Hallo!
Hier sind mal die Reports der Woche die ich abwechselnd mit den beiden anderen Volunterinnen fuer Baobab auf deren Homepage schreibe. Dies ist immer eine kurze Zusammenfassung des Gewesenen. Darueber hinaus werden Anliegen / Fragen / Probleme, woechentlich in den "Staff-Meetings" besprochen.
Dies dient der Rueckmeldung an alle andernen Vereinsmitglieder (ueber 400!) und ist natuerlich auch besonders fuer die deutschen Paten der Kinder von Interesse.
Montag 10.08.2009
Heute war der erste richtige Ferientag.
Die Kinder wurden etwas spaeter als sonst geweckt und beim Aufraeumen begleitet. Fruhstueck wurde auch spaeter serviert. Es gab Streit zwischen zwei Kindern. In der Folge des Streites habe ich Salim ins Mikindani Hospital begleitet. Kavute hatte mit einer zuvor von ihm zerbrochenen Glasflasche geworfen! Eine Schnittverletzung an der Oberseite der linken Hand musste genäht werden. Das Frühstück haben wir verpasst, aber spaeter gegessen.
Gespräch mit Kavute und mit Salim gefuehrt, Veri war auch dabei.
Viele Kinder (ab Klasse 4) besuchten von 9:30 bis 12:30, für die „Tuition“ (eine Ferienbeschaeftigung in der Schule) die Schule.
Lunch serviert.
Mit Lawi (18) bin ich den ganzen Nachmittag in Mombasa gewesen (hab bei Polizei gemeldet, dass mir Geld und 3 Bankkarten gestohlen wurden).
Besuchten die Post und einen Supermarkt. Kaufte Buersten (fuer Kueche + Toepfe schrubben), Salzstreuer (fuer Gewuerze) und Tee (um den hauseigenen Chai würziger zu bekommen).
Zusatz KEREEN - beim Frühstück ausgeben geholfen, Staffmeeting, spielte mit den Kindern, geholfen Jabali beim Mittagessen, Am Nachmittag Gitarre gespielt und Lieder mit Kindern gesungen. Ging mit Idd ins "Casino" und kaufte UNGA für Ugali, Abendessen serviert, kopierte die CPR2008 von Baobab-Forum.
Zusatz Veri - schrieb einige Briefe für die Paten.
Dienstag, 11. August
Normaler Morgen mit Wecken (ich bin etwas spaeter aufgestanden), Kinder unterstuetzen mit aufstehen und sie anregen zur Tuition in die Schule zu gehen.
Ein Spiel mit einigen Kindern „erfunden“ (nenne es „Potball“) Ball aus ca. 4 Metern in Topf / Wanne / Korb werfen. Nachmittags Hilfe bei Tuition gegeben
Zusatz KEREEN -Aufwecken, Housemeeting mit Morris – alles auf Kisuaheli, Holiday-Timetable besprochen und anderes besprochen, Morris gibt Geld für bevorstehende Besuch der Show , Hospitalkosten und Füllung der Wassertanks, Kereen bestellt neues Wasser über Patrick, Freetime nach Tuition, beendet CPR 2008
Zusatz Veri - Teekochen, mit Patel und Titus zu Paulo’s Zuhause gegangen und ihn abgeholt, in Kueche geholfen, Neue Patenbriefe in Word kopiert
Mittwoch, 12. August 2009
Vormittags Gespraeche mit versch. Kindern, Spiele angeregt, Ab Mittag ausgeklinkt wg. Kopfschmerz, Abends Essen und Zubettgehen begleitet, Probiert Internet wieder herzustellen....
Zusatz KEREEN -
Zusatz VERI- weiter an Patenbriefen geschrieben
Donnerstag, 13. August 2009
Morgens Wecken früh, Frühstück, Dann Abfahrt auf die „Show“ = „Internationale Ausstellung von Mombasa“, Unterwegs von 9:300 bis 18:00, Kinder aufgeteilt in kleine 5 – 6er Gruppen, Meine Gruppe 2 Jugendliche Salim und Lawi, 3 Kleinere Okundi, Bush und Daniel ... es lief dann einfacher als es erst erschien – wurde dann immer relaxter, Abends das ins Zubettgehen begleitet, Habe dann probiert die Verbindung zum Internet wieder herzustellen..
KEREEN - und VERI - waren natuerlich auch mit in der Show!
Freitag, 14. August 2009
Das Wecken zieht sich hin - Die Jungs sind von gestern müde, , Beide Toiletten verstopft.... ., Jugendliche Organisieren sich selber zur Reinigung - okay, nach etwas "anschieben".
Kein Staffmeeting (zur Zeit sehr duenne Besetzung!)
Zusatz VERI - mit Salim ins Hospital zur Kontrolle
Zusatz KEREEN -
Samstag, 15. August 2009
Wieder mal den TV-Lautsprecher repariert (Anmerkung: Es gibt am TV-Geraet keine Steuerungsknoepfe mehr, Ummantelung v. Stromkabel ist mehrfach offen!), 3 Toiletten im Obergechoss verstopft, Hassan reinigte mutig - fand grosse Glasscherben ca 12x12 im Abfluss!
Neues Wurfspiel gezeigt und angeleitet (Ball in Korb werfen, Bei Treffer 5 x je 1 Meter zurueck gehen- wer zuerst von 5m trfft gewinnt), Nachmittags bin ich mit einer 5 Kindern an den Seearm ins Mangrovental hinter Mikindani gewandert, Jungs waren planschen (nicht schwimmen!) Interesse geweckt: Krabben beobachten. Hab Steine entdeckt mit Kristallen innen, Jungs animiert welche zu suchen. Abends Kinder lange Wach, einige Jugendliche spaet zu Bett! (Zeithinweise ignoriert)
Sonntag, 16. August 2009
War um 4:00 Uhr wach.... (laute Naechte hier...) die ersten Jungen erschienen um 6:00, Der Morgen zog sich seeeehr hin... letztlich um 9:30 Fruestueck! Kinder in den Gottesdienst geschickt- viele gingen dorthin. Beginn Mittagessen kochen,
Freitag, 14. August 2009
Dienstag, 11. August 2009
3 Nachrichten aus Kenia
Hallo liebe Freunde,
Ich sende hier mal eine Nachricht aus dem fernen Kenia. Da es hier nur einen Rechner mit kleiner Datenmenge gibt - schafft er es nicht das Bild schnell aufzubauen und es daaaaaaauert alles. Zudem kann ich hier im Buero nicht so oft ins Netz. - Daher hab ich mich entschlossen wenn ich Mails schreibe, dann an alle in einer "Gruppe" zu versenden). Es ist vielleicht etwas weniger persoenlicher, doch anders kaum zu schaffen. Ja, schreib auch mal gaanz persoenlich, aber Geduld ...Pole,Pole auf Kiswaheli.
Das Ankommen ist gelungen - schoen wie sich alles fuegte und passend fand.
Was ich nun so mache ? Naja, es ist hier eben alles Pole Pole - also langsam.
Normal beginnt der Tag morgens um fuenf mit Wecken (damit die Kinder was vom Tag haben). Wie es scheint muss ich dies Programm wohl nicht mitmachen - da ich schon aelter als die anderen Voluntaers bin.
Die Kinder haben keine Eltern, sie sind vom Staat zugewiesen. Es sind ganz normale Kinder, die irgendwann verstossen wurden oder weggelaufen sind. Die Not ist gross in Kenia , bei 40.000.000 Einwohnern und 40% Arbeitslose. Es sterben von 1000 Kindern 100..... bei uns in D. 2,6.
Gewoehnugsbeduerftig ist das Leben hier schon sehr- der hygienische Standard ist NICHTS fuer empfindliche Wesen :-). Gekocht wird auf Holzkohleoefen und fliessendes Wasser hat man , wenn man mit dem Becher aus dem Eimer schoepft und dies ueber die Hand giesst.
Auch die Erziehungsmethoden sind nicht zu vergleichen. Sehr einfach- doch es gibt viele Schulen. Alle Kinder tragen Schuluniformen- also mehr Kleidung die dann in jeder Schule gleich ist.
Und wenn, wie heute gesehen, am Strand hunderte Kinder als Schulunternehmung ans Meer gefahren wurden, dann sieht das nicht nur herrlich aus: Eigentlich wie bei uns- eben nur eben alles Menschen mit brauner Hautfarbe. :-) Es wurden die Kinder mit (Uralt-) Bussen hergefahren und stellen sich dann in Reih und Glied an um ihren Autoschwimmreifen zu bekommen. Es war eine GAudi die Kinder dann am Strand turbolent spielendund freudig zu erleben. Aufsicht? Tja, gab es ... irgendwo- aber es war nichts zu merken. Alle hatten Spass.
Also weggehen ist gut moeglich-ein Strassengefuehl wie bei uns ist nicht moeglich. Die Stadt ist voll, dauerndes Gehupe- Regeln gibt es, keiner haelt sich dran. Aber irgendwie doch, weil - es passiert wenig. Als Fussgaenger muss man sehr achtgeben!
Gefaehrlich ist es auch sonst in Kenia - besonders Abends nach 21Uhr sollte man als Europaer nicht das Haus verlassen. Und in so manchen Gegenden noch frueher. Der Abend kommt schnell- es gibt kaum Daemmerung. Um 19:00 ist es dunkel
Ja, ich werde sicher noch mehr Zeit haben mich umzusehen. Mal sehen was und wie.
Ja, die Zeit ist auch hier nicht anders - Noch immer so anfaenglich, da ist alles noch so voll und viel. Das Eingewoehnen braucht so seine Zeit. Zum Schreiben komme ich vor lauter neuen Eindruecken und im Mittendrin sein noch wenig . Muss erst mal alles gesehen habe, dann kommt das Verstanden haben und -seinwollen und dann die Verarbeitung und Besinnung. Zudem ist das Internet hier eine begehrte Institution..... . :-) Ja und es ist vieles so anders und sooooooo vieles, dass ich gar nicht recht weiss wo beginnen.
Wie gesagt, beim Einleben begegnet mir noch immer auch das : Es ist gewoehnungsbeduerftig, - andererseits binich sofort von den Kindern "adaptiert" - sie lassen mich nur kurz als fremd spueren.
Schau dir die Bilder an, die es so gibt in dem Blog.
http://thomoeg.blogspot.com/
Was ich durchaus vermisse ist die Ruhe die ich sonst ganz einfach hatte in meinem Haus ...... . Dauernd bin ich mittendrin und wenn ich mich zeige, wird mein Name gerufen und Kinder kommen und wollen etwas. Picture..., Picture..., Have you a game..., auf den Arm nehmen und so weiter. Besonders die Kleinen 3, 4 , 5 jaehrigen sind recht anhaenglich. Einfach so vertrauensvoll und knuffig.
Heute musste ich mal in Ruhe eine Mango essen, also hab ich sie geschnappt und bin vor das Tor gegangen (da duerfen keine Kinder hin, das heisst doch schon, aber sie muessen sich abmelden beim Soldier, das ist der Wachmann,da bleiben sie lieber drinnen.
Drinnen heist in dem Innenhof des Gelaendes. Es ist ca 40x20m gross. Will mich alsso hinsetzen und in Ruhe meine Mango essen... sitzen auf der Bank ein Mann und eine Frau. Setz mich einfach dazu. Klar beide sind sofort gleich freundlich und sprechen mich an. Das ist ja ueberhaupt so hier. Ich bin ein Mzungu, ein Fremder, ein Europaer. Wohin ich auch gehe, hundert Augenpaare sind auf mich gerichtet. Jede Geste wird beobachtet und wie oft ich die Hand, den Daumen gehoben habe um zu gruessen. Einfach so. Ich glaube, man kann sich an die Strasse stellen und einfach stehen, es wird keine 10 Minuten dauern und eine Traube Menschen ist um dich. Jeder moechte irgendetwas tun, jeder will was wissen, was haben. Auch Klauen ist natuerlich dabei.
Ach ja, ist mir nun auch schon passiert. Freitag in Mombasa. Hab von der Bank Geld abgehoben und keine 15 Minuten spaeter warich es los. Jemand hat die Situation ausgenutzt. Wahrscheinlich beim Bus einsteigen.- da ist immer ein rechtes Gedraenge und da ist es einfacher in den Rucksack zu greifen, weil man einfach nichts merkt.... .
Meine Geldkarten und das abgehobene Geld- neee wie aergerlich........... .
Klar war ich bei der Polizei- allerdings erst am Montag gestern also. Die haben dann alles brav aufgenommen und ich erhielt einen huebsch aussehenden Report.
Ich musste aufpassen, durfte ich doch nicht sagen wo ich wohne und schlafe - weil - ich habe ja nur einVisum und keine Arbeitsgenehmigung! Aber das interssierte letztlich auch niemanden. Also nur malsoerwaehnt, eine Arbeitsgestattung zu bekommen geht nur hier vor Ort und dauert schon mal Monate. Es sind schon Voluntaere von Baobab abgereist die ihre Bescheinigung nie erhielten, es wurde dann eben einfach der Name auf den Naechsten geaendert.
Die Polizistin, in wirklich schicker Uniform, war sehr freundlich und zum Schluss sagte sie ich koenne ja mal wiederkommen. Ich meinte, das will ich eher nicht, aber sie sagte, es koenne ja auch ruhig nur sein um mal zu gruessen. :-)
Also das Paar auf derBank und mein Ruhebeduerfnis ........... leztlich also sprachen wir dann doch die ganze Zeit und mit Ruhe wares dannauch wieder nix. .... . Es ging ueber Kenia und Geld und Deutschland und Geld und Leben und allgemein. Ich manschte nebenher meine Mango, hab aber nichts abgegeben.. Nööö, das wollte ich nicht - auch wenn es natuerlich unhoeflich ist- hier gibt man eben ab,wenn esauch ein Stueck glitschige Mango ist.
Na, wie es so ist, sie fragten nach Kindern und Frau und Arbeit. Sie wollte gerne nach Deutschland, Deutschland moegen anscheinend sehr viele hier.. ! und - welch Wunder, sie suchte jemand der sie unterstuetzt dort hin zu kommen. Nun, so geht es eben andauernd, sie kommen mit Vorstellungen die so schlicht und offen sind, meine Guete........ . Ich erzaehlte, dass nicht jeder der nach D. kommt auch bleiben kann. Das wir zwar viel Geld haben, aber genauso auch viel auch fuer Dinge ausgeben muessen. Sie erzaehlte noch, dass sie Zwillinge hat, die wurde sie Montag mal mitbringen, damit ich sie sehen kann. .......... Ach ja, es ist schon eine andere Mentalitaet die sie hier alle haben. Unbekuemmert und froh und einfach Einfach.
Wahrend ich zu speter Stunde (Mitternacht) hierschreibe und die Moskitos mit den Schultern vertreibe sitzt neben mir der Soldier Timothy und wartet auf ein Gespraech, ........ einfach weiter machen und bloss mit keinem Wort anfangen. Manno, soll er doch seine Runden gehen..... .
Ja, sonst geht es mir gut, mich wundert doch, dass ich hier noch immer fit und munter bin. Beobachte mich imer und denke, wenn ich dies esse, das bekommt mir sicher gaaaar nicht. Aber es passierte bisher nix... ..
Muss diese Woche die "Weekly-Reports" schreiben - da faellt dann mal etwas aus dem Alltag an, werde es dann auch hier einstellen.
Ueberall im Land liegt viel Dreck herum, einfach ALLES wird achtlos weggeworfen. Die Menschen scheint es nicht zu kuemmern, welchen Dreck sie ihrer Welt antun. Du kommst immer wieder mal bei einem Gang durch Mikindani an stinkenden, schwelenden Muellhaufen vorbei. Menschen leben in unmittelbarer Naehe und Huehner und Ziegen kratzen sich ihr Futter daheraus.
Darinnen leuchten sie heraus die Menschen - natuerlich ist bei vielen der Wunsch hier weg zu kommen. Aberwie ...... .
Immer wieder erstaunt es mich, dass hier so gut wie niemand mit schmutzigen Klamotten zu sehen ist. Wuerdest du nicht die staubigdreckigen Strassen und erlotterten Haeuser sehen- du koenntest denken, Wow, eine vornehme Gesellschaft geht hier spazieren und traegt ihre Sonntagskleidung !
Bis hier also und erst mal
Tschues ....
Thomas
Ich sende hier mal eine Nachricht aus dem fernen Kenia. Da es hier nur einen Rechner mit kleiner Datenmenge gibt - schafft er es nicht das Bild schnell aufzubauen und es daaaaaaauert alles. Zudem kann ich hier im Buero nicht so oft ins Netz. - Daher hab ich mich entschlossen wenn ich Mails schreibe, dann an alle in einer "Gruppe" zu versenden). Es ist vielleicht etwas weniger persoenlicher, doch anders kaum zu schaffen. Ja, schreib auch mal gaanz persoenlich, aber Geduld ...Pole,Pole auf Kiswaheli.
Das Ankommen ist gelungen - schoen wie sich alles fuegte und passend fand.
Was ich nun so mache ? Naja, es ist hier eben alles Pole Pole - also langsam.
Normal beginnt der Tag morgens um fuenf mit Wecken (damit die Kinder was vom Tag haben). Wie es scheint muss ich dies Programm wohl nicht mitmachen - da ich schon aelter als die anderen Voluntaers bin.
Die Kinder haben keine Eltern, sie sind vom Staat zugewiesen. Es sind ganz normale Kinder, die irgendwann verstossen wurden oder weggelaufen sind. Die Not ist gross in Kenia , bei 40.000.000 Einwohnern und 40% Arbeitslose. Es sterben von 1000 Kindern 100..... bei uns in D. 2,6.
Gewoehnugsbeduerftig ist das Leben hier schon sehr- der hygienische Standard ist NICHTS fuer empfindliche Wesen :-). Gekocht wird auf Holzkohleoefen und fliessendes Wasser hat man , wenn man mit dem Becher aus dem Eimer schoepft und dies ueber die Hand giesst.
Auch die Erziehungsmethoden sind nicht zu vergleichen. Sehr einfach- doch es gibt viele Schulen. Alle Kinder tragen Schuluniformen- also mehr Kleidung die dann in jeder Schule gleich ist.
Und wenn, wie heute gesehen, am Strand hunderte Kinder als Schulunternehmung ans Meer gefahren wurden, dann sieht das nicht nur herrlich aus: Eigentlich wie bei uns- eben nur eben alles Menschen mit brauner Hautfarbe. :-) Es wurden die Kinder mit (Uralt-) Bussen hergefahren und stellen sich dann in Reih und Glied an um ihren Autoschwimmreifen zu bekommen. Es war eine GAudi die Kinder dann am Strand turbolent spielendund freudig zu erleben. Aufsicht? Tja, gab es ... irgendwo- aber es war nichts zu merken. Alle hatten Spass.
Also weggehen ist gut moeglich-ein Strassengefuehl wie bei uns ist nicht moeglich. Die Stadt ist voll, dauerndes Gehupe- Regeln gibt es, keiner haelt sich dran. Aber irgendwie doch, weil - es passiert wenig. Als Fussgaenger muss man sehr achtgeben!
Gefaehrlich ist es auch sonst in Kenia - besonders Abends nach 21Uhr sollte man als Europaer nicht das Haus verlassen. Und in so manchen Gegenden noch frueher. Der Abend kommt schnell- es gibt kaum Daemmerung. Um 19:00 ist es dunkel
Ja, ich werde sicher noch mehr Zeit haben mich umzusehen. Mal sehen was und wie.
Ja, die Zeit ist auch hier nicht anders - Noch immer so anfaenglich, da ist alles noch so voll und viel. Das Eingewoehnen braucht so seine Zeit. Zum Schreiben komme ich vor lauter neuen Eindruecken und im Mittendrin sein noch wenig . Muss erst mal alles gesehen habe, dann kommt das Verstanden haben und -seinwollen und dann die Verarbeitung und Besinnung. Zudem ist das Internet hier eine begehrte Institution..... . :-) Ja und es ist vieles so anders und sooooooo vieles, dass ich gar nicht recht weiss wo beginnen.
Wie gesagt, beim Einleben begegnet mir noch immer auch das : Es ist gewoehnungsbeduerftig, - andererseits binich sofort von den Kindern "adaptiert" - sie lassen mich nur kurz als fremd spueren.
Schau dir die Bilder an, die es so gibt in dem Blog.
http://thomoeg.blogspot.com/
Was ich durchaus vermisse ist die Ruhe die ich sonst ganz einfach hatte in meinem Haus ...... . Dauernd bin ich mittendrin und wenn ich mich zeige, wird mein Name gerufen und Kinder kommen und wollen etwas. Picture..., Picture..., Have you a game..., auf den Arm nehmen und so weiter. Besonders die Kleinen 3, 4 , 5 jaehrigen sind recht anhaenglich. Einfach so vertrauensvoll und knuffig.
Heute musste ich mal in Ruhe eine Mango essen, also hab ich sie geschnappt und bin vor das Tor gegangen (da duerfen keine Kinder hin, das heisst doch schon, aber sie muessen sich abmelden beim Soldier, das ist der Wachmann,da bleiben sie lieber drinnen.
Drinnen heist in dem Innenhof des Gelaendes. Es ist ca 40x20m gross. Will mich alsso hinsetzen und in Ruhe meine Mango essen... sitzen auf der Bank ein Mann und eine Frau. Setz mich einfach dazu. Klar beide sind sofort gleich freundlich und sprechen mich an. Das ist ja ueberhaupt so hier. Ich bin ein Mzungu, ein Fremder, ein Europaer. Wohin ich auch gehe, hundert Augenpaare sind auf mich gerichtet. Jede Geste wird beobachtet und wie oft ich die Hand, den Daumen gehoben habe um zu gruessen. Einfach so. Ich glaube, man kann sich an die Strasse stellen und einfach stehen, es wird keine 10 Minuten dauern und eine Traube Menschen ist um dich. Jeder moechte irgendetwas tun, jeder will was wissen, was haben. Auch Klauen ist natuerlich dabei.
Ach ja, ist mir nun auch schon passiert. Freitag in Mombasa. Hab von der Bank Geld abgehoben und keine 15 Minuten spaeter warich es los. Jemand hat die Situation ausgenutzt. Wahrscheinlich beim Bus einsteigen.- da ist immer ein rechtes Gedraenge und da ist es einfacher in den Rucksack zu greifen, weil man einfach nichts merkt.... .
Meine Geldkarten und das abgehobene Geld- neee wie aergerlich........... .
Klar war ich bei der Polizei- allerdings erst am Montag gestern also. Die haben dann alles brav aufgenommen und ich erhielt einen huebsch aussehenden Report.
Ich musste aufpassen, durfte ich doch nicht sagen wo ich wohne und schlafe - weil - ich habe ja nur einVisum und keine Arbeitsgenehmigung! Aber das interssierte letztlich auch niemanden. Also nur malsoerwaehnt, eine Arbeitsgestattung zu bekommen geht nur hier vor Ort und dauert schon mal Monate. Es sind schon Voluntaere von Baobab abgereist die ihre Bescheinigung nie erhielten, es wurde dann eben einfach der Name auf den Naechsten geaendert.
Die Polizistin, in wirklich schicker Uniform, war sehr freundlich und zum Schluss sagte sie ich koenne ja mal wiederkommen. Ich meinte, das will ich eher nicht, aber sie sagte, es koenne ja auch ruhig nur sein um mal zu gruessen. :-)
Also das Paar auf derBank und mein Ruhebeduerfnis ........... leztlich also sprachen wir dann doch die ganze Zeit und mit Ruhe wares dannauch wieder nix. .... . Es ging ueber Kenia und Geld und Deutschland und Geld und Leben und allgemein. Ich manschte nebenher meine Mango, hab aber nichts abgegeben.. Nööö, das wollte ich nicht - auch wenn es natuerlich unhoeflich ist- hier gibt man eben ab,wenn esauch ein Stueck glitschige Mango ist.
Na, wie es so ist, sie fragten nach Kindern und Frau und Arbeit. Sie wollte gerne nach Deutschland, Deutschland moegen anscheinend sehr viele hier.. ! und - welch Wunder, sie suchte jemand der sie unterstuetzt dort hin zu kommen. Nun, so geht es eben andauernd, sie kommen mit Vorstellungen die so schlicht und offen sind, meine Guete........ . Ich erzaehlte, dass nicht jeder der nach D. kommt auch bleiben kann. Das wir zwar viel Geld haben, aber genauso auch viel auch fuer Dinge ausgeben muessen. Sie erzaehlte noch, dass sie Zwillinge hat, die wurde sie Montag mal mitbringen, damit ich sie sehen kann. .......... Ach ja, es ist schon eine andere Mentalitaet die sie hier alle haben. Unbekuemmert und froh und einfach Einfach.
Wahrend ich zu speter Stunde (Mitternacht) hierschreibe und die Moskitos mit den Schultern vertreibe sitzt neben mir der Soldier Timothy und wartet auf ein Gespraech, ........ einfach weiter machen und bloss mit keinem Wort anfangen. Manno, soll er doch seine Runden gehen..... .
Ja, sonst geht es mir gut, mich wundert doch, dass ich hier noch immer fit und munter bin. Beobachte mich imer und denke, wenn ich dies esse, das bekommt mir sicher gaaaar nicht. Aber es passierte bisher nix... ..
Muss diese Woche die "Weekly-Reports" schreiben - da faellt dann mal etwas aus dem Alltag an, werde es dann auch hier einstellen.
Ueberall im Land liegt viel Dreck herum, einfach ALLES wird achtlos weggeworfen. Die Menschen scheint es nicht zu kuemmern, welchen Dreck sie ihrer Welt antun. Du kommst immer wieder mal bei einem Gang durch Mikindani an stinkenden, schwelenden Muellhaufen vorbei. Menschen leben in unmittelbarer Naehe und Huehner und Ziegen kratzen sich ihr Futter daheraus.
Darinnen leuchten sie heraus die Menschen - natuerlich ist bei vielen der Wunsch hier weg zu kommen. Aberwie ...... .
Immer wieder erstaunt es mich, dass hier so gut wie niemand mit schmutzigen Klamotten zu sehen ist. Wuerdest du nicht die staubigdreckigen Strassen und erlotterten Haeuser sehen- du koenntest denken, Wow, eine vornehme Gesellschaft geht hier spazieren und traegt ihre Sonntagskleidung !
Bis hier also und erst mal
Tschues ....
Thomas
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