Dienstag, 15. Dezember 2009

Wieder in Mombasa..

Hallo -
So schnell ist die Zeit gerast.......... Bin wieder munter in Mombasa angekommen und bereite nun den Abflug nach Deutschland vor - ist schon ein merkwürdiges Gefühl. Die Zeit ist weg wie nix- Hmmm, dann war es wohl gut :-)
Jedenfalls unter der Sonne hier ist es nicht "weihnachtlich" - jedenfalls was wir darunter verstehen.
Bin die letzten Wochen in Kenia sozusagen touristisch unterwegs gewesen. Hab kaum Zeit genommen und mich in die Cybershops begeben und zu schreiben - geschweige denn die Bilder hochzuladen. Werd dies die nächsten Tage über versuchen...... .

Nun ist es also zu Ende mit dem Sonnenkenia....
Hier die letzte Eindrücke:

09.11.24 von Busia zum Mt.Kenia
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091124BusiaToMtKenia?feat=directlink
Dies ist eine lange Fahrt mit dem Bus und den Matatus. Es ist kaum glaublich wie lange die Menschen in den Bussen verharren. 16 Menschen eng gedrängt. Manchmal hat das Gepäck kaum gepasst, dann wird es sehr ungemütlich.
Unter der Fahrt kommt man so gut wie nicht raus. Kann nur aussteigen und dann ein neues Matatu finden. Na gut, zur grössten Not hält der Fahrer mal 2 Min..
Ansonsten- die Fahrt zum Mt. Kenia klingt so gut.
Ich erreichte den Ort Naro Moro und vom Berg gab es nur Wolken zu sehen.
Wie sich heruasstellen sollte, ist dies Gebiet nicht sonderlich erschlossen.
Es braucht eine 5 Tagestour um den Berg zu besteigen. Auch in dem Gebiet zu wandern ist eine mühselige Aufgabe. Es geht NUR mit Führer.
Zu allem Überfluss war es Regenzeit und es goss jeden Tag einige Stunden in Strömen. NaroMoro war ein Dorf ohne Strassen- so war alles aufgeweicht. Eigentlich konnte man nur mit Gummistiefeln gut gehen... .
Abgeholt wurde ich von Mr. Shikuku. Ihn habe ich in einem Guesthouse "kennen gelernt" . So nebenbei und zufällig. er hat mir von seinem WohnOrt erzählt . 6km ausserhalb wohnte er- nur erreichbar mit einem Wagen der Vierradantrieb hat!
Den braucht er auch um etwas näher an den Berg heranzukommen. Bei Regen ist aber der Zugang zum Berg gesperrt- man kommt nicht durch.
So blieb mir, eine erholsame Zeit in seinen Bandas. Und die kühle, nein kalte Bergluft geniessen.
Das war wirklich kalt. Des Nachts besonders, 3 Bettlaken und eine Decke waren nötig.
Er machte kurze Touren , mehr war nicht drin. Und den Berg konnte man auch nicht sehen... . Es war immer eine Wolkendecke um ihn.
Also aufheben fuer ein anderes Mal... .

Weiter ging es dann Richtung Osten. Erst mit dem Matatu nach Janjuki und von dort nach Nairobi. In Nairobi habe ich mich nicht gut gefuehlt- eine bewegte lärmende Stadt ohne Ende. Es gibt Hochhäuser und Hütten nebeneinander. Ein krasser Gegensatz zwischen den Reichen und den armen Kenianern wird unmittelbar sichtbar wenn man durch diese Satdt fährt.
Das verkehrschaos ist völlig nervend- am besten man geht zu Fuss. Das sich aber Hunderttausende jeden Morgen und jeden Abend in und aus der Stadt bewegen ist das Chaos jeden tag vorprogrammiert. Mitunter braucht man Eineinhalb Stunden um aus der Stadt zu kommen. Also wieder raus und ab an die Küste.... Die Zeit wird immer enger.
Ich flog also von Nairobi nach Malindi. Die Bilder.... 09.12.02 Malindi
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091202Malindi?feat=directlink

Es ist eine Küstenstadt mit vielen Italienern "an Bord". Überall zu bemerken. Hier rufen die Kinder nicht Mambo, oder Mzungu, hier klingt es "Ciao". Überall Pzza und prächtige Bauten. Ein Deutscher riet mir ab zu den Italienern zu gehen, weder Gusthous noch Restaurant- die sind zu teuer. Stimmt- hab ich dann später auch bemerkt.

Also-
Malindi ist eine Stadt in Kenia mit etwa 70.000 Einwohnern. Sie liegt ungefähr 100 Kilometer nördlich von Mombasa an der Küste des Indischen Ozeans.
Malindi war eine alte Stadt der islamischen Swahilikultur. Eine Siedlung wird in arabischen Quellen mehrfach erwähnt, dennoch wurden erst ab dem 14. Jahrhundert arabische und chinesische Topfscherben gefunden. Es wurden Reste einer Moschee aus dem 15. Jahrhundert ausgegraben, zwei mit chinesischen Porzellantellern verzierte Pfeilergräber aus derselben Zeit stehen vor einer neuen Moschee.
1414 besuchte die chinesische Expedition des Admirals Zheng He Malindi und der örtliche Herrscher schickte Gesandte mit nach China. 1498 ging der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama bei Malindi an Land und nahm hier seinen Lotsen für die Weiterfahrt nach Indien an Bord. In der Folgezeit ging Malindi ein Bündnis mit Portugal ein, nicht zuletzt um Unterstützung in der Auseinandersetzung mit der Nachbarstadt und Rivalin Mombasa zu gewinnen. Für die Portugiesen war Malindi der wichtige Stützpunkt zwischen Mosambik und Goa. Das Bündnis mit den Portugiesen nahm an Bedeutung ab, seit diese ab 1593 mit dem Fort Jesus ihren Hauptstützpunkt nach Mombasa verlegten.
In der Folgezeit verlor Malindi ständig an Bedeutung und verfiel. Erst im 19. Jahrhundert gab es erneutes Interesse an Malindi, nachdem sich der Schwerpunkt des omanischen Reiches durch den Umzug des Hofs von Oman nach Zanzibar an die ostafrikanische Küste verlagert hatte. Arabische Familien legten von Sklaven bewirtschaftete Plantagen bei Malindi an, was der Stadt neuen Auftrieb gab. In der englischen Kolonialzeit wurde es als Strandbad entdeckt, was die Grundlage für seinen Aufstieg als Tourismusstandort geworden ist.
Außer dem Tourismus leben die Menschen von Malindi von der Fischerei, der Baumwoll- und Sisalproduktion und dem Handel. Der Flughafen von Malindi soll für internationale Flüge ausgebaut werden.
Um Malindi herum konzentriert sich der italienische Küstentourismus in Kenia. Für die in der Stadt lebende italienische Gemeinde wurde das einzige ausländische Konsulat eingerichtet.
Hier nistet ich mich im Malindi ressort ein- ein Guesthouse mit Swimmingpool.
Die Tage verbrachte ich am Strand, in der Stadt, auf dem Markt - liess mich und meine Beine "baumeln". Gespräche mit Einheimischen - jeder ist ja sogleich erfreut und will auch hier
A.) dein Geld.
B.) Deine Telefonnummer ...
C.) Dein Freund sein...

Zu besuchen ist die Ruinenstadt Gedi aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, der Malindi Marine National Park (Unterwasserwelt, Korallenriffe) und die Portugiesische Kirche sowie das Vasco da Gama-Steinkreuz

Es war gemütlich, ich wollte es aber noch gemütlicher haben, und noch mal nach Lamu... . Auch hier hin flog ich, weil ich keine Lust hatte auf 8 Std. Busgehoppel.
09.12.05 Lamu
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091205Lamu?feat=directlink

Die Insel ist klein genug, dass sich einige der Bewohner erinnern an einen erneuten Besuch. So war es ein bekannter Ort. Ich suchte auch den Fundi auf der meine Kamera reparieren wollte und letztlich den Blitz zerstörte. ICh zeigte ihm dies und er wollte seinen Fehler wieder gut machen... in der Folge brauchte er dann doch die gesamte zeit meines Aufenthaltes und ich konnte wieder keine Fotos machen.... .
Mit der Kamera ist es ohnehin schwierig gewesen,ab und zu öffnete sich der Deckel der Linse nicht... Naja, das mit dem Fotografieren mit der doch relativ kleinen und einfachen Kamera wurde zunehmend weniger spannend. Das Suchen und hinrennen nach Motiven war immer irgendwie lästig und störte am "DaSein".
Auch Lamu war ein Stück Kenia zum Geniessen. Baden im Channel, die Bootstouren, gutes Essen und die kleinen Museen. Ein Besuch bei Ali Hippi war ein Muss. Dieser Mann (ca 60) und ist auch erwähnt im "Lonely Planet" ein Führer durch die Welt.
Er bietet den Touristen ein abendfüllendes Programm an: Ein afrikanisches Essen auf seinem Grundstück und inmitten seiner Familie. Mit Seafood gefüllte Mandazis, Loobster, verschiedenen Fisch, Reis und Japati und Ugali, versch. Saucen, Tamarindsaft zu trinken - dazu seine Erzählungen von Erlebnissen aus der Welt und Afrika. Seine Frau kochte alles auf den für Afrika typischen Chakos, in verschiedenen Blechtöpfen- wie das dann alles so geht und so schmackhaft und gleichzeitig zusammenkommt, für uns unglaublich.
Die Kinder sitzen um uns herum. Es ist letztlich nicht so ganz klar wer alles zu seiner Familie gehört, aber zuletzt waren so etwa 25 Personen im Kreis. Es war, als er auf seinem Keyboard spielte und "afrikareggaelieder" spielte. Dazu wurde auf Kanistern getrommelt.
ein Lagerfeuer, Chakoräucherschwaden und Kerosinduft umgaben uns, unter Afrikas Nachtschwärze ertönte die Musik .... schon authentisch auswärts.


und zuletzt besuchte ich noch
09.12.10 Kilifi und Mtwapa
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091210KilifiUndMtwapa?feat=directlink
Es sind kleinere Küstenstädte die sich dadurch hervorheben, dass sie viel von Touristen besucht werden und einige Bauten und Geschäfte und Hotels ein gehobeneren Standard haben. Man sieht viele "Weisse" in diesen Gegenden. Durch ihr Hiersein werden die Preise verdorben - die Bewohner werden immer dreister mit ihren Forderungen.
Doch, wenn man die realen Preise kennt, muss man sie aushandeln- manchmal hartnäckig und manchmal auch den Rücken kehren und einen anderen Fahrer nehmen.
Abseits ist es herrlich an dem Wasser zu sein. ewig weite Strände und kaum jemand dort. Die Afrikaner nutzen ihre eigenen Resourcen nicht. Weder Strände noch Museen noch Landschaften, keine Berge werden erwandert, keine touristischen Ziele. Es gibt auch nicht die "Kultur der Kunst" man lebt eben für den Tag, für das heute, für Morgen vorsorgen ist wenig sinnvoll. Denn wer spart, muss ja allen davon abgeben- dann ist wieder nichts da. Sich schöne Dinge anschauen- wozu, das Leben ist doch schön. So sind sie dankbar für das leben und nehmen was kommt.
Sie nehmen von uns Mzungus, denn wir haben doch genug - und was sich ausbildet ist die Haltung des "Gimmi", Gib mir. In gewisser Weise verändern wir mit unserem Geld die Lebensart der Afrikaner- im kleinen, aber auch im Grossen.... . Sie brauchen uns weniger als wir meinen denken zu müssen... .
So erzählte mir das Ehepaar Helmut und Petra. Hab hier ihr Kinderheim in Kilifi besucht. Eigentlich besuchte ich in Kilifi David. Er hatte ursprünglich als Volonter in Baobab Mikindani begonnen, aber durch die Umstände dort suchte er sich anderes... .
Nun Hel... und Pet... Projekt begann ursprünglich mit der Adoption eines kleinen 7jährigen Mädchen Eir.... Sie nahmen sie mit nach Deutschland und zogen sie hier auf. Gründeten dann vor 5 Jahren das Projekt in Kilifi. Es gibt einen Förderverein in Deutschland mit Paten. Als Eir.... ihre Ausbildung fertig hatte sollte sie dies Projekt als Manger leiten.
Das tat sie auch. Allerdings mussten die "Eltern" feststellen, dass sich unter ihrer Leitung die Situation für die Kinder nicht verbesserte, eher verschlechterte. Insbesondere bei angekündigten Besuchen... . Sie planten einen Neubau (Auf Fotos zu sehen) und die Kinder sollten umziehen. Zuletzt stellte sich dann heraus, dass Eireen im Hintergrund arrangierte, dass das neue Haus ein privates Krankenhaus wurde. Eireen gründete eine neue, ihre eigene private NGO und versuchte das neue Gebäude an sich zu nehmen. Sie veruntreute Gelder und schickte den Eltern auch das Emigrationoffice auf den Hals (weil sie ja in Kenia keine Arbeitserlaubnis hatten). Die mussten einmal aus Kenia fliehen um nicht in Arrest zu gehen... . Ja, dann aber wurde H. und P. durch gute Beziehungen geholfen. Sie sind nun ganz nach Kenia gekommen und Eireen musste gehen. Sie versucht immer noch ihren Eltern alles zu nehmen.
Nun, Helmut musste viele Behördenwege gehen- die sind hier MÜHSAMST und ewig mit Korruption gespickt. Zahlst du nicht, wird erst mal gar nichts erreicht!
Auf einem der Wege und Ämter bekam H. zu hören, das die kenianischen Kinder seine Hilfe nicht brauchen- sie können auch ohne europäische Hilfe überleben... .
Ja, so ist immer wieder. Afrika überlebt auf seine Weise und wir sind eben Gutmenschen von denen man nehmen kann solange man hat. Zuletzt ist es egal, man kann gehen und alles geht wie vorher.
Wird eine Einrichtung nicht von Europäern geführt ist der Weg vorwärts sehr sehr langsam. Eigene Gesetzmäsigkeiten wirken und durchdringen das Wesen der Einrichtung und des Menschen selber.
hmmm, Muss es so sein? Jedenfalls scheint es oft so. Jedenfalls ist es so, dass Einrichtungen unter europäischer Leitung in doppelter bis dreifacher Geschwindigkeit wachsen als selbsgeführte. Zumal der Afrikanische Weg der arme Weg ist- es ist Kein Geld dafür vorhanden. Der Staat hilft hier nur sporadisch....!

In Mombasa..... dort hatte ich schon im September ennengelernt Suzann Tell. Verheiratet mit einem Schweizer. Sie hat sich ,mühsam "heraufgearbeitet" und auch ihr eigenes Projekt gestartet.
09.12.18 Projekt von Suzann , Aufbau eines Kinderheimes für Waisenkinder
http://picasaweb.google.com/Thomgel/091218ProjektVonSuzann?feat=directlink

Sie hat ein Herz für das was sie tut. Schon vor 8 bis 9 Jahren hat sie begonnen. Dies hat einen ganz anderen Charakter und Charme. Es ist der Unterschied zu spüren. Die Lebendigkeit und das Wesen der Kinder ist gleich...... An den Regeln und Umgang und Ordnung und Vorankommen ist der verschiedene Weg zu sehen.
Nun, so enden die 5 Monate Kenia mit diesen beiden Besuchen und Organisationen. Ein Treffen der Menschen mit den selben Zielen auf unterschiedlichen Wegen mit Weisen.

Was ich tun werde ..... den Abstand zu Afrika wirken lassen und die nächsten Reisen vorbereiten.

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