hockende Frau die ihre Kaertchen verkauft…..
So, nun muss ich senden, weil mir von der Cybershopbetreiberin gesagt wurde, dass der Strom jede Minute verschwinden wird….
Freitag, 6. November 2009
Mein Jahr in Kenia macht Spass
Seither bin ich herum gereist. Quer durch Kenia. Hier und da - und da jedermann dein Freund sein will, komme ich immer wieder mal in die Verlegenheit, besser Gelegenheit in die afrikanische „Kultur“ Einblick zu nehmen.
Das ist, so finde ich interessant und spannend. Ich schreib mal ein bisschen was ich so wahrgenommen habe.
Was sich hinter dem flüchtigen und zumeist freundlichen Alltag verbirgt ist eine Welt voller Widersprüche. Die Menschen leben in ihrer Einfachheit einen eigenen Stolz. Sie verbinden das Aufregende mir Gleichgültigkeit und nehmen die Herausforderungen der Armut und des Schmutzes mit einer resignierenden Gemütsverfassung auf. Diese ist stets da, doch an der Oberfläche ist das Leben wie ein Schmelztiegel. Es wird an der Oberfläche sichtbar und zubereitet. Das "Morgen" ist stets so etwas wie eine Illusion, eine Fata Morgana, ein Traum. So wie die Regierung hier. Die hat ein Programm aufgelegt zur Entwicklung Kenias- um Anschluss an die europäische Wirtschaft zu bekommen. Es wird benannt Programm 2030. So in der Ferne liegen ihre Ziele hier. Bei Groß und Klein.
Die Anspruchslosigkeit beschämt vielerorts. Das ewige Fragen um Geld allerdings auch. Unkompliziert wird aber jeder Kontakt sofort in eine Ebene gebracht, dass du in die Familie genommen wirst, mit Getränken oder auch mit Essen versorgt wirst. Dann bist du sozusagen schon ein Freund der Familie. Wer das dann schließlich ist, genießt besondere Ehren- besonders als Mzungu (Weißer) natürlich. Die Familie hat ein "Aushängeschild" (unser Freund in Deutschland ) und gleichzeitig kommt unweigerlich die Sprache auf die Taten und Sorgen die die Familie hat. Und das man sich unter Brüdern und Schwestern hilft. Ist auch so, Wenn hier eine Mutter stirbt, dann übernimmt die Schwester der Mutter die Kinder und eigentlich die Familie. Dieser Verbund, dies Zusammenstehen ist eine große Kraft. Sicherlich dient es dem Überleben. Wer alleine wohnt, weil er einen Job in der Stadt fand, hat dann eben ein Hausmädchen, oder irgendeine alte Frau, die dann den Tag über auf dem Anwesen ist und „Gesellschaft“ bietet.
Die Schichten des Lebensstil sind sehr unterschiedlich. Gemessen an den Wohnungen, dort kannst du gut sehen wie es um den Job bestellt ist. Die einfachsten Wohnungen sind einfach irgendwo im Stadtvorfeld aufgerichtet. Es sind Slumgebiete. Das „Haus“ besteht dann aus Holzstangen und Lehm. Die sind die gefährdetsten bei Regen. Einfachst das Innen, nur das notwendigste überhaupt. Plastikeimer für Wasser, Holzkohlenkocher, diverse Plastikgefäße zum Essen, auf Besteck wird hier weitestgehend verzichtet. Kaum Lebensmittel auf Vorrat- auch hier kleine Ziele... . ein Bett oder Sofa, ansonsten Matten, die zum Schlafen auf dem Fußboden (die dann Abends ausgerollt werden. Oft ist kein Netz gegen Moskitos vorhanden. Die Einrichtung einfachst bis „sperrmüllartig“. Schmuck und Zierrat gibt es selten, wozu? Die Kerosinlampe gibt Licht, ansonsten Kerzen. Ein Kofferradio gehört dazu, und es muss scheinbar immer an sein. Da die Wohnungen alle sehr offen sind, ist der Lärm, die laute Sprache von draussen, nebenan direkt an deinem Ohr. Jeder kriegt so von jedem alles mögliche mit.
Die Handhabung der verschiedenen Lebensbereiche ist entsprechend umständlich. Willst du kochen, weicht der Rest und hast du Besuch wird eben „umgebaut“ und eingerichtet. Abwaschen, Wäsche waschen, in Behältern die wir für unsere Kaninchen nutzen. Mit scheinbar unerschütterlicher Ruhe werden die notwendigen Verrichtungen ausgeführt. Die viele Zeit die der Tag hat geht eben für diese Dinge drauf, da ist nicht Zeit drüber nachzudenken. Es IST eben so. Wie? In Deutschland ist es nicht auch so??
Wer ein regelmäßiges Einkommen hat, leistet sich eine Wohnung mit Strom. Es ist dann auch ein Radio und ein Fernseher da. Der läuft in aller Regel nebenbei. Mit kleinem Stolz und keinem Dünkel wird eben so gezeigt wie man lebt. Es ist völlig natürlich, na eben.
Zuerst wird über die Familie gesprochen. Über die eigenen Kinder und Eltern. Dann der Beruf und danach wie einem Kenia gefällt. Was man noch machen will und wohin die Fahrten gehen. Gute Tips können nur manche geben. Weil sie eigentlich nichts kennen von ihrem Land. Kein Wunder, Keine freie Zeit, kein Geld und die Wege mit Bussen dauern ewig. So berichten sie meist über ihre Heimat aus der sie kommen. Erstaunlich wie viele Kenianer nicht mehr an ihrem Heimatort leben. Alles wegen Jobsuche. Oft sind die Familien auch zurück geblieben und der Mann kommt alle 4 – 6 Wochen mal heim gefahren.Was sehr erstaunt ist wiederum das Preisgefälle. Du bekommst hier im Nakumat (ein Supermarkt für Reiche) so gut wie alles was dem kenianischen gehobenen und dem annähernd deutschen Mittelstandard entspricht. Besonders gilt das natürlich fuer die eingeführten aber auch qualitativ hochwertigen Dinge Produkte. Die Preise für Schokolade knapp 3,50 Euro (1 Euro=110 KSchilling), Eis für 2,50, Paprika Kilo13 Euro, Digikamera Sony wie in Deutschland für 190.- Euro zu haben, Käse (Gouda) 3,40 100Gramm, 500 Gr. Joghurt 85 EuroCent und 1Lit. Milch ist für 1,20 zu haben.
Das sind Preise die leistet sich nur der „gehobene“ Kenianer. Aber die gibt es natürlich auch. In deren Wohnung spürst du auch die Einfachheit des Lebens, den Hang zum Luxus gibt es nicht so. Selten ist es ausgeschmückt, der Stil ist praktisch und im Grunde auf das ausgerichtet was man letztlich wirklich braucht. Schnickschnack und kitschiges und Teures wie wir es so haben findet sich dann nur bei den Überreichen.
Aber ja, das Leben untereinander ist geprägt vom Wissen über den anderen und das berichten über die Probleme in Kenia. Die Menschen spüren allzu sehr die Misere, die sie ihren politischen und wirtschaftlichen Lenkern zu verdanken haben. Wenn sie drüber berichten - und wie oft habe ich dann abschließend gehört: Aber was kann ich tun... .Was erzähle ich dir.... es ist so stark beeindruckend wenn du dies System in den Menschen wahrnimmst. Die Menschen sind mit dem wie es ist nicht zufrieden und doch leben sie in einer Beschaulichkeit so weiter und warten. Auf was. Ja, zum Beispiel auf die zweite Wiederkunft des Christus. Überhaupt Glauben.... Das ist hier ganz groß geschrieben. In aller Regel geht der Kenianer jeden Sonntag in die Kirche. Ein Unzahl von kleinen Kirchen gibt es, nur nicht solche wie bei uns- jeder größere und auch kleinere Raum ist dazu geeignet. Im Grunde kann jeder eine Kirche aufmachen. Gehört nicht viel dazu: Ein guter Redner, ein Raum und ein Keyboard, ein eigenes „religiöses“ Programm.
Dann dauert so ein Gottesdienst schon mal 5 Stunden. Mit Tanzen und Singen und lautester Predigt. Wenn du in der Nähe bist: Da kommt es mir so vor, es wird den Menschen der Glauben laut zugerufen, eingeredet, eingetrichtert. Bisher hab ich mich immer noch daraus halten können, aber natürlich wollen die Kenianer gerne ihre Kirche zeigen und dich mitschleppen.Was wünschen sich Kenianer.... wenn man das so sagen kann.... . Sie möchten nach Europa, Deutschland. Sie möchten Ein Geschäft eröffnen. Sie möchten deine Telefonnummer und Emailadresse. Sie wollen eine andere Regierung. Sie möchten das Geld was wir in Deutschland verdienen auch haben. Sie wollen leben, in den Tag und unbeschwert. Das tun sie ja eigentlich auch. Bis auf das, dass das Leben nicht unbeschwert ist. Doch was soll man machen- also wird mit der Ruhe weiter gewurschtelt und eben gelebt. Bei aller Arbeit ist dann doch die gute Laune da, ein Lied gesummt und die freundliche Stimmung ist auch echt.So bleibt der Mzungu eben doch immer noich ein "seltenes Exemplar", das hier mal auftaucht- aber letztlich ja doch wieder verschwindet. Es wird von ihm eben dann das genommen, was man so kriegen kann und gut ist. Das Leben geht weiter. Afrikanisch heiter und lebendig. Da sind sie uns einfach in ihrer Menschlichkeit und Unkompliziertheit voraus. Planen und Bedenken, geht schon so recht und schlecht, das durchführen hat seine Krummen und überall ist dieser Hang zum Bewegten, nicht Gefassten zu bemerken. An Häusern an Stromdrähten an Tischen und Toiletten, an Autos und Eisenbahn.
Das Leben ist bewegt, es lebt und fühlt sich stets an wie ein kleines Abenteuer. Auch heute noch hat Afrika diese weißen Flecken die wir Europäer eben nicht verstehen. Anziehungskraft diese ursprünglichen. Auf der Suche nach dem was hier lebt, kommt der Punkt zu einem selber zurück. Ich lebe hier, ja, gut – ja es ist richtig schön, so unbeschwert zu leben und mich fragen zu hören, was soll ich eigentlich diesen Stress in der deutschen, nach Perfektion trachtenden Welt. Upps, aber ist diese Welt stressfreier? Aus der Sicht des Besuchers mag es erscheinen, doch ist ein Leben hier vorstellbar und was würde ich, schrecklich deutscher Deutscher dann letztlich doch vermissen! An Büchern, an Gesprächen an Wissen, an Freiraum\Bewegungsraum an selbstverständlicher Kultur und Zugang zu so vielem tradiertem Deutsch-\Europatum ?
Auf diese einfachen Fragen reduziert erwacht dann die Idee zu sich selber zu finden wie von alleine. Wie eine stets bohrende Frage ist dann da- wo gehöre ich denn eigentlich hin? Was ist es was ich suche und Warum finde ich es so schwer?Überall sein zu können, kann ich denken, dann aber doch fällt mir so vieles auf, dass ich merke, nöö, nicht alles.So löse ich die Bande der Vergangenheit und nbefinde mich auf einem freien Weg, der spannend ist und eigentlich immer spannender wird. Finde ich. Es ist ja MEIN Jahr. Auch die Unzufriedenheit darüber, dass ich doch eigentlich schon viel weiter sein müsste- aber womit?? Lass es doch gut sein und genieße einfach, wer hindert dich? Wenn nicht du selber. Also, den afrikanischen Weg ein Stück weiter, da guck ich mal noch näher hin. Macht Spass zu entdecken.
Mittwoch, 4. November 2009
Mamba Village Krokodilfarm
Mamba Village liegt etwa 7 km nördlich von Mombasa. Die Krokodilfarm ist die größte in Afrika und bietet neben tausenden von Krokodilen auch ein Aquarium und einen wunderschönen botanischen Garten. Die Krokodile leben, nach Größe sortiert, mehr oder weniger friedlich zusammen. Der größte ist Big Daddy mit über 100 Jahren. Er ist hier sozusagen im Gefängnis, da er zu Lebzeiten 5 Menschen gefressen hat. Weil er auf den Geschmack gekommen ist wurde er dann im Tanariver gefangen und hierher gebracht. Zur "Strafe" hat er nun zwei junge Krokodilfrauen im Gehege, die passen auf ihn auf.
Besonderes Highlight ist eine Fütterung täglich um 17 Uhr. Ein eindrucksvolles Spektakel das ich nicht verpasst habe. Normalerweise ist die eigentliche Fütterung nur einmal in der Woche. Dann bekommt jedes Krokodil 20 Kilo Fleisch. Eine kleine Schlacht!
Von hier aus werden Krokodile in alle Welt gesendet! Lebende- aber auch Fleisch und "Fell".. .
Ein Besuch lohnt sich!
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091104MombasaMambaVillage?feat=directlink
Dienstag, 3. November 2009
Ganahola School (Slum) FolkloreTAG
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091102NurserySchoolGanaholaSlum?feat=directlink
Ich bekam grosse Lust einen Bus mit 50 Kindern zu chartern und mit ihnen eine Reise durch deutsche Schulen zu tätigen.... .
Rückblick + So steht es jetzt im Nov. 2009
Die Wärme geniesse ich über alle Maße und die Sonne.
Ja, es war ja nicht viel mit "arbeiten" in Baobab.
Durch die "Unterbrechung" des Imigrationoffice war ich ja mehr oder weniger gezwungen mich "rauszuhalten". naja, so war ich eben unterwegs. Für irgendwas muss es ja gut gewesen sein... dachte ich. Wofür denn nur?
Ich hatte Zeit durchs Land zu reisen und das System und deren Auswirkung gesehen, sowie verschiedene Leute kennengelernt Stefan, Joan, Michael, Bob, Lauwrence, Josephine, Nancy, Carol, Naomi, Alan, Suzanne, Alpha, Hab eine Einladung nach "Südafrika" zu kommen und dort in einer kleinen NGO "Sekretaereaufgaben" zu übernehmen und die Arbeit kenne zu lernen, kann in Tanzania in ein kleines Kinderheim an der Küste gehen. In Ghana ebenfalls, eine Schule und Heim für Waisenkinder. Gegründet von einer deutschen Frau\Waldorflehrerin.. . Einer NGO beitreten um Bohrlöcher zu bohren, oder ein Wasserberatungsprogramm mit begleiten.
Ach herrje, wie herrlich- die freie Auswahl.
Die Betonung lag für mich dann doch mehr auf frei.
Ich hab bemerkt, wie gut mir die Wege und Reisen und Fahrten tun. Kein MUß hindert mich, der Tag ist wie er kommt. Hab gar keine Sehnsucht mich irgendwie festlegen zu müssen und für irgendwen irgend etwas TUN zu MÜSSEN!
Also ist es gerade richtig so wie es ist.
Bin geradezu erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht und ich finde immer mehr heraus ws ich noch alles tun und machen könnte.
In Baobab selbst ist nun ein Disput entbrannt, welche Aufgabe ich dort denn übernehmen könnte.
Durch meine Beiträge und besonders meinen Kommentar im Forum kam dann eine Sache ins Rollen, die den Verein verändern wird- sag ich mal so. Es wurde deutlich, dass die Geldwege nicht so durchsichtig bis in den Bedarf zu den Kindern flossen. Mir wurde dann persönlich vom Direktor unterstellt, nö gesagt, dass ich ein Rassist sei und solche von dieser Sorte will er hier keinen haben. So war klar, woher die Verzögerung der Permitt kam. Es wurde für eine Blockade gesorgt. Ich habe die unangenehmen Fragen gestellt, die Dinge beschrieben für die die Leitung zuständig ist und das passte nicht in den Kram. Also war ich im Weg und sollte am besten weg. Bin nun also aus seiner Sicht ein Rassist, ein böser Kritiker und dazu noch Sarkastisch und wie er formulierte ein Looser - Looser weil er mich aufforderte meine Sachen zu nehmen und dann wäre dies alles erledigt und ich könne ja nichts dagegen machen .... . Naja, nun bin ich aber halt keine 20 mehr und auch kein Member und kein Staff, ich habe keinen Job zu verlieren. Daher bleibt es dabei, dass ich hier in dem Haus meine Sachen habe und zu Besuch bin wie ich möchte. Hab ihm meine Offerte gegeben, dass - wenn es sich für die Kinder ändert und auch für die Mitarbeiter - dann gebe ich gerne Platz und würde gegen Kompensation von zugesicherter Kost und Logis gehen.
Der Gründer (und Eigentümer) von Baobab steht hinter mir und möchte, dass ich bleibe. Er wurde inzwischen von einem deutschen Mitglied selber als Rassist beschimpft. Er wie ich stehen auf dem Standpunkt, dass dann jeder der in Afrika hilft und Geld und Zeit einbringt und dann noch sagt wie es denn laufen soll mit dem Geld- dann also automatisch ein Rassist ist.... .
Es wurde also eine fundamentale Diskussion.
Ich habe heute im Staffmeeting dies alles den Staffs vor Ort berichtet. Gleichzeitig gesagt, wenn jemand hier vor Ort auch diese Ansicht teilt, dass ich ein "Rassist" sei, dann würde ich keine Probleme haben meine Sachen in der Tat gleich zu nehmen und den Ort zu verlassen.
Hab dann noch gesagt, dass ich die Not der Kinder und genauso der Staffs unterstütze. Auch wenn die Fragen kritisch waren freue ich mich, dass sie es verstanden haben, dass es letztlich ihnen genauso zu gute kommt, wenn die Dinge nicht immer nur hingenommen werden.
Nun, es kam auf meine Nachfrage zum Rassismus eher das Gegenteil heraus ... .sie wünschten, dass ich bliebe und hofften sehr auf eine friedliche Lösung zwischen Direktor Solomon und Thomas. Sie haben auch einige sehr kritische Bemerkungen über die Kommunikation und Wege \ Transparenz des Geldes gemacht (die kannte ich ja schon länger...)
Die Rückmeldung- es liege ja nun einiges offen auf dem Tisch und das sollte der Direktor nun auch sehen und sie würden ihm dies auch sagen.
Wie man sich doch selber treu bleibt dachte ich, ei - wer schmunzelt da eigentlich? Ich selber, komme ich doch meinen Eigenschaften näher und kann sie hier in einer besonderen Weise erweitern. Der Gründer möchte mir nun besondere Aufgaben geben, wie Fundraising und Projektleitung von anderen Dingen. Aber - mal sehen- was mit dem Direktor wird.... .
Die Zukunftsaussichten sind jedenfalls solche, dass es hier in derEinrichtung Veränderungen geben wird..
Ach ja, es ist einfach spannend.... .
Und wenn man so wie ich nun, dann Zeit hat dies alles auszupendeln, dann ist es ganz einfach gut.
Nein, ich vermisse den "Stressplan" von Zuhause keineswegs und freu mich immer mehr über die getroffene Entscheidung mir diesen Break zu nehmen.
Meinen Gesundheitszustand registriere ich mit grosser Freude. Wiege nun gut 77 kg (74 war mein Ringer Kampfgewicht...) und bin braungebrannt, fit und munter. Wehwehchen die es in dem Alltag gab - Rückenschmerzen und Kopfschmerzen, Müdigkeit und Lustlosigkeit und Knieschmerzen - ach wo seid ihr hin....?
Hey, mir geht's doch einfach gut.
Ja, zuhause- wo ist das eigentlich..... Es ist so weit weg, ich merke wie die zeit rennt- nur noch 6 Wochen fuer den nächsten Trip nach Deutschland- och nöö, ich will doch noch gar nicht. 6 Wochen, das sind ja NUR die Sommerferienzeit die mir immer soooo lang erschienen.
Das Leben hat halt auch andere Formen als unser deutsches Festgelegtsein in seiner maschinenartigen Eigenschaft alles zu ordnen und das Leben so ein wenig auszutreiben, es vergessen zu lassen.... .
Ja, so steht es jetzt.
Liebe Grüsse
Thomas
Dienstag, 27. Oktober 2009
Besuch Kakamega Forest
Ich hab den letzten Urwald besucht den es hier in der "Gegend" so gibt, der Rest ist abgeholzt. Schade, es war schoen, Kakamegaforest genannt. Falls es klappt, hier Bilder zum ansehen:
http://picasaweb.google.com/Thomgel/KakamegaForest?feat=directlink
Zu dem Wald gibt es auch oeffentliche Links:
http://www.kilimanjaro.com/kenya/kakamega.htm
und dies fand ich:
Nun, der Kakamega Forest liegt im äußeren Westen in der Mitte Kenias und besteht aus Regenwald. In den letzten 100 Jahren ist die Größe um 90 Prozent auf gerade noch 23000 Hektar Fläche geschrumpft. Im Jahre 1985 wurden an der nördlichen Seite dieses Gebietes etwa 4500 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Für den radikalen Abbau der einstmals 240 000 Hektar Regenwald gibt es mehrere Ursachen.
Angefangen bei der einfachen Nutzung des Holzes als Brennholz, über die Landgewinnung für die Viehhaltung und den Ackerbau, die die Menschen für die Lebensmittelgewinnung benötigen, bis hin zur Ausbeutung der Pflanzen, wegen ihrer Heilwirkung. Dabei ist der Regenwald Heimat für eine gigantische Anzahl an Vögeln, Reptilien, Säugetieren, Amphibien sowie unzählige Pflanzenarten.
In dieser Vielfalt gibt es immer noch einen sehr hohen Teil an nicht entdeckten Arten. Durch den geringen Niederschlag von nur 2000 mm entstand hier ein einzigartiges Gebiet, da sich der Regenwald sonst nirgends der niedrigen Wassermenge, die zur Verfügung steht, anpassen musste. Allein ungefähr 60 Arten an Orchideen gibt es hier, über 350 verschiedene Baumarten, von denen die größten etwa 60 Meter hoch werden, wachsen in dem Gebiet. Im Tierbereich können über 400 Schmetterlingsarten gezählt werden, 350 Vogelarten, unter anderem Nashornvögel, Turacos, Papageien oder Kronenadler. Natürlich kriechen hier auch Schlangen, Käfer und Würmer herum. Das Gebiet ist für die Wissenschaft ein Eldorado, allerdings ein gefährdetes, denn trotz Überwachung verschwinden jedes Jahr etwa 2 km² dieser wertvollen Gegend.
http://www.geo-reisecommunity.de/bild/regular/72811/Pfad-im-Kakamega-Forest.jpgBesucher sollten unbedingt festes Schuhwerk für einen Ausflug in den Kakamega Forest nach Kenia tragen. Als Ausgangspunkt für eine Exkursion in den Regenwald dient die nahe gelegene Stadt Kakamega. Dort leben auch die Eingeborenen vom Stamm der Luhya Krieger. In dieser befindet sich auch der so genannte „weinende Stein”, ein 20 Meter hoher Granitfels, aus dem bei Regen aus einem Spalt Wasser fließt. Unterkünfte gibt es in jeder Preisklasse."
Inmitten der Geraeusche die die vielen Voegel und Tiere produzieren, erscheinen dann so die typischen Afrikabilder, oder jedenfalls die die man so kennt als Klischee. Nur, dass es hier eben echt ist.Es ist feuchtkuehl und das Hindurchwandern ist ein Erlebnis fuer sich. Ohne das eigentlich viel Erlebnisse stattfinden. Hmmm, klingt komisch, doch es. Es ist so abseits und "Original", dass dieser Wald es so hergibt, wie Afrika eben ist, aehm war.
Dort am Rand des Waldes gibt es ein Hotel, gebaut noch von den Englaendern. Sehr edel und gepfegt angelegt, naja fuer hiesige Verhaeltnisse. Als Tourist muss man immerhin 11000 KSh hinlegen pro Nacht. (Sind auch Bilder im Album).
Ansonsten ist das Leben hier in Afrika eher wie ich es ueberall angetroffen habe. freundlich sonnig, leict , busy, und alle braungebrannt. Auch die Strassenbilder sind immer wieder aehnlich. Ich geniesse es trotz der allgegenwaertigen Einfachheit, krieg schon keinen Sonnenbrand mehr. Freu mich ueber die Fruechte und denke, ach hier kann man auch leben. Was dann ja auch viele Europaer tun.... .
Was mit Baobab wird- ach ja, das ist IMMER noch ein geheimnisvolles Ding. Es besteht immer noch der Antrag auf einen Speziellpass, aber es gibt ihn immer noch nicht. Auch keine Info.
Etwas ist aber doch durchgesickert- es wurden wohl 40000 KSh bezahlt, die Korruption hat zugeschlagen. Ja, es macht natuerlich wenig Spass so herum zu warten. Koennte man denken.
Ach, es ist gerade richtig gekommen, dachte ich. So sehe ich was ich sonst nicht sehe, treffe jede Menge interessante Leute und hab viele Kontakte.
Unter anderem auch von drei anderen Heimen/Schulen/Einrichtungen, die auch stets hillfe brauchen.
Ich brauche es im Moment aber nicht, irgendwo eingebunden zu sein. ist gerade gut so wie es ist.
Also, nichts verloren, vieles gewonnen.
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Bilder ab September
Klick jeweils auf den Link!
Bilder vom Flug nach Kisumu und in Kisumu, Viktoriasee
http://picasaweb.google.com/Thomgel/09102009FlugNachKisumu?feat=directlink
Besuch bei der Familie von Carolyne. Sie ist zur Zeit in Deutschland und macht ein Praktikum in Lauterbad für ein Jahr.
http://picasaweb.google.com/Thomgel/BesuchBeiElternVonCarolynePraktikantinInLauterbad?feat=directlink
Beesuch von Städtchen Homabay am Viktoriasee, Eindruecke von Dort
http://picasaweb.google.com/Thomgel/HomabayMitBergUndAussicht?feat=directlink
Besuch der zweiten Einrichtung in der Nähe von Homabay (In Marindi, hier für Mädchen). Momentan in Bau, soll im März 2010 entstehen
http://picasaweb.google.com/Thomgel/HomabayMarindiBaobab2?authkey=Gv1sRgCLnd6pjy8sO2nAE&feat=directlink
In Kisumu, Besuch Museum, See, Eisenbahn
http://picasaweb.google.com/Thomgel/KisumuMuseumSeeDiv?feat=directlink
Besuch eines kl. Kinderheimes mit Schule in Nairobi, private Initiative
http://picasaweb.google.com/Thomgel/NairobiSchuleHeim?feat=directlink
Einige Bilder von Mombasa (indischer Tempel) ein kleines Paradies in der Stadt
Bilder aus Baobab, Besuch von Mitarbeitern der Barclays Bank die einen Tag als Helfer kommen
genannt Make a Difference Day!
http://picasaweb.google.com/Thomgel/MombasaTempelBesuchInBaobabDifferenceDay?feat=directlink
Dienstag, 20. Oktober 2009
Menschen die ich treffe....
So, nun will ich mich wieder melden mit Nachrichten aus dem fernen Kenia.....
Bei der Wiederkehr in das Baobab-Haus zeigte sich wenig Veränderung..... . Schade. Bewundernswert, dass sich die Kinder wie selbstverständlich weiter auf das einstellen wie es eben geht. Was auch anderes- jede andere Bewegung würde ja dazu führen, dass es noch schlechter für sie wird. Denn auf der Strasse leben ist in Kenia etwas anderes als bei in Deutschland.
Nun braucht es angeblich nur noch einen Brief aus Deutschland der besagt, dass die Einrichtung mein Hierher kommen befürwortet. Dann soll alles ganz schnell gehen... ..
Momentan geht es mir mehr und mehr so, dass das hier bleiben und zu warten in der Motivation low and lower wird.
Naja hab ich mir gedacht und hab schon mal den nächsten Ausflug geplant. Nach Kakamega soll es gehen, auch schön, ich freu mich schon! Ein besonderer Regenwald, eines der letzten unberührten Flächen, geschützt durch die Regierung.
Aber hier und zwischendurch, was sich so ergab.
In Kisumu traf ich einen Mann aus Deutschland wieder, den ich schon in Lamu getroffen habe. Na, wenn man sich schon zweimal in Kenia ueber den Weg läuft, dann redet man eben mehr miteinander. So trafen wir uns zweimal im restaurant und jeder erzählte von seinen Wegen.
Er gab mir den Namen einer Einrichtung in Ghana, für den Fall, dass ich doch mal Lust hätte was anderes zu suchen. Edith de Vos, und die Mail..
Dorthin habe ich dann auch geschrieben .....
Also, zu Zeiten als der Stress mit dem Imigrationoffice so intensiv war, wartete ich in einem Internetcafe auf den Manager. Im Internet wollte ich die Zeit etwas verbringen um die Wartezeit zu überbrücken. Na, das Internet lief aber nicht. Die Besitzerin, Carol, sprach mich und es entwickelte sich ein längeres und freundliches Gespräch. Über Kenia, die Arbeitsbedingungen und das Imigrationoffice. Ich erzählte Carol den Hintergrund. Sie bot mir an zu helfen, weil - ihr Bruder in Nairobi arbeitet dort im, na, im Imigrationoffice.... .
Ich bat sie erst mal zu warten und nichts zu unternehmen.
Nun, Ich besuchte sie ab und zu im Cybercafe und so blieb sie auf dem Stand und es war zudem angenehm mit ihr. Es war ihr anzumerken, dass sie aus einer Mittelstandsschicht kam. Im Gespräch kam es nicht zu den sonst üblichen Nachfragen, ob man nicht supporten könnte.. . Carol bot mir an, für den Fall, dass ich nicht mehr in Baobab wohnen wollte, dann würde sie mir ein Zimmer organisieren! Das sei allemal billiger als ein Guesthouse zu mieten.
Es ergab sich ein guter Kontakt und als es eines Abends später
Eines Abends war es schon später und weil ihr Mann sie gerade abholte, boten sie mir an, mich nach Mikindani zu bringen und so kam ich recht unkompliziert dort an und hab nun wieder ein paar Freunde in Kenia. Schoen.
Eben in dem Internetcafe war ich also vorgestern wieder. Heute kam ihre Freundin zu Besuch. Eine kraftvolle Person, Ebenfalls aus gehobenerem kenianischen Stand. Sie, die Suzan, war mit einem Schweizer verheiratet. In Mombasa war wieder mal kein Strom da und so konnten wir in dem Cybercafe über alles mögliche Reden. Die beiden Frauen versuchten heraus zu bekommen, was wohl geschehen war mit dem ImigrationOffice. Sie meinten schließlich, dass es gut sein könnte, dass ein Mitglied von innen aus Baobab die Information gegeben hätte. Ich würde dort ja offen die Dinge die nicht stimmig sind ansprechen und eben weil etwas faul ist würde es jemanden missfallen- es könnte ja etwas herauskommen.
Jedenfalls würden sie mir helfen. Carol und Suzan luden mich ein ihr Zuhause zu besuchen.
Nun, ich fühlte die freundliche und offene und spontane Lebensart der Kenianer, es war gut.
Mit Kereen, gewesene Volontärin in Baobab, und Alpha waren wir in einem Reggaeclub, na gut- für die Nacht die draufging war es eigentlich nicht lohnenswert genug ergiebig. Die Musik war gut und der Ort auch, doch es war nix soooo besonderes. Die grasrauchenden Jungs waren taff drauf und smoothy dabei. Hello Rasta... . und so.Alpha- ich weiß nicht den echten Namen- eine 50-55jährige Rastafrau aus Österreich, sie wohnt hier in Nialy-Beach seit 20 Jahren. Hat auch mal fuer Baobab gearbeitet und nach einiger Zeit die Sache hingeworfen, weil es keine gute Zusammenarbeit war.... .Die wohnt jedenfalls in einem wirklich mal schönem Haus hier für Afrika. Etwas größeres urig bewachsenes Grundstück. Sie ist so ganz locker drauf und gibt auch stets an, dass sie 27 sei.
Sie fand die Geschichte auch ganz unglaubwürdig, dass die Polizei denen ich die Diebstähle gemeldet hatte, beim Imigrationoffice was gemeldet hätte. Nee, sie glaubt auch, dass mich jemand da von innen loswerden wolle.
Sie hat in ihrem Haus gerade noch ein Zimmer frei und wenn ich was brauche, dann könne ich mich melden.
Ausserdem wuesste sie von einer Einrichtung in Tansania, die von einer Deutschen geleitet wird und dort könnte ich mich doch auch mal umsehen... . und gab mir die Telefonnummer..
Ach ja, aus Ghana habe ich inzwischen auch Mail-Post bekommen.....-.........> Lieber Thomas, ja, das haben wir gerne- Besucher mit Fachkenntnissen. Ich duze Dich jetzt einfach mal. Wir sind in der Nähe von Cape Coast und ich brauche immer wieder Unterstützung in genau dieser Richtung. Meine Nummer ist 02447........... Wenn Du nach Ghana kommst rufe einfach mal an. Liebe Grüße und bis dann Edith...........
So sieht es aus, klingt doch nett dachte ich?
Hab dann die Homepageseite bekommen : www.baobab-children-foundation.de - und sieh mal da, da war doch etwas wirklich Schönes zu finden. Ich war richtig überrascht was sie dort alles in die Wege geleitet hat! Ist sehr ansprechend gemacht. Farbig, warm, und auch nicht so sehr auf die "Spendendrucktour". Scheint wirklich eine feine Sache zu sein – was mir entgegenkam was dort in Ghana geschaffen wurde!
Auf meine Anfrage wo und wie ich dorthin komme gab es auch Antwort:
..........Ich könnte Dich unter Umständen vom Flughafen abholen, sonst auch jemand anderes. Mein Freund wohnt in Accra und könnte Dich abholen und zum Hotel bringen und auf den Bus setzen- ich weiß nicht wann Du ankommen würdest. Wenn es mittags ist, kannst Du gleich weiterfahren. Er könnte Dich aber begleiten bis zum Bus. Cape liegt 170 km von Accra entfernt auf dem Highway (gute Straße) und von da könnte ich Dich abholen und ins Center bringen.(25 km westlich von Cape). Liebe Grüße Edith
Sollte dies eine Möglichkeit sein – ein Wechsel vom Osten in den Westen Afrikas?
Inzwischen ist David (21) aus Deutschland auch in Baobab angekommen. Er hat 9 Monate geplant als Volontär hier in Baobab zu sein. Nach den paar Tagen hat er erst mal recht viel zu schlucken und zu verdauen, wie das Leben hier so ist und geht.
Von der Einrichtung in Ghana habe ich ihm auch erzählt und meine Gedanken zu einem Wechsel dorthin.
Ihm gefiel es so gut, dass er nun erwägt auch zu wechseln..........
Nun ja, es bewegt sich einiges....
Und das, wo ich es doch nun ganz gut genießen kann einfach mal zu verreisen, wann immer ich will.... . Einerseits tut es gut einen "Standort" zu haben, andererseits ist eben auch recht
Nun hab ich noch mal eine Auszeit am Viktoriasee und werde dann sehen wie es wird, was ich so als Frage in mir herumtrage.
Gute Nacht allseits..
Dienstag, 13. Oktober 2009
Reisen ist schoen, Bin grad in Kisumu \ Viktoriasee
will doch mal endlich wieder ein Lebenszeichen geben :-),
Was war zuletzt- ach ist das schon wieder Zeit her.
Wo anfangen ..... Hier, in Kisumu, das ist direkt am Viktoria See.
Kisumu ist eine Hafenstadt mit etwa 322.734 Einwohnern im Nordosten des Victoriasees und westlich des Rift Valley von Kenia. Es ist die drittgrößte Stadt Kenias und Hauptstadt der Provinz Nyanza sowie Hauptort des gleichnamigen Distrikts. Kisumu ist Zentrum der Luo, der drittgrößten Ethnie des Landes.
http://www.panoramio.com/photo/13443864
http://maps.google.de/maps?hl=de&source=hp&q=Kisumu&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=Kisumu,+Kenia&gl=de&ei=TjDUSt-VPMrAsAa3lajmCw&sa=X&oi=geocode_result&ct=title&resnum=1&ved=0CAoQ8gEwAA
Gegründet wurde der Ort 1901 unter dem Namen Port Florence als Endpunkt der in Mombasa am Indischen Ozean beginnenden Eisenbahnlinie der Uganda Railway, an dem die Waren von der Schiene auf Schiffe umgeladen wurde, um sie nach Uganda weiterzutransportieren. Seit der Fertigstellung der direkten Schienenverbindung nach Uganda, die Kisumu umgeht, und der Einrichtung der ostafrikanischen Einzelstaaten hat die Bedeutung des Ortes als Handels- und Umschlagplatz stark abgenommen. Ein täglicher Personenzug nach Nairobi besteht aber bis heute. Die Züge fahren nachts, die Fahrzeit beträgt etwa 14 Stunden. (Echt das ist eine Ewigkeit.. zumal man MORGENS in Nairobi ankommt und ABENDS erst weiterfaehrt!! Man braucht also ehrlich gesagt ca 36 Stunden, oder eben 1,5 Tage. Der Preis liegt bei ca 7000 KSH. ca. 70 Euro
Kisumu ist Handelsplatz für die agrarischen Güter der Umgebung und deren weiterverarbeitete Produkte. Dies umfasst vor allem Zuckerproduktion, Fischerei und Textilindustrie. Kenya Breweries unterhält hier eine große Bierbrauerei. Die ehemals riesigen Reisplantagen auf der Ebene um die Stadt liegen schon seit Jahren brach.
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Kisumu?uselang=deEin reges Staedtchen, munter und freundlich die Bevoelkerung. Ansonsten zeigt sich das Leben wie ueberall in Kenia. Suchst du kulturelles, hmmm: Seit 1980 besteht das Kisumu Museum, das neben historischen Ausstellungsstücken der Region auch biologische Exponate präsentiert. Die Stadt beherbergt am Seeufer auch einen winzigen Tierpark, das Kisumu Impala Sanctuary. Der Flugplatz verbindet die Stadt täglich mit der Hauptstadt Nairobi und anderen Städten. Dann noch den Yachtclub und Hippopoint, hier kann man Boote leihen und auf dem See herumfahren.
Wow, der sit was gross, eigentlich unvorstellbar.
Ja nun lass ich mir auch hier gut gehen. Bin mit dem kleinen feinen Flugzeug von Fly540 an den von Mombasa ueber Viktoriasee geflogen. Bei bestem Wetter ueber das LAnd. Wunderschoene rotbraune Farben auf dem Boden und ein Wechsel zwischen duerr und reich gruen.
Unglaublich, dass die einzig so ziemlich richtig funktionierende Strasse zwischen den Zentren Nairobi und Mombasa erst wenige Jahre existiert. Die Zustaende bei Regen bedeuteten immer absolutes Chaos bis Stillstand und Uebernachtung an der Strasse... .
Jaja, aber Kisumu.
Hier treffe ich im Restaurant auf eine Karte auf der Gulasch, Rouladen und Suelze angeboten wird. Den Besitzer lerne ich kennen, ja, klar ein Deutscher. Er lebt hier seit 15 Jahren, ist verheiratet mit einer Kenianerin (62, sie 27 mit gemeinsamen Kind). Nun, er bot mir ein Zimmer in seinem Haus an und da wohne ich nun. Es hat verschiedene Erfahrungen mit Kenia gemacht und es ist spannend wie die politische und soziale und wirtschaftliche Situation so allmaehlich eine bedrohliche Entwicklung annimmt.
Mein Ziel hier ist der Ort, der See und dann aber auch die Weiterfahrt nach Homabay, 3 Busstunden weiter suedlich.
2 Stunden eine ruhige Fahrt fast ganz hinten am Fenster im Buss sitzend, die Strasse ganz okay. Fein, dachte ich.
Dazugestiegen war jemand, die sich bei Abfahrt als "Prayer" herausstellte. In einem atemberaubenden Tempo mit klirrendschriller Stimme, hielt sie eine Schreipredigt in Kiswahili, es war voellig nervend... .
Ja, Stefan hatte mir von diesen (unverschaemten) Busbesuchern, die dann die Fahrgaeste auch noch um Geld bitten und dem Busfahrer einen Teil abgeben schon vorgewarnt.... und mir erzaehlt, dass er sich dies regelmaessig verbittet. Das nahm ich zum Anlass es auch zu probieren ... . mal sehen was passierte, bin ja neugierig und Neuem aufgeschlossen.
Ich gab erst Zeichen, mit Psst und Haende senken, Finger auf den Mund, erntetre Gucker und hinter mir Gelaechter. Ermutigt von freundlichen Blicken.. .Also, ich stand auf und sagte, dass ich dieses Angebot nicht bestellt habe und nur die Busfahrt bezahlt habe. Ob dies jemand von den anderen Personen bestellt haette, es waere einfach laut fuer alle. Auch, das Gott in stiller Weise in Form von Wind und Baeumen und Lebewesen seine Kraft zeige, ich nie gehoert haette, dass er so laut sein muesse. Rund um mich bakem ich verschiedene Blicke zugeworfen. Die meisten sehr freundlich und lachend, andere weiter vorne, die direkt "berieselt"wurden blickten irrietiert und natuerlich auch aergerlich, was sich der Mzungu traut.
Die Dame, klein rundlich, ohne Hals, schrie in einer Tour, liess sich nur kurz aus der Fassung bringen. wuerdigte mich mancher Blicke aber brachte ihr offensichtlich auswenig gelerntes Programm hervor. Immer die Bibel an das Ohr gepresst und in gewaltig exaltierter Stimme- ein Belaestigung die hier aber matt und widerstandslos hingenommen wird.
Aehnliches hatte ich ja schon auf der Fahrt nach Lamu erlebt, da ging es um AloeVera.. .
Waehrend sie weiterspie, gab es um mich herum Diskussionen und Gespraeche, manche klopften mir aufmunternd zu und vergnuegten sich.
Na, es endete nach 15 Min. beim naechsten Stop, dann war Stille.
Zuvor aber noch ging sie von Person und kassierte von den wirklich sehr armen, ach so gutglaeubigen Menschen, im Namen von Gott noch Geld... echt grauselig, wie die Religion hier noch wirkt. Erstaunt war ich dann doch, dass mit zunehmender Naehe zu meinem Sitzplatz die Ergiebigkeit abnahm und von nur einer Frau der um mich sitzenden Personen der allzu Stimmgewaltigen Prayerin Geld zukam. Tja, nun kann man sich streiten... .War das wohl richtig, sich dies zu wagen... .
Weiter Richtung Homabay. Vorbei an wirklich schoener Landschaft mit den sich immer wiederholenden Bildern. An jeder Sattion kamen NMenschen an den Bus, verkauften von Ananas bis Taschenlampen, alles moegliche. Kinder liefen mit dem Bus, winkten. Sobald sie den Mzungu am Fenster entdeckten, zeigten sie mit aufgeregten Haenden den anderen die "Entdeckung". Schliesslich kam das Ende der Strasse. Eine einzige riesige Baustell auf den letzten Kilometern. es ist ein Gegurke mit dem Bus, die Achsen stoehnen, die Reisenden werden hochgejumpt. Es staubt, beim Langsamer werden, in die offenen Fenster und du spuerst den Staub zwischen den Zaehnen und wie er sich ueber alles im Bus legt (bloss die Kamera und das Handy in Sicherheit bringen...). Weil du aber nicht weisst wann der Bus mal stoppt, wagt auch keiner allzu viel zu trinken. Es gibt hier keine BusToilette... . Also, da muss man nun mal durch.
In der Ferne sah ich kleine alte Vulkan, diese Huegel kuendeten dann die wunderbare Kulisse von Homabay. Es eroeffnete sich dann auf dem letzten Huegel ein wunderbarer Blick. Der offene See, in der Ferne noch eine Huegelkette, rechts und links eingefasst Bergketten undverschiedene Vulkanhuegel. Eine Gegend die durchaus an Norwegen erinnert. Gruene Flaechen, Berge, Wasser.
Homa Bay -
Der Name bedeutet in der Luo-Sprache »auffallend«. Wahrscheinlich ist damit der imposante Vulkankegel des Berges Homa gemeint, der neben dem See das Landschaftsbild bestimmt. Interessant - waere es - als Ausgangspunkt für eine Schifffahrt entlang der Küste, an den Inseln Rusinga und Mfangano vorbei nach Kisumu. Unter der Verwaltung der Kenya Railways verkehrten vor einigen Jahren regelmäßig täglich kleine Dampfer zwischen beiden Städten. Der Fahrplan ist ungueltig, die Schiffe marode am Ufer... . Die Fahrt mit dem Schiff waere eine der wenigen Möglichkeiten, das landschaftlich sehr reizvolle Panorama am Victoria-See zu genießen, da ein Zugang zum Seeufer und zu den kleinen Fischerdörfern zumeist schwierig und nur mit dem Geländewagen möglich ist.
Wer also hier investieren moechte...>!
Es ist ein Ort, der ansonsten auch alles andere als diese Stimmung hier vorgibt, prasentiert. Die grosse Hauptstrasse wirft ihren Staub auf das Staedtchen. Dasselbe Getoese und Gelaerme wie es die groesseren Orte eben so auf sich haben. Aus manchen Buden dringt lauteste Musik, Matatus, PikiPiki Und BodaBoda Fahrer ueberall und Scheinbar sind ALLE Menschen des Ortes auf den Beinen, bewegen sich unaufhoerlich zwischen den aus Holzgeruesten aufgebauten Marktstaenden. Das geht den ganzen Tag so. Unglaublicher ArbeitsEinsatz der Kenianer - fuer ein bisschen, bisschen Geld.
In Homabay bestieg ich dann den besagten Hausberg, einen Vulkankegel. Oben fanden sich Pilger, die unter den Bueschen ruhten, Kuehe grassten daneben.
Der Anblick liess vergessen, welch ruehrige, aber eben auch armselig, staubige Welt unten herrscht. Die sich dahinwindende Strasse winkte mit breiter Staubfahne, grad so als lachte ueber das muede Parlament \ Gouvernment, das scheinbar die Menschen, das eigene Volk hier vergessen hat oder sie zumindest laaaaaaaaange Warten laesst.
Die Zeit hier in Homa Bay endete mit dem Buescuh in Marindi. Ein Ort, nur ueber eine noch schlechtere Strasse weiter im Inneren. Wunderschoen gruene Wiesen, Baeume, die Landschaft flach, leicht wellig. Aber frisch- bis auf die Strassen und die Haeuser. Die sind seit Jahrzehnten angeflickt und heissen auf ihre Weise"Houses of Hope".
Hier hat Baobab 36.000 qm Land bekommen und ich wollte doch mal sehen was da so vor sich geht. Schliesslich war ja gedacht, dass ich auch dorthin gehen koennte.
Ich besuchte den Menschen der dies Projekt betreut- Herr Makolwa,ein pensionierter Lehrer, der sich im Grunde seinen Traum hier verwirklichen will.
Das Gelaende ist bebaut mit einem kleinen Office und zwei Gebaeuden fuer die kommenden Kinder. Rundbauten (Bilder folgen) mit Blechdach fuer je 10 Maedchen.
Bei einem ist das Dach fast fertig, innen nix. Das andere ist bis zur Dachkante fertig. Also, DAS wird noch ein bisschen dauern.
Der Traum von Makolwa: Es sollen hier mal 60 Kinder herkommen. Eine Farm entstehen, die auch Produkte nach Mikindani liefert. Auch verkauft werden soll es. Ein Brunnen der Wasser an die Locals abgibt und ein HealthZentrum fuer Beratung von Aidskranken. Ja, das klingt doch nach was. Und Traueme sind wichtig. Wie sie hier unter den Realitaeten verwirklicht werden wollen/ das braucht Massgebliche Unterstuetzung von Deutschland. Ohne das laeuft nix. Der Staat tut nix, gibt nix... .
Und - Makolwa, will auch gar nicht, dass er sich beteiligt, er nimmt ihn nicht mit hinein. Er sagte: Wenn wir ihn mit hereinlassen in unserer Projekt, dann wirft uns da heraus, nimmt sich letztlich alles..... .
Diese kenianische Welt soll einer Verstehen. Ein Staat der seine Buerger ausnimmt.
Nach dem waschechten, auf EINEM Holzfeuer (Reis, Skuma (eine Art Gruenkohl), Mais, Weikohl, Huehnchen, gekochten kenianischen Mittagessen - gekocht von einer seiner vier Frauen - ging es nach wieder weiter.
Hier konnte ich zur Zeit wenig mittun sagte mir meine innere Stimme.
Weiter hiess Rodi Cobani, ein Nest 1 km weiter, hier war wenigstens ein Guesthouse - und dies ueberraschend sauber und sicher. Gut gefuehrt! Nun, die kleinen Kenianischen Spezialitaeten in Punkto Sauberkeit offenbarten sich dann erst spaeter, aber so ist es. Wer alles sauber will, moege nicht kommen!
In Rodi traf ich Tom und Gottfried. Sie leben hier- die Adresse habe ich von einem ehemaligen Volonteer von Baobab. Die beiden traf ich im Pup abends - bei warmem Bier und leuter Keniaraeggaemusik. Sie erzaehlten mir ihre Traeume von einem Kinderhaus und versuchten mit mir auszumachen, wie ich meinen Namen dafuer hergeben koennte, dass ein Investor mir Geld sendet und ich ihnen .... .. Uiii, die Menschen muessen sich wirklich in diese Welt troesten, weil ihre bietet so wenig Substanz und Hoffnung.
Die allgemeine Gleichgueltigkeit und das Hinnehmen der Widrigkeit und Obrigkeit scheint sehr dehnbar. Diese Mischung aus Fatalismus und Gottglauben, und Ueberlebenswille.
Sie berichteten von einem anderen Projekt in dem Deutsche innerhalb des Projektes leben! Das wollte ich sehen.
Also, den naechsten Tag auf dem PikiPiki dorthin. Die Strasse ist mit dem Moped besser zu nehmen, weil der Fahrer wie auf einem Puzzle, zur Not den Weg in Schlangenlinien fahrend, abfaehrt.
Die Einrichtung praesentiert sich in einem sehr gepflegtem Zustand. Der Leiter ist Deutscher. Lebt fuer vier Jahre mit seiner Familie dort. Die vier Kinder haben Fernunterricht. Fuer je ein halbes Jahr kommt eine Hilfslehrerin und lebt dort mit.
Es werden 40 Jungen dort betreut. Regelmaessig kommen fuer drei Wochen Helfer aus Kirchengemeinden und machen einen Arbeitseinsatz.
Einige Volonteere gibt es.
Alles ist gut geplant und betreut und es wirkt prima erfrischend.
Der Leiter gibt zusammenfassend das Resumee, dass es ohne eine direkte Einwirkung und Leitung aus Deutschland nicht funktionieren wuerde. Sie haetten nach Jahren eines der Projekt den Kenianern angeboten die Verantwortung zu uebernehmen- es wollte keiner tun.. ..
Er berichtet auch, dass sie in die HIV Beratung etwas investieren wollen. Ja die 40% Aidsinfizierten in dieser Region sind ein Problem. Manchmal kommen Grosseltern mit 6 Kindern im Wagen und suchen Schutz... .Die Generation zwischen den Alten die noch kein Aids hatten und den kleinen die es noch nicht haben, stirbt einfach weg. Die Regierung ist auch hier nicht fleissig um da was zu tun. Fleiss? Interesse?.
Es ist ein Trauerspiel>... .
Da faellt einem nichts mehr ein!
Ach ja, es ist eine schoene Zeit gerade und ich hab ganz vergessen, was mit Baobab ist .. .
Da hab ich gehoert, dass sie gearde einen Scherbenhaufen" aufzuklaeren haben. Der recht kritische Blick den wir Volonteers auf das Ganze Geworfen hatten, deckten eben doch etliche Maengel und Unorganisation.
Ein Mitgleid hat aufgrund unserer Berichte gekuedigt. Sie schrieb mich spaeter persoenlich an und meinte sie hatte Andreas vorgeschlagen ich sollte doch dort lieber zum Heimleiter gemacht werden, statt dass es Rassismusdiskussionen und Endlosgespraeche gaebe.. .
Na, das ist nun nicht meine Intention, ah ja, so weit stecke ich nicht darinnen und wuerde dies auch nicht wollen wollen :-)
Andreas rief mich an und bedankte sich fuer den Schwung. Ob ich denn noch mit ihnen zusammenarbeiten wolle.. .
Ich bin durchaus froh, dass sie den Spiegel angucken und den Weg suchen wie es weiter geht. Was ich dann noch dort tun kann, es wird sich zeigen.
Momentan geht es eben ganz gradewegs munter durcheinander in Kenia und seine Gegenden. Das gefaellt mir ganz gut :-)
Bin braungebrannt und munter. Ab und zu mal ne Magenverstimmung - ist normal. Aber ansonsten Fein!
Soweit so gut. das Internet cafe ist gut und schoen. Die ERSTE Tastatur die in einem solchen Cafe (von bestimmt 25 verschiedenen besuchten ) komplett funktioniert!! Es wird von Indern gefuehrt! Die sind hier nicht so beliebt, vielleicht weil sie irgendwie immer an wichtigen Stellen sitzen und immer zu mehr Geld kommen wie die Kenianer?
Ach, wer weiss, ich kann mir nur wenig ein endgueltiges Urteil erlauben. Doch das was sich an Impressionen aufdrueckt- zwischen Abenteuer und Erholung - ist allemal wunderbar so SEIN zu koennen.
Seid freundlich Gegruesst,
hoffe es ist nicht zu wuest
Thomas
Samstag, 3. Oktober 2009
Erweiterter TEXT: Dann eben Urlaub in Kenia
Ja, da bin ich wieder in Mombasa- mal kurz aus dem Internetcafe, denn ich weiss nicht ob es in Baobab InternetKontakt gibt und was ich dort vorfinde. Vielleicht keinen Schluessel zum Office. Um mich herum wird gedruckt, Fussboden gewaschen, gesaugt und gelaermt.
Diese Woche war ich zu Besuch in Lamu - Es war einfach schoen. Was doof war- die Kamera die ich aus Deutschland mitgebracht hatte- sie ist nun dahin.
Nee, aber sowas. :-)
Es zwar ist eine Touristenhochburg ... aber ist es wert zu besuchen- weil doch lein und umstaendlich zu erreichen. Jedenfalls per Bus. Es dauert 8 - 10 Stunden .... . Daher auch ein Rueckflug per Kleinflugzeug .
Nun brauche ich wieder doch auch bekannt Raeume. So Herumreisen ist anstrengend. Nun weiss ich noch besser, dass es immer gut ist, wenn man ein paar Tage irgendwo bleibt. Dann ist es ruhiger. Fast eine Woche war es nun. Was meine Augen sehen ist in mir drin, kann es kaum real erzaehlen, weil es denn doch so schwer nachfuehlbar ist. Genauso vielleicht, wenn ich den Kenianern erzaehle, was Herbst ist und was da so geschieht. Unglaeubiges Gucken, dass das doch so sein kann??? Wirklich.... Hmmm. Wie das gehen kann........ .
Nun, es ist immer wieder nett zu sehen wie sie sich bemuehen und alles tun wollen, um zu verstehen. Aber hauptsaechlich auch um dann anschliessend verstanden zu werden und hoffentlich ein wenig Unterstuetzung zu erhalten.
Eigentlich ist dies die Hauptsache - denn so gut wie immer kommt dann doch die Story..... dass man so und so lebt, dies und dies macht und man unbedingt Support benoetigt... . Und nach Deutschland wollte er schon lange mal.
Hier in Kenia bin ich nach den Deutschlandtagen, diesmal anders angekommen. Alles ist bekannt und daher auch schoen zu sehen wie man sich sofort zurechtfindet.
Die Arbeit, wenn man denn arbeitet, ist so etwas "gebundenes", ja man wird eben regelrecht festgehalten. Beim "Reisen" habe ich gemerkt, dass ich viel mehr abgezogen bin und auch nicht das Beduerfnis habe immer wieder ins Internet gehen zu muessen, um was zu berichten und zu gucken ob vielleicht Post da ist .. ..
Allerdings- Bin immer mehr entfernter von Deutschland als beim ersten Ankommen :-).
Upps, meine Internet-Zeit ist um und ich werde nun wieder nach Mikindani fahren.
Sehen was dann kommt.... Ist die Workpermit nicht da, dann reise ich eben einfach weiter herum.
Werd diesen Text hier noch um Berichte aus Lamu erweitern....
Gruss nach Deutschland !
JA, Lamu. Ein Kleinod mit schoensten Straenden . Hohe Sandduenen und das MEer ... alles recht unberuehrt. Den Touristen ist es zu heiss, die Einheimischen gehen da nicht hin und sind dann eh bei den Touristen... .
Mit dem Bus faehrt man bis an die Faehre... .Faehre, hmmm, ein altes Holzschiff, Das dies noch faehrt.... . Kokos-Palmen-Waelder umsaeumen die Kueste. ca. 20 Minuten dauert die Ueberfahrt mit dem lauten Dieselmotor. Je näher man der Stadt Lamu (http://de.wikipedia.org/wiki/Lamu) kam, umso uriger, einfacher, ja mittelalterlicher wurde der Anblick. Die scheinbaren Prachtbauten besimmten nicht mehr das Bild, entlang der Uferpromenade gingen schwarz gekleidete Frauen mit schweren Lastballen auf dem Kopf, standen Fischer, die ihre Netze von den Resten des letzten Fanges reinigten und zogen Dutzende von freilaufenden Eseln ihre Bahnen. Die Architektur der Häuser änderte sich. Weiß war jetzt die dominierende Farbe, Strohdächer und Steinfassaden die von Holztüren unterbrochen wurden wechselten sich ab mit alten total verfallenen Gebäuden, denen man ansah, dass sie schon bessere Tage gehabt hatten.
Die Hafenfront bietet ein fast romantisches Bild orientalischer Geschäftigkeit: Pendler und Händler, Kinder und verschleierte Frauen, Segel, Masten und Marktschreier.
Die Hafenfront bietet ein fast romantisches Bild orientalischer Geschäftigkeit: Pendler und Händler, Kinder und verschleierte Frauen, Segel, Masten und Marktschreier.
Wir hatten angelegt. Ich ging die kleine steinerne Treppe hinauf und stand direkt vor einem Holzschild mit der Aufschrift "UNESCO - Lamu - Stonetown - World Heretage 2001". Der historische Seehafen und die Altstadt Lamus sind Weltkulturerbe, da sich hier, wie nirgends sonst, europäische Einflüsse mit denen der Swaheli-Kultur
Autos gibt es auf Lamu nicht - fast nicht - mur die Polizei, das Krankenhaus und die Feuerwehr besitzen die einzigen Fahrzeuge auf der Insel. Doch die können nur entlang der Hafenstrasse fahren. In die engen Gassen, zum Teil nur 50cm breit, der Stonetown kommt man damit sowieso nicht hinein. 4000 Esel in der Stadt, sind die Transportmittel die die Güter, die von den Schiffchen (Dhau) angelandet werden, zu den Bewohnern auf die Märkte bringen.
Lamu stand nie unter deutscher Herrschaft. Von November 1888 bis März 1891 hatte man versucht durch eine kaiserliche Poststation den Kontakt ins Deutsche Reich zu verbessern und zugleich mit dem, von den Herrschern Sansibars losgesagten Sultanat auf dem Festland, dem deutschen Protektorat Wituland, das zwischen 1885 und 1890 bestand. Die Poststation ist heute ein Museum.
Ganz besonders schön sind die Holzportale Lamus, prachtvoll verziert und von Meisterhand gestaltet. Es gibt die arabischen Portale und die Indischen. Ornamente, Zierleisten, Blumen, Vögel und Blätter sind hier filigran ausgeführt und ein Blickfang.
Montag, 28. September 2009
Wieder in Kenia...
Uff, naja, was nun ... bin ja eigentlich nicht festgelegt, da es noch keine Nachricht gab ob denn nun der Speziellpass ausgestellt ist.
Nun, hab erst mal ein neues Zimmer bezogen und dann den Tag am Strand verbrqacht. Durch den langen Flug und das Sitzen in Deutschland und Flugzeug habe ich doch gleich mal eben fast einen Hexenschuss bekommen.
Also, ein Massage am Strand gebucht und wunderbar- es ist wie urlaubshochstimmung.
Die Sonne bringt Wärme ohne Ende - der SOmmer ist da....!
Lasst mich erst mal ein wenig erholen. Dann melde ich mich schon wieder.
Liebe Grüsse......
Mittwoch, 23. September 2009
An die Fragenden---
Wer dort hingeht, kann seinen Idealismus und Helferwillen kennenlernen. Die Intension die man hat und die Realität die einen erwartet.Er sollte gewappnet sein.... für das Gefühl: Was zu wollen, doch "nichts" zu erreichen was man erwartet. Es braucht Zeit den Hintergrund so wahrzunehmen wie er ist, aus dem heraus er dort gebildet wurde und was jetzt in und um den Menschen herum lebt. Es hilft, von dem Menschenbild zu wissen und es in sich zu tragen: Nichts von dem was ich tue ist vergebens - aber ich darf nicht erwarten, dass ich, warum sie es dort nicht verstehen wie wir denken.... . Wenn solche Gedanken Platz haben, kann man dort wertvolle Erfahrungen bekommen.
Was nicht geht: Ich komme dorthin und verändere die Welt und allen dort geht es nachher besser..Die Bescheidenheit der Menschen, gleichzeitig ihre unbedingte Gott-Gläubigkeit (alles was geschieht, geschieht weil Gott es so wollte.... wenn ich etwas nicht erreiche, dann hat Gott es so gewollt-....) bringt unsere Wertvorstellungen recht durcheinander. Oder jedenfalls das was wir meinen, wie es (nach unseren Maßstäben und Erfahrungen) doch gehen müsste...!Auf jeden Fall gibt es eben Grenzerlebnisse mit sich und der Welt. Es ist ein modernes Abenteuer mit einer Konfrontation die man sich NICHT "denken" kann. Sie ist NICHT zu denken, ohne sie erfahren zu haben. Daher wird sich der SINN auch nicht aus unserem rationalem Denken erschliessen. Unsere edlen Motive bleiben schwach und hinter dem zurück, was man dort dann umbauen muss. DAS ist das spannende- eben auch ein modernes Abenteuer.Sozial und pädagogisch und persönlich wertvoll. Die Dimensionen von Weltbild relativieren sich und werden farbiger, ja auch gesünder.Warum das so ist, es ist so. Dafür kann man sich nicht rechtfertigen, man muss es erleben.Die Welt birgt eben noch viele Rätsel und hat viele verschieden Aufgaben.... für jeden andere. Wer vermag wirklich zu begreifen, warum der eine dies, der andere dqs tun möchte. Erst aus der Erfahrung und der Akzeptanz entsteht wirkliches Verständnis. Es ist von aussen kaum leistbar.............
Sonntag, 20. September 2009
Kein Arrest... Wieder willkommen in KENIA
Jetzt bin ich für eine Woche in Kassel. Dann flieg ich wieder nach Kenia. Bin dort also wieder willkommen.... . Die wollten mich doch vom Immigrationoffice glatt einsperren oder sofort ausweisen. Weil ich angeblich arbeiten würde ohne Arbeitserlaubnis und doch kein Tourist bin, weil ich ja in "Baobab" wohnen würde etc. ... .
Die "Baobab-Leute" haben mit Anwalt,die Sache klargelegt und nun ist es vom Tisch mit arrested und banned from Kenia.. .!
Tja, die Sache mit "arrested" ....... nun - das ist halt die Methode dort um Angst zu bereiten - letztlich dient es dem Zweck hinterher mehr kassieren zu können.... ..
Wie sie das letztlich geregelt haben und zu welchem Preis, ich weiss es nicht.
Jedenfalls wurde ich mehrfach dorthin eingeladen und dann doch hingehalten hingehalten.
Den Pass bekam ich erst am Freitag um 16:00 zurück. Reine Schikane und voller Korruption das Land! Leider!
Hab auf dem Rückflug neben jemandem gesessen, der in Kenia eine kleine Einrichtung (Schule für Erwachsene) unterhält und über einen deutschen Verein finanziert. Der war gerade sehr enttäuscht ist, wie alles dort so läuft. Obwohl er das Geld direkt dorthin bringt wird eben doch viel abgezwackt und die Sache läuft nicht rund.
Es scheint, als wollten die Afrikaner nicht ihr eigenes Land voranbringen. Bzw. Die die es sollten (Regierung) wollen nicht und stecken das Geld in ihre Tasche.
So wie letzte Woche in den Nachrichten, da stand im Mombasa Anzeiger:
850Millionen KeniaSchillinge vermisst!!
Es handelte sich um Geld, welches für eine neue Fähre zwischen Mombas und Likoni gedacht war. Einfach verschwunden.... immerhin 8,5 Millionen Euro...
Wer also helfen will, soll sich informieren. Kann dazu ein hochaktuelles Buch empfehlen: AFRIKA WIRD ARMREGIERT. Es ist von einem Diplomaten geschrieben- er hat viele Jahre Afrikaerfahrung!
Hochinteressant zu lesen! Warum kommt Afrika, trotz seiner vielen Reserven NICHT auf die Füsse???!!
Nein, es liegt nicht an den Folgen der Kolonialzeit, nein, es sind die Grundzuege der Afrikaner selber, die anscheinend (oder offensichtlich) nicht in der Lage sind eine Nachhaltigkeit in ihr System zu bringen! Erst kommt der Eigene Bauch, dann die Familie, dann der Clan und dann der Stamm, vielleicht dann die Brüder und Schwestern! Jedenfalls führt es dazu, das "Unten" imVolk nichts ankommt. So wird abgewirtschaftet. Ist dann alles weg, wird dem anderen Stamm die Schuld gegeben und Streit geschuert.
Bin ansonsten ganz munter und gesund auch. Braun und etwas leichter. An Gewicht und an Geld auch:-)Meine Handynummer ist also wieder die in Deutschland, Handynummer 015775331647. Nun war ich noch eine Woche unterwegs etwas suedlich von Mombasa an weissen Stränden und hab mal relaxed und eine kleine Safari durch Shimba Hills gemacht.
Ein kleiner Nationalpark im Süden. Dort gab es Giraffen zu sehen, kurz auch einen Elefanten, Sekretäre, Kaffernbüffel, Seeadler, Gazellen und Warzenschweine und die rote Erde mit einer schönen Landschaft.
Werde also dann ab dem 28ten wieder weiter in der afrikanischen Wärme bleiben.
Geplant ist es die Workpermit und einen speziell Pass zu bekommen. Das kann ev. dauern... . Dann habe ich beschlossen, einfach mehr das Land zu besuchen und "erforschen".
Emma's Mama hab ich getroffen in Mombasa. Emma? Das ist eine Kenianerin die zur Zeit in Lauterbad als Praktikantin ist! Die gab mir die Nummer ihrer Mutter. Nun, für Emma hab ich Gewürze von Mama aus Kenia mitgebracht.
Emma's Mama sagte, dass mir ihr Sohn etwas Kenia zeigen kann. So etwas wäre doch fein dachte ich. Ich lad ihn ein. Habe eine gute "Security" in Afrika, jemand der das System kennt und dann sehe ich etwas, was ich sonst nicht sehe.
Wie lange: Bis die Workpermit kommt oder auch länger:.. Ich hab ja Zeit! Also, wieder mal eine Zeit des Wartens, des Wechselns und des Interssantseins.. .
Im Warten auf den Pass und den Manager sass ich im Cybercafe. Da die Internet-Verbindung super langsam funktionierte, sprach mich die Besitzerin an. Ich erzählte ihr von der Geschichte mit Pass und Office etc.. Sie wollte mir gleich helfen, siehe da- ihr "Brother in Law" ist Officer in Nairobi im -na wo wohl, im IMMIGRATIONOFFICE! Den rief sie auch sofort an, ohne mich zu fragen gings los.
Ich bat sie nun wirklich erst mal nichts zu tun. Denn alles was noch dazu kommt an "Hilfe" geht leicht nach hinten los und es wird ev. nur konfuser mit der momentanen Situationen.
Also hab ich nun das Angebot, wenn ich wieder da bin und Hilfe brauche mit einer Arbeitserlaubnis, dann hilft mir eben Carolin aus dem Cybercafe... .
Ja, so geht es in Kenia, direkte Verbindung, direkter Kontakt. ...
Gruesse von mir Thomas
Montag, 14. September 2009
Aussichten........
Wenn sich nun aus der Ferne die Situation etwas bedenklich anhört und in der Vorstellung noch mehr dazu kommt, dann fühle ich die große Unsicherheit die in dem Ganzen liegt. Hier fühlt es sich eher bedrohlich an, ist dann auch unmittelbar gelebt / real. Ich hab dann auch erst mal ganz vorsorglich eine Nachricht an die deutsche Botschaft gesendet- für den Fall aller Fälle. Hab sie gebeten noch nichts zu unternehmen, ich würde mich wieder melden.
Heute am Montag 15:00 sollte das Treffen in dem Immigration Office mit Manager und Anwalt stattfinden. Geplant war es, nun wurde es aus mir nicht bekannten Gründen gecancelt und auf Dienstag Morgen 10:00 gelegt. Ei, Ei.... was da nun wieder war – und WIRD... . wie man sieht: es bleibt weiter spannend.
Der Manager hier vor Ort sagte mir am heutigen Montag-Abend, dass ich den Pass am Dienstag erhalte. Dazu ein Sonderpapier, welches mir erlaubt bis zum Samstag zu bleiben und dazu auch die Möglichkeit wieder einreisen zu können wenn es mir beliebt. Allerdings nach Mikindani und BAOBAB, erst dann wieder wenn die WORK PERMIT vorliegt.
Na, klingt doch nach einem guten Ergebnis.
Die letzten Tage war ich nun so frei und hab mir ganz frei genommen. Nun werde mir noch ein wenig Afrika ansehen. Wann hat man denn schon die Gelegenheit dazu. :-).
Heute fühle ich mich gaaanz müde und matt - na, das wird doch nicht noch eine Krankheit sein??? Nicht noch womöglich Malaria dazu bitte sehr .... . Irgendwie reicht es denke ich.... ..
Ich komme also erst mal für einen Break nach Deutschland zurück - am 19ten September!! Den bereits gebuchten Rückflug nach Mombasa werde ich verändern und erst mal Urlaub machen. Ich darf den Rückflug nur umändern auf diese Ziele: Kilimanjaro, Mauritius, Seychellen und Sansibar.,,,, ,Nun darf ich wählen, ach wie fein Wie es dann weiter geht, weiß ich noch nicht. Nun MUSS ich also erst mal aus Kenia raus, sonst, so meinen sie, müssen sie mich "arresten". Somit endet dann erst mal ein Abschnitt meines freien Jahres. Ich hab's ja so gewollt – dies Abenteuer, hmmm, ist doch so was wie ein Abenteuer :-).
Auf das Hier sein hat sich das natürlich doch ganz schön ausgewirkt. Der Motivationslevel ist stark gesunken , ich könnte auch sagen eingeknickt. So laufe ich ein wenig wie Falschgeld herum J . Die Kinder merken natuerlcih das was ist und fragen immer wieder mal nach, was denn nun. Ist ja auch ein herber Verlust für die Kinder und für die Einrichtung - Innerhalb von 2 Wochen 3 Volotäre zu verlieren..... .!
Grüße aus Kenia
Thomas
Sonntag, 13. September 2009
Das Ende der BAOBABZEIT ??
Sie hätten jetzt hier so viel zu klären in ihrer Organisation. Daher können sich keinen Streit mit dem Emigration Office erlauben. Wahrscheinlich wollen die Officers Geld (das System hier IST korrupt! und sie wittern hier kann man jemanden abzocken. Geht man drauf ein, dann kommen sie wieder. Wenn nicht, drohen sie eben- auch mit Arrest. Es ist reine Schikane!
Die Menschen hier können einem leid tun. Sie müssen eine Regieung ertragen, die nicht die eigenen Gesetze achtet. Die Oberen machen es vor, die Gesetzesvertreter bedienen sich... .
Es steht hier in Kenia immer alles auf dem Spiel für eine Einrichtung, weil die Polizei so korrupt ist hat man auch keinen Schutz.
So erklärte er mir dann ganz nebenbei, dass daher meine Zeit hier zu Ende sei und sie würden - falls es doch noch in Frage kommt, sich wieder melden bei mir!?!?!?! Soweit zu mir. Von mir und meiner Befindlichkeit. Alles andere, zu einem anderen Zeitpunkt. Stellt gerne Fragen! Meine Mail FischtomEDweb.de
Gruss Thomas
Samstag, 12. September 2009
Woche in Baobab 07.09. bis 09
Montag 07.09.09
Wecken ab 5:00. Die Kinder gehen in die Schule -ab 6:30 ist Schulbeginn.
Da ich ein Mzee bin und schwere aufstehen kann..... bleib ich immer bis mindestens um 6 im Bett.
Staffmeeting heute etwas kürzer. Heute ohne Morris.
Anschließend war Zeit mit Stanley um draußen zu spielen und ihn beschäftigen. Ich ging mit Paulo zum Tischler. Dort war er sehr fasziniert von der Tätigkeit. Ich bestellte für mein Zimmer einen kleinen Tisch mit Ablage (mein Tisch ist zu niedrig um daran zu Arbeiten). Paulo schlief bis 9:00. Er geht zu spät schlafen! Die Aktivität und der Lärm der großen Jungen verhindert ein frühes Schlafen. Es war dann freier Nachmittag den ich in der Stadt verbrachte. Kam erst nach dem Dinner wieder. Abends Zeit mit Kindern. Scheinbar herrscht Verstimmung über die Sache mit dem PC (Nutzung von "unberechtigten Seiten"). Mwanzia weicht aus, spricht nicht mit mir.
Dienstag 08. Sept.
Wecken zu normaler Zeit – wieder schwer für mich aufzustehen. Served Frühstück Paulo zur Schule gebracht. Die Lehrerin benötigt Fee. Außerdem soll Paulo mitbringen: Tasche, Stifte und farbige Stifte. Ich versprach es morgen zu bringen. Staffmeeting mit divers. Themen:: 1ter Schultag für Stanley, Paulo: Er war nicht dort, weil Dinge wichtige fehlen. Wir kamen dabei auf das Thema: Das Casino hat nicht geliefert....... Weitere Themen: Es fehlen 20 Glühbirnen. Der Verbrauch von Lebensmitteln durch die Ramadan Leute. Das Meeeting endete ohne wirkliches Ende, plötzlich wurde Kishuaeli gesprochen, einige Teilnehmer verliessen den Raum, Morris war nicht dabei Es war freie Zeit Nachmittag
Mittwoch 09. Sept. 09
Um 6:15 aufgestanden. Zusammen mit Mwajuma und Dorica besuchte ich die Familie von Salim von ca. 10:00 bis 15:30. Gab Spiel an die Kinder: Ein Ballspiel, zwei Schalen aus Kunststoff auf der Innenseite mit Klettverschluss-. Damit konnte man einen Ball fangen. Die Regel: Das Spiel gibt es nur gegen ein „Pfand“ an einen Jungen, der die Verantwortung für das Spiel übernimmt. Die Person gibt MIR das Spiel zurück und bekommt sein Pfand zurück. Die Kinder waren erst verwirrt, dann aber funktionierte wunderbar. Diskussion mit Patel und Shem (sie Kletterten auf den Balkon )-
Donnerstag 10.09.09
Aufstehen 6:00, Ruhiger Morgen. Habe Paulo und Stanley geduscht, ihnen Frühstück gegeben. Beide vorbereitet für die Schule. Staffmeeting heute um 8:30. Zeit fuer Reports und schreiben und lesen. Mittags ca. 13:15 tauchten Besucher auf - vom Immigration Office. Sie fragten direkt nach mir. Es ging um die „Working permission“. Sie nahmen meinen Pass mit. Ich musste um 15:00 dort erscheinen. Morris kam mit. Montag soll ich wieder dort erscheinen! Knifflige Situation. Abends ca. 19:20 Abendessen, danach noch Berichte geschrieben und dann etwas frueher ins Bett gegangen.
Freitag 11.9.09
Aufstehen 6:00, Ruhiger Morgen. Habe Paulo und Stanley geduscht, ihnen Frühstück gegeben. Beide vorbereitet für die Schule. Staffmeeting 8:40, Bennedette, Dorica, Georg, Jabali, Patrick, Thomas Weil alle Kinder weg waren, gab es auch nur die grosse Stille, was tun?? Ich ging nach Mikindani, besuchte den Schreiner. Er baut einen kleinen Tisch für mein Zimmer. Nach dem Mittag hatte ich frei. Am Abend brachte ich Spiele für die Kinder mit. Für Paulo und Stanley einen Rucksack für die Schule. Die Jungen begrüßten mich damit, dass kein Wasser da sei. Sie haben Durst, ob ich etwas von meinem Wasser geben kann. Ich beschloss 20 Liter Wasser in Mikindani zu kaufen.
Samstag 12.9.09
Der Morgen verlief ruhig und friedlich. Meeting Bennedette, Dorica, Georg, Jabali, Patrick, Thomas, Kereen, Patrick, Morris und mit Solomon (kommt extra aus Nairobi) angesetzt um 9:00, Beginn 10:25 (wg. Klärung mit Emigration Office) Briefs: Es geht um versch. Themen / Probleme: Fehlende Socken – sollen besorgt werden, Kein Wasse!r- Lösung gesucht, Bericht Besuch Hospital Shem und sein Status mit Lebensmitteln. Ansprache von Solomon, Bis 1ten Oktober muss jeder seine Berichte aktualisieren – es gibt wohl eine Prüfung der Buchhaltung. Vorgaben: Professionellere Arbeit, Ziele geben und umsetzen, höhere Verantwortungsübernahme, Nachfragen von Staffs. Themen die für sie wichtig sind. Dann nur Meeting mit Staffs. Lunch served und Mittags Freie Zeit der Kinder. 15:15 kommt der Wassertankwagen. Alles wird gefüllt. Es ist eine Spende der Wasserkompanie zu sein. Große Freude bei allen- denn wir sitzen buchstäblich auf dem Trockenen... .
*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*
Gott lenkt, der Mensch denkt. Schaut was der Mensch tut, dann siehst du ob Gott anwesend ist. Die Auswirkung ist entscheidend, nicht was man tun wollte.
Freitag, 11. September 2009
Umstände, Zustände, Korruption...?
Dies hier ist entstanden aus einem Antwortschreiben an einen früheren Volontär.
Sie hat mich - als Kennerin der Situation hier vor Ort - nach meinem Befinden gefragt....
Nun, ich bin mit meinem Befinden hier erstaunlich gut dran und gesund und munter auch. Hab hier noch nix groesseres an "Kranksein" abbekommen.
Das andere sind die "Umstaende" die hier eben so sind wie sie sind. Oder sein sollen, oder sollten es andere sein? Das weiss ich ja nicht wie es denn sein sollte. Ich bin nur eine kurze Zeit im Leben von Baobab und dem Programm dabei.
Ich habe meine Reports in Deutsch UND in Englisch geschrieben, das schien aber irgend wie nicht richtig- Tabea (EX-Volontär) bat mich nur auf Englisch zu schreiben .... Hmmm, ja, mir hat es auch niemand gesagt, wie es denn genau sein sollte! Von mir aus betrachtet berichte ich hier nicht nur fuer die Staffs!!! sondern insbesondere fuer die deutschen Menschen die das Projekt finanzieren.
Ansonsten machen diese WeeklyReports fuer mich wenig Sinn. Es sei denn es gibt ein Misstrauen, was zu aber zu bestehen scheint, denn ansonsten koennen alle doch lesen was da steht. Alles ist möglichst satzgenau uebersetzt. Die Übersetzung ins Englische kostet mich viel Zeit und ich kann mich eben besser in Deutsch ausdruecken.
Denke: Wir sitzen fuer den Austausch von Fragen und von Problemen in dem Staffmeeting! Allerdings: Was da besprochen wird und dann auch tatsechlich umgesetzt wird und wie, hmmm. Ich staune auch hier ueber manche Einfachheit.. .
So ergibt sich aus den Erlebnissen, den Erwartungen und der Realitaet schon ein buntes Bild von Stimmungen. Ich koennte auch sagen, das Sein bestimmt das Bewusstsein- auch meines.
Ich hab mir sehr klar gemacht, dass die Menschen hier halt SO aufgewachsen sind. So wie sie sind, sind sie und ihr Bewusstsein daher auch - es ist eben so wie es ist. Einfach unbekuemmert, eine flexible Hingabe an das Unveränderliche, eine Strategie die auf Ueberleben und das Notwendigste ausgerichtet ist.
Ich wundere mich ueber den Aufwand der in verschiedenen Bereichen betrieben wird. Gibt so ein paar klitzekleine Stellen, da bin ich doch auch in gewissem Masse erstaunt, zum Beispiel ueber diese Dinge:
Essensreste, die ueberall zu finden sind, und die jeden Tag weg zu fegen sind.
Sehe mit mulmige Gefuehl die kleinen und großen Kakerlaken in den Kisten der Kinder krabbeln - und es interessiert nicht gross. Auch der Frosch der 2 Wochen im (Trink-) Wassertank herumschwomm (und NIE mal eine Pause auf festem Boden machen konnte...) es war eben so! Ja, es fand keiner gut, aber ihn rausholen??? Nun, ich hab es dann selber gemacht und ihn in den Trench gesetzt.
Dass der Muell einfach so fallen gelassen wird wo er gerade entsteht, und liegen bleibt bis zum Cleaning. Oder im Trench so viel ist und jemand (mitunter mit Geschrei) die Kinder dazu bringt ihn zu reinigen.
Ich wundere mich ueber die Distanz der Staffs zu den Kindern. So vorbildliche Haltung und zeigen wie es geht, mit hineingehen in Situationen, spielen... gibt es hier anscheinend nicht als paedagogische Massgabe. Hab mal im Staffmeeting nachgefragt nach einer Aufgabenbeschreibung der Staffs. Ich wuerde gerne wissen, wer was zu tun hat und wann. Es gab aber nur stille Antworten. Also es scheint soetwas nicht zu geben.
Ein Hinweis gab es, es gäbe Berichte zu den einzelnene Kindern und ihr Leben. Doch wo ich die finde, das weiss ich noch nicht.
Ich staune ueber die laessige Art der Arbeit, ueber die Unorganisiertheit und die anscheinend so grosse Schwere selbst einfache Dinge zu loesen. Es gibt Zeit zum Herumsitzen und DA-SEIN, doch irgendwie erscheint mir das wenig arbeitsvoll. Die Arbeit machen die Kinder. Wenn was nicht klappt, wird der Kommandoton angesetzt und mehr oder weniger angeordnet was gemacht wird.
Im Staffmeeting wurde beschlossen, das es waehrend des Essens kein TV gibt. Erstaunt bin ich dann, wenn aber ein Staff den Kinder NICHT ansagt den Fernseher abzuschalten, sondern auf mein Nachfragen meint, ich koenne es ja machen... . Das hab ich dannauch und zog mir natuerlich prompt den Ärger der Kinder zu.
Was dann doch auch vorkommt.... Jedenfalls war ich eines Tages doch einigermassen erstaunt in dem gespeicherten "Verlauf" des PC eines Tages reihenweise Pages zu sehen, die ueber diverse Sexseitenbesuche kuenden.
Auch, sas ich ein Kind am zweiten Schultag in die Schule bringen soll, dort die Lehrerin mir sagt, dass ich das Schulgeld bringen soll. Ich ihr sag, gut Morgen, okay? und ich mir dann im Staffmeeting anhoeren darf, das ich doch besser solche Zusagen nicht tun koenne (also lieber das Kind wieder mitnehmen??).
Auch, dass seit vier Wochen bekannt ist, dass Schule ist,aber am ersten Schultag ihres Lebens koennen die beiden Kinder Paulo und Satnley nicht gehen,weil Socken fehlen..... und Hefte. Und keine Stifte ....... und ein Schuh, und auch eine Tasche.
Bestaunt habe ich auch das System den Gluehbirnen, wenn ein fehlt (zur Zeit sind uebrigens ca. 20 Lampen ohne Gluehbirne)...., dann wird sie eben woanders geholt und spaeter dann (eventuell) wieder dort eingedreht. Spassig war es als der Store kein Licht hatte, na, da war immer ein Andrang wenn es Abends zum serven ging. Den im Dunkeln liess es sich leichter "umsehen" und ungesehen etwas ueberfluessiges abstauben.
Ab und zu gehe ich auch an den Kuehlschrank. An die Ameisen die ab und an in Massen hineinkommen hab ich mich gewoehnt, die Tuete kann man ja fest schliessen... was ich wirklich amuesant finde ist die Tatsache dass die Tueten mit dem Brot immer nass sind. Das Ding kuehlt nicht richtig, ist undicht, schimmelig, dreckig und rostig) und wenn ich serve und sie im Arm habe, dann ist mein Shirt schoen durchnaesst - na hab ich gleich 'ne kleine Erfrischung.
Ich bewundere die Geduld von Koch und Kindern mit einem Messer wahrer Groesse zu hantieren (mit einem solchen koennte ich in Deutschland eine Moehre durchhacken, aber keine Kartoffel schaelen). Hab daher ineinem Secondhandshop drei kleine scharfe Messer gekauft, die jetzt ausgeliehen werden bei mir- auch vom Koch.
Ein Wunder scheint es mir, das solche Dinge wie die Knoblauchpresse und das Schneidbrett (bei einem fehlen zwei Fuesse) nicht als Durchfallausloeser fungieren, ja, in Deutschland sind diese Dinge ja verboten,aber ich sehe ja, es kann gehen!
Ich bewundere die unerschuetterliche Ruhe der Kenianer dies alles als normal hinzunehmen. Das mit den Fingern essen und gleichzeitig ihre Schulhefte zu durchblättern.
Ich geniesse es, wenn die Kinder ueber das Alter meines kleinen Kofferradios staunen. WAS ? 20 Jahre soll das Ding alt sein- gibt es das denn??
Daher kann ich so kleine eigene Noete auch hintanstellen, zum Beispiel das mir am erste Tag gesagt wurde, dass ich noch ein Moskitonetz in das offene Fenster meiner Zimmertuer bekomme.
Jaja, es gäbe auch weiteres, doch ich find es ja auch nicht gut so unverblümt zu berichten. Die anderen Dingewürde ich gerne noch aufschreiben.... .
Hab bis hier geschrieben und Pause gemacht.
Hier die neuesten Nachrichten: Freitag Mittag gegen ca. 13:15 tauchten Besucher auf – sie waren vom Emigration Office! Sie fragten direkt nach mir, wussten meinen Namen. Es ging um die "Work permission". Sie nahmen meinen Pass mit. Ich musste um 15:00 dort erscheinen. Morris kam mit.Nachdem er vorher mit Solomon und einem Anwalt noch Absprachen getroffen hat.
Also fanden wir uns in dem Büro wieder. Der Officier war pikanterweise ein Studienfreund von Morris- vielleicht gereicht uns das noch zum Vorteil....??!! Nun, jedenfalls ließ der durchblicken, dass er auf einen Hinweis von hoher Stelle diese Überprüfung vorgenommen hat. (Ich vermute mal, dass dies NUR von der Polizei kommen kann. Da war ich ja zweimal, weil ich bestohlen wurde. NUR dort habe ich meinen Namen hinterlassen!) Er ließ uns wissen, das aufgrund kenianischer Bestimmungen keiner hier arbeiten dürfe der nur ein Touristenvisum besitzt. Ich hätte nur diese und würde in Baobab arbeiten. Dann las er die Gesetzeslage aus einem bereits morschen Buch vor. Also, danach zu urteilen was da steht, muss er mich arresten oder ich muss den nächsten Tag abfliegen!........................... .
Zu Morris gewandt, fing er auch an zu drohen und signaliserte ihm, dass er auch ihn arresten können würde, weil er schliesslich als Manager dafuer zu sorgen hat, dass diese "Work permission" vorliegt. Nun, so wurde dann verhandelt. Ich hatte nicht viel zu melden. Schliesslich musste Morris noch zu dem Headmaster und von dort kam die Weisung: Montag soll ich wieder dort erscheinen! Dann wird geklärt was passiert. Knifflige Situation, oder??
Mit Morris, hab ich im Nachgespraech verschiedenes bewegt.
Er meinte es gäbe nun drei Optionen:
Ausweisung
Cash mit hoher Summe und weiterarbeiten
Sie akzeptiern den begonnenen Prozess der Beantragung der Arbeitsbescheinung und Speziellem Visum und es geht gut aus...... . (dieser Punkt meint eigentlich: Korruption....)
Klar ist, das eine solche Situation durchaus eine Bedrohung für alle sein koennte – Baobab und Volontäre.
Morris meinte zu der Workpermission, dass wir Deutschen doch schon vorbereitet kämen. Ich machte ihm klar, dass es "irgendwie schon gewusst war, aber wie es letztlich hier dann läuft wussten wir alle nicht.Ich denke: Es MUSS in Zukunft schon in Deutschland klar sein, schriftlich klar sein, was die Voluntäre mitzubringen haben!
Nun stehe ich mit dem Ganzen etwas ratlos da. Bin bewegt und auch etwas geschockt auch. Was tun ??????? Wer zahlt denn das eigentlich alles?
Ich wurde in Kenia zweimal beklaut. Das war der Grund meiner Polizeibesuche um dort Report zu geben - notwendig für meine Versicherungen in Deutschland. Bei der Polizei wurde ein Protokoll geschrieben, klar, den Pass vorlegen und Namen aufschreiben, fragend wird weiter nachgeforscht.
Wie nun das Emigration Office an meinen Namen gekommen ist, muss sich jeder selber denken. Zu guter Letzt werde ich also aufgrund von WAS????? eventuell ausgesondert, weggeflogen, fuehle mich da etwas bestraft für etwas was ich NICHT habe ändern können!!!
Alles andere, zu einem anderen Zeitpunkt. Stellt gerne Fragen!

