Samstag, 3. Oktober 2009

Erweiterter TEXT: Dann eben Urlaub in Kenia

Hallo -------
Ja, da bin ich wieder in Mombasa- mal kurz aus dem Internetcafe, denn ich weiss nicht ob es in Baobab InternetKontakt gibt und was ich dort vorfinde. Vielleicht keinen Schluessel zum Office. Um mich herum wird gedruckt, Fussboden gewaschen, gesaugt und gelaermt.

Diese Woche war ich zu Besuch in Lamu - Es war einfach schoen. Was doof war- die Kamera die ich aus Deutschland mitgebracht hatte- sie ist nun dahin.
Nee, aber sowas. :-)
Es zwar ist eine Touristenhochburg ... aber ist es wert zu besuchen- weil doch lein und umstaendlich zu erreichen. Jedenfalls per Bus. Es dauert 8 - 10 Stunden .... . Daher auch ein Rueckflug per Kleinflugzeug .
Nun brauche ich wieder doch auch bekannt Raeume. So Herumreisen ist anstrengend. Nun weiss ich noch besser, dass es immer gut ist, wenn man ein paar Tage irgendwo bleibt. Dann ist es ruhiger. Fast eine Woche war es nun. Was meine Augen sehen ist in mir drin, kann es kaum real erzaehlen, weil es denn doch so schwer nachfuehlbar ist. Genauso vielleicht, wenn ich den Kenianern erzaehle, was Herbst ist und was da so geschieht. Unglaeubiges Gucken, dass das doch so sein kann??? Wirklich.... Hmmm. Wie das gehen kann........ .
Nun, es ist immer wieder nett zu sehen wie sie sich bemuehen und alles tun wollen, um zu verstehen. Aber hauptsaechlich auch um dann anschliessend verstanden zu werden und hoffentlich ein wenig Unterstuetzung zu erhalten.
Eigentlich ist dies die Hauptsache - denn so gut wie immer kommt dann doch die Story..... dass man so und so lebt, dies und dies macht und man unbedingt Support benoetigt... . Und nach Deutschland wollte er schon lange mal.
Hier in Kenia bin ich nach den Deutschlandtagen, diesmal anders angekommen. Alles ist bekannt und daher auch schoen zu sehen wie man sich sofort zurechtfindet.
Die Arbeit, wenn man denn arbeitet, ist so etwas "gebundenes", ja man wird eben regelrecht festgehalten. Beim "Reisen" habe ich gemerkt, dass ich viel mehr abgezogen bin und auch nicht das Beduerfnis habe immer wieder ins Internet gehen zu muessen, um was zu berichten und zu gucken ob vielleicht Post da ist .. ..
Allerdings- Bin immer mehr entfernter von Deutschland als beim ersten Ankommen :-).
Upps, meine Internet-Zeit ist um und ich werde nun wieder nach Mikindani fahren.
Sehen was dann kommt.... Ist die Workpermit nicht da, dann reise ich eben einfach weiter herum.
Werd diesen Text hier noch um Berichte aus Lamu erweitern....
Gruss nach Deutschland !

JA, Lamu. Ein Kleinod mit schoensten Straenden . Hohe Sandduenen und das MEer ... alles recht unberuehrt. Den Touristen ist es zu heiss, die Einheimischen gehen da nicht hin und sind dann eh bei den Touristen... .

Mit dem Bus faehrt man bis an die Faehre... .Faehre, hmmm, ein altes Holzschiff, Das dies noch faehrt.... . Kokos-Palmen-Waelder umsaeumen die Kueste. ca. 20 Minuten dauert die Ueberfahrt mit dem lauten Dieselmotor. Je näher man der Stadt Lamu (http://de.wikipedia.org/wiki/Lamu) kam, umso uriger, einfacher, ja mittelalterlicher wurde der Anblick. Die scheinbaren Prachtbauten besimmten nicht mehr das Bild, entlang der Uferpromenade gingen schwarz gekleidete Frauen mit schweren Lastballen auf dem Kopf, standen Fischer, die ihre Netze von den Resten des letzten Fanges reinigten und zogen Dutzende von freilaufenden Eseln ihre Bahnen. Die Architektur der Häuser änderte sich. Weiß war jetzt die dominierende Farbe, Strohdächer und Steinfassaden die von Holztüren unterbrochen wurden wechselten sich ab mit alten total verfallenen Gebäuden, denen man ansah, dass sie schon bessere Tage gehabt hatten.
Die Hafenfront bietet ein fast romantisches Bild orientalischer Geschäftigkeit: Pendler und Händler, Kinder und verschleierte Frauen, Segel, Masten und Marktschreier.
Die Hafenfront bietet ein fast romantisches Bild orientalischer Geschäftigkeit: Pendler und Händler, Kinder und verschleierte Frauen, Segel, Masten und Marktschreier.
Wir hatten angelegt. Ich ging die kleine steinerne Treppe hinauf und stand direkt vor einem Holzschild mit der Aufschrift "UNESCO - Lamu - Stonetown - World Heretage 2001". Der historische Seehafen und die Altstadt Lamus sind Weltkulturerbe, da sich hier, wie nirgends sonst, europäische Einflüsse mit denen der Swaheli-Kultur
Autos gibt es auf Lamu nicht - fast nicht - mur die Polizei, das Krankenhaus und die Feuerwehr besitzen die einzigen Fahrzeuge auf der Insel. Doch die können nur entlang der Hafenstrasse fahren. In die engen Gassen, zum Teil nur 50cm breit, der Stonetown kommt man damit sowieso nicht hinein. 4000 Esel in der Stadt, sind die Transportmittel die die Güter, die von den Schiffchen (Dhau) angelandet werden, zu den Bewohnern auf die Märkte bringen.
Lamu stand nie unter deutscher Herrschaft. Von November 1888 bis März 1891 hatte man versucht durch eine kaiserliche Poststation den Kontakt ins Deutsche Reich zu verbessern und zugleich mit dem, von den Herrschern Sansibars losgesagten Sultanat auf dem Festland, dem deutschen Protektorat Wituland, das zwischen 1885 und 1890 bestand. Die Poststation ist heute ein Museum.

Ganz besonders schön sind die Holzportale Lamus, prachtvoll verziert und von Meisterhand gestaltet. Es gibt die arabischen Portale und die Indischen. Ornamente, Zierleisten, Blumen, Vögel und Blätter sind hier filigran ausgeführt und ein Blickfang.

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