Bericht aus Baobab
Montag 07.09.09
Wecken ab 5:00. Die Kinder gehen in die Schule -ab 6:30 ist Schulbeginn.
Da ich ein Mzee bin und schwere aufstehen kann..... bleib ich immer bis mindestens um 6 im Bett.
Staffmeeting heute etwas kürzer. Heute ohne Morris.
Anschließend war Zeit mit Stanley um draußen zu spielen und ihn beschäftigen. Ich ging mit Paulo zum Tischler. Dort war er sehr fasziniert von der Tätigkeit. Ich bestellte für mein Zimmer einen kleinen Tisch mit Ablage (mein Tisch ist zu niedrig um daran zu Arbeiten). Paulo schlief bis 9:00. Er geht zu spät schlafen! Die Aktivität und der Lärm der großen Jungen verhindert ein frühes Schlafen. Es war dann freier Nachmittag den ich in der Stadt verbrachte. Kam erst nach dem Dinner wieder. Abends Zeit mit Kindern. Scheinbar herrscht Verstimmung über die Sache mit dem PC (Nutzung von "unberechtigten Seiten"). Mwanzia weicht aus, spricht nicht mit mir.
Dienstag 08. Sept.
Wecken zu normaler Zeit – wieder schwer für mich aufzustehen. Served Frühstück Paulo zur Schule gebracht. Die Lehrerin benötigt Fee. Außerdem soll Paulo mitbringen: Tasche, Stifte und farbige Stifte. Ich versprach es morgen zu bringen. Staffmeeting mit divers. Themen:: 1ter Schultag für Stanley, Paulo: Er war nicht dort, weil Dinge wichtige fehlen. Wir kamen dabei auf das Thema: Das Casino hat nicht geliefert....... Weitere Themen: Es fehlen 20 Glühbirnen. Der Verbrauch von Lebensmitteln durch die Ramadan Leute. Das Meeeting endete ohne wirkliches Ende, plötzlich wurde Kishuaeli gesprochen, einige Teilnehmer verliessen den Raum, Morris war nicht dabei Es war freie Zeit Nachmittag
Mittwoch 09. Sept. 09
Um 6:15 aufgestanden. Zusammen mit Mwajuma und Dorica besuchte ich die Familie von Salim von ca. 10:00 bis 15:30. Gab Spiel an die Kinder: Ein Ballspiel, zwei Schalen aus Kunststoff auf der Innenseite mit Klettverschluss-. Damit konnte man einen Ball fangen. Die Regel: Das Spiel gibt es nur gegen ein „Pfand“ an einen Jungen, der die Verantwortung für das Spiel übernimmt. Die Person gibt MIR das Spiel zurück und bekommt sein Pfand zurück. Die Kinder waren erst verwirrt, dann aber funktionierte wunderbar. Diskussion mit Patel und Shem (sie Kletterten auf den Balkon )-
Donnerstag 10.09.09
Aufstehen 6:00, Ruhiger Morgen. Habe Paulo und Stanley geduscht, ihnen Frühstück gegeben. Beide vorbereitet für die Schule. Staffmeeting heute um 8:30. Zeit fuer Reports und schreiben und lesen. Mittags ca. 13:15 tauchten Besucher auf - vom Immigration Office. Sie fragten direkt nach mir. Es ging um die „Working permission“. Sie nahmen meinen Pass mit. Ich musste um 15:00 dort erscheinen. Morris kam mit. Montag soll ich wieder dort erscheinen! Knifflige Situation. Abends ca. 19:20 Abendessen, danach noch Berichte geschrieben und dann etwas frueher ins Bett gegangen.
Freitag 11.9.09
Aufstehen 6:00, Ruhiger Morgen. Habe Paulo und Stanley geduscht, ihnen Frühstück gegeben. Beide vorbereitet für die Schule. Staffmeeting 8:40, Bennedette, Dorica, Georg, Jabali, Patrick, Thomas Weil alle Kinder weg waren, gab es auch nur die grosse Stille, was tun?? Ich ging nach Mikindani, besuchte den Schreiner. Er baut einen kleinen Tisch für mein Zimmer. Nach dem Mittag hatte ich frei. Am Abend brachte ich Spiele für die Kinder mit. Für Paulo und Stanley einen Rucksack für die Schule. Die Jungen begrüßten mich damit, dass kein Wasser da sei. Sie haben Durst, ob ich etwas von meinem Wasser geben kann. Ich beschloss 20 Liter Wasser in Mikindani zu kaufen.
Samstag 12.9.09
Der Morgen verlief ruhig und friedlich. Meeting Bennedette, Dorica, Georg, Jabali, Patrick, Thomas, Kereen, Patrick, Morris und mit Solomon (kommt extra aus Nairobi) angesetzt um 9:00, Beginn 10:25 (wg. Klärung mit Emigration Office) Briefs: Es geht um versch. Themen / Probleme: Fehlende Socken – sollen besorgt werden, Kein Wasse!r- Lösung gesucht, Bericht Besuch Hospital Shem und sein Status mit Lebensmitteln. Ansprache von Solomon, Bis 1ten Oktober muss jeder seine Berichte aktualisieren – es gibt wohl eine Prüfung der Buchhaltung. Vorgaben: Professionellere Arbeit, Ziele geben und umsetzen, höhere Verantwortungsübernahme, Nachfragen von Staffs. Themen die für sie wichtig sind. Dann nur Meeting mit Staffs. Lunch served und Mittags Freie Zeit der Kinder. 15:15 kommt der Wassertankwagen. Alles wird gefüllt. Es ist eine Spende der Wasserkompanie zu sein. Große Freude bei allen- denn wir sitzen buchstäblich auf dem Trockenen... .
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Gott lenkt, der Mensch denkt. Schaut was der Mensch tut, dann siehst du ob Gott anwesend ist. Die Auswirkung ist entscheidend, nicht was man tun wollte.
Samstag, 12. September 2009
Freitag, 11. September 2009
Umstände, Zustände, Korruption...?
Hallo ,
Dies hier ist entstanden aus einem Antwortschreiben an einen früheren Volontär.
Sie hat mich - als Kennerin der Situation hier vor Ort - nach meinem Befinden gefragt....
Nun, ich bin mit meinem Befinden hier erstaunlich gut dran und gesund und munter auch. Hab hier noch nix groesseres an "Kranksein" abbekommen.
Das andere sind die "Umstaende" die hier eben so sind wie sie sind. Oder sein sollen, oder sollten es andere sein? Das weiss ich ja nicht wie es denn sein sollte. Ich bin nur eine kurze Zeit im Leben von Baobab und dem Programm dabei.
Ich habe meine Reports in Deutsch UND in Englisch geschrieben, das schien aber irgend wie nicht richtig- Tabea (EX-Volontär) bat mich nur auf Englisch zu schreiben .... Hmmm, ja, mir hat es auch niemand gesagt, wie es denn genau sein sollte! Von mir aus betrachtet berichte ich hier nicht nur fuer die Staffs!!! sondern insbesondere fuer die deutschen Menschen die das Projekt finanzieren.
Ansonsten machen diese WeeklyReports fuer mich wenig Sinn. Es sei denn es gibt ein Misstrauen, was zu aber zu bestehen scheint, denn ansonsten koennen alle doch lesen was da steht. Alles ist möglichst satzgenau uebersetzt. Die Übersetzung ins Englische kostet mich viel Zeit und ich kann mich eben besser in Deutsch ausdruecken.
Denke: Wir sitzen fuer den Austausch von Fragen und von Problemen in dem Staffmeeting! Allerdings: Was da besprochen wird und dann auch tatsechlich umgesetzt wird und wie, hmmm. Ich staune auch hier ueber manche Einfachheit.. .
So ergibt sich aus den Erlebnissen, den Erwartungen und der Realitaet schon ein buntes Bild von Stimmungen. Ich koennte auch sagen, das Sein bestimmt das Bewusstsein- auch meines.
Ich hab mir sehr klar gemacht, dass die Menschen hier halt SO aufgewachsen sind. So wie sie sind, sind sie und ihr Bewusstsein daher auch - es ist eben so wie es ist. Einfach unbekuemmert, eine flexible Hingabe an das Unveränderliche, eine Strategie die auf Ueberleben und das Notwendigste ausgerichtet ist.
Ich wundere mich ueber den Aufwand der in verschiedenen Bereichen betrieben wird. Gibt so ein paar klitzekleine Stellen, da bin ich doch auch in gewissem Masse erstaunt, zum Beispiel ueber diese Dinge:
Essensreste, die ueberall zu finden sind, und die jeden Tag weg zu fegen sind.
Sehe mit mulmige Gefuehl die kleinen und großen Kakerlaken in den Kisten der Kinder krabbeln - und es interessiert nicht gross. Auch der Frosch der 2 Wochen im (Trink-) Wassertank herumschwomm (und NIE mal eine Pause auf festem Boden machen konnte...) es war eben so! Ja, es fand keiner gut, aber ihn rausholen??? Nun, ich hab es dann selber gemacht und ihn in den Trench gesetzt.
Dass der Muell einfach so fallen gelassen wird wo er gerade entsteht, und liegen bleibt bis zum Cleaning. Oder im Trench so viel ist und jemand (mitunter mit Geschrei) die Kinder dazu bringt ihn zu reinigen.
Ich wundere mich ueber die Distanz der Staffs zu den Kindern. So vorbildliche Haltung und zeigen wie es geht, mit hineingehen in Situationen, spielen... gibt es hier anscheinend nicht als paedagogische Massgabe. Hab mal im Staffmeeting nachgefragt nach einer Aufgabenbeschreibung der Staffs. Ich wuerde gerne wissen, wer was zu tun hat und wann. Es gab aber nur stille Antworten. Also es scheint soetwas nicht zu geben.
Ein Hinweis gab es, es gäbe Berichte zu den einzelnene Kindern und ihr Leben. Doch wo ich die finde, das weiss ich noch nicht.
Ich staune ueber die laessige Art der Arbeit, ueber die Unorganisiertheit und die anscheinend so grosse Schwere selbst einfache Dinge zu loesen. Es gibt Zeit zum Herumsitzen und DA-SEIN, doch irgendwie erscheint mir das wenig arbeitsvoll. Die Arbeit machen die Kinder. Wenn was nicht klappt, wird der Kommandoton angesetzt und mehr oder weniger angeordnet was gemacht wird.
Im Staffmeeting wurde beschlossen, das es waehrend des Essens kein TV gibt. Erstaunt bin ich dann, wenn aber ein Staff den Kinder NICHT ansagt den Fernseher abzuschalten, sondern auf mein Nachfragen meint, ich koenne es ja machen... . Das hab ich dannauch und zog mir natuerlich prompt den Ärger der Kinder zu.
Was dann doch auch vorkommt.... Jedenfalls war ich eines Tages doch einigermassen erstaunt in dem gespeicherten "Verlauf" des PC eines Tages reihenweise Pages zu sehen, die ueber diverse Sexseitenbesuche kuenden.
Auch, sas ich ein Kind am zweiten Schultag in die Schule bringen soll, dort die Lehrerin mir sagt, dass ich das Schulgeld bringen soll. Ich ihr sag, gut Morgen, okay? und ich mir dann im Staffmeeting anhoeren darf, das ich doch besser solche Zusagen nicht tun koenne (also lieber das Kind wieder mitnehmen??).
Auch, dass seit vier Wochen bekannt ist, dass Schule ist,aber am ersten Schultag ihres Lebens koennen die beiden Kinder Paulo und Satnley nicht gehen,weil Socken fehlen..... und Hefte. Und keine Stifte ....... und ein Schuh, und auch eine Tasche.
Bestaunt habe ich auch das System den Gluehbirnen, wenn ein fehlt (zur Zeit sind uebrigens ca. 20 Lampen ohne Gluehbirne)...., dann wird sie eben woanders geholt und spaeter dann (eventuell) wieder dort eingedreht. Spassig war es als der Store kein Licht hatte, na, da war immer ein Andrang wenn es Abends zum serven ging. Den im Dunkeln liess es sich leichter "umsehen" und ungesehen etwas ueberfluessiges abstauben.
Ab und zu gehe ich auch an den Kuehlschrank. An die Ameisen die ab und an in Massen hineinkommen hab ich mich gewoehnt, die Tuete kann man ja fest schliessen... was ich wirklich amuesant finde ist die Tatsache dass die Tueten mit dem Brot immer nass sind. Das Ding kuehlt nicht richtig, ist undicht, schimmelig, dreckig und rostig) und wenn ich serve und sie im Arm habe, dann ist mein Shirt schoen durchnaesst - na hab ich gleich 'ne kleine Erfrischung.
Ich bewundere die Geduld von Koch und Kindern mit einem Messer wahrer Groesse zu hantieren (mit einem solchen koennte ich in Deutschland eine Moehre durchhacken, aber keine Kartoffel schaelen). Hab daher ineinem Secondhandshop drei kleine scharfe Messer gekauft, die jetzt ausgeliehen werden bei mir- auch vom Koch.
Ein Wunder scheint es mir, das solche Dinge wie die Knoblauchpresse und das Schneidbrett (bei einem fehlen zwei Fuesse) nicht als Durchfallausloeser fungieren, ja, in Deutschland sind diese Dinge ja verboten,aber ich sehe ja, es kann gehen!
Ich bewundere die unerschuetterliche Ruhe der Kenianer dies alles als normal hinzunehmen. Das mit den Fingern essen und gleichzeitig ihre Schulhefte zu durchblättern.
Ich geniesse es, wenn die Kinder ueber das Alter meines kleinen Kofferradios staunen. WAS ? 20 Jahre soll das Ding alt sein- gibt es das denn??
Daher kann ich so kleine eigene Noete auch hintanstellen, zum Beispiel das mir am erste Tag gesagt wurde, dass ich noch ein Moskitonetz in das offene Fenster meiner Zimmertuer bekomme.
Jaja, es gäbe auch weiteres, doch ich find es ja auch nicht gut so unverblümt zu berichten. Die anderen Dingewürde ich gerne noch aufschreiben.... .
Hab bis hier geschrieben und Pause gemacht.
Hier die neuesten Nachrichten: Freitag Mittag gegen ca. 13:15 tauchten Besucher auf – sie waren vom Emigration Office! Sie fragten direkt nach mir, wussten meinen Namen. Es ging um die "Work permission". Sie nahmen meinen Pass mit. Ich musste um 15:00 dort erscheinen. Morris kam mit.Nachdem er vorher mit Solomon und einem Anwalt noch Absprachen getroffen hat.
Also fanden wir uns in dem Büro wieder. Der Officier war pikanterweise ein Studienfreund von Morris- vielleicht gereicht uns das noch zum Vorteil....??!! Nun, jedenfalls ließ der durchblicken, dass er auf einen Hinweis von hoher Stelle diese Überprüfung vorgenommen hat. (Ich vermute mal, dass dies NUR von der Polizei kommen kann. Da war ich ja zweimal, weil ich bestohlen wurde. NUR dort habe ich meinen Namen hinterlassen!) Er ließ uns wissen, das aufgrund kenianischer Bestimmungen keiner hier arbeiten dürfe der nur ein Touristenvisum besitzt. Ich hätte nur diese und würde in Baobab arbeiten. Dann las er die Gesetzeslage aus einem bereits morschen Buch vor. Also, danach zu urteilen was da steht, muss er mich arresten oder ich muss den nächsten Tag abfliegen!........................... .
Zu Morris gewandt, fing er auch an zu drohen und signaliserte ihm, dass er auch ihn arresten können würde, weil er schliesslich als Manager dafuer zu sorgen hat, dass diese "Work permission" vorliegt. Nun, so wurde dann verhandelt. Ich hatte nicht viel zu melden. Schliesslich musste Morris noch zu dem Headmaster und von dort kam die Weisung: Montag soll ich wieder dort erscheinen! Dann wird geklärt was passiert. Knifflige Situation, oder??
Mit Morris, hab ich im Nachgespraech verschiedenes bewegt.
Er meinte es gäbe nun drei Optionen:
Ausweisung
Cash mit hoher Summe und weiterarbeiten
Sie akzeptiern den begonnenen Prozess der Beantragung der Arbeitsbescheinung und Speziellem Visum und es geht gut aus...... . (dieser Punkt meint eigentlich: Korruption....)
Klar ist, das eine solche Situation durchaus eine Bedrohung für alle sein koennte – Baobab und Volontäre.
Morris meinte zu der Workpermission, dass wir Deutschen doch schon vorbereitet kämen. Ich machte ihm klar, dass es "irgendwie schon gewusst war, aber wie es letztlich hier dann läuft wussten wir alle nicht.Ich denke: Es MUSS in Zukunft schon in Deutschland klar sein, schriftlich klar sein, was die Voluntäre mitzubringen haben!
Nun stehe ich mit dem Ganzen etwas ratlos da. Bin bewegt und auch etwas geschockt auch. Was tun ??????? Wer zahlt denn das eigentlich alles?
Ich wurde in Kenia zweimal beklaut. Das war der Grund meiner Polizeibesuche um dort Report zu geben - notwendig für meine Versicherungen in Deutschland. Bei der Polizei wurde ein Protokoll geschrieben, klar, den Pass vorlegen und Namen aufschreiben, fragend wird weiter nachgeforscht.
Wie nun das Emigration Office an meinen Namen gekommen ist, muss sich jeder selber denken. Zu guter Letzt werde ich also aufgrund von WAS????? eventuell ausgesondert, weggeflogen, fuehle mich da etwas bestraft für etwas was ich NICHT habe ändern können!!!
Alles andere, zu einem anderen Zeitpunkt. Stellt gerne Fragen!
Dies hier ist entstanden aus einem Antwortschreiben an einen früheren Volontär.
Sie hat mich - als Kennerin der Situation hier vor Ort - nach meinem Befinden gefragt....
Nun, ich bin mit meinem Befinden hier erstaunlich gut dran und gesund und munter auch. Hab hier noch nix groesseres an "Kranksein" abbekommen.
Das andere sind die "Umstaende" die hier eben so sind wie sie sind. Oder sein sollen, oder sollten es andere sein? Das weiss ich ja nicht wie es denn sein sollte. Ich bin nur eine kurze Zeit im Leben von Baobab und dem Programm dabei.
Ich habe meine Reports in Deutsch UND in Englisch geschrieben, das schien aber irgend wie nicht richtig- Tabea (EX-Volontär) bat mich nur auf Englisch zu schreiben .... Hmmm, ja, mir hat es auch niemand gesagt, wie es denn genau sein sollte! Von mir aus betrachtet berichte ich hier nicht nur fuer die Staffs!!! sondern insbesondere fuer die deutschen Menschen die das Projekt finanzieren.
Ansonsten machen diese WeeklyReports fuer mich wenig Sinn. Es sei denn es gibt ein Misstrauen, was zu aber zu bestehen scheint, denn ansonsten koennen alle doch lesen was da steht. Alles ist möglichst satzgenau uebersetzt. Die Übersetzung ins Englische kostet mich viel Zeit und ich kann mich eben besser in Deutsch ausdruecken.
Denke: Wir sitzen fuer den Austausch von Fragen und von Problemen in dem Staffmeeting! Allerdings: Was da besprochen wird und dann auch tatsechlich umgesetzt wird und wie, hmmm. Ich staune auch hier ueber manche Einfachheit.. .
So ergibt sich aus den Erlebnissen, den Erwartungen und der Realitaet schon ein buntes Bild von Stimmungen. Ich koennte auch sagen, das Sein bestimmt das Bewusstsein- auch meines.
Ich hab mir sehr klar gemacht, dass die Menschen hier halt SO aufgewachsen sind. So wie sie sind, sind sie und ihr Bewusstsein daher auch - es ist eben so wie es ist. Einfach unbekuemmert, eine flexible Hingabe an das Unveränderliche, eine Strategie die auf Ueberleben und das Notwendigste ausgerichtet ist.
Ich wundere mich ueber den Aufwand der in verschiedenen Bereichen betrieben wird. Gibt so ein paar klitzekleine Stellen, da bin ich doch auch in gewissem Masse erstaunt, zum Beispiel ueber diese Dinge:
Essensreste, die ueberall zu finden sind, und die jeden Tag weg zu fegen sind.
Sehe mit mulmige Gefuehl die kleinen und großen Kakerlaken in den Kisten der Kinder krabbeln - und es interessiert nicht gross. Auch der Frosch der 2 Wochen im (Trink-) Wassertank herumschwomm (und NIE mal eine Pause auf festem Boden machen konnte...) es war eben so! Ja, es fand keiner gut, aber ihn rausholen??? Nun, ich hab es dann selber gemacht und ihn in den Trench gesetzt.
Dass der Muell einfach so fallen gelassen wird wo er gerade entsteht, und liegen bleibt bis zum Cleaning. Oder im Trench so viel ist und jemand (mitunter mit Geschrei) die Kinder dazu bringt ihn zu reinigen.
Ich wundere mich ueber die Distanz der Staffs zu den Kindern. So vorbildliche Haltung und zeigen wie es geht, mit hineingehen in Situationen, spielen... gibt es hier anscheinend nicht als paedagogische Massgabe. Hab mal im Staffmeeting nachgefragt nach einer Aufgabenbeschreibung der Staffs. Ich wuerde gerne wissen, wer was zu tun hat und wann. Es gab aber nur stille Antworten. Also es scheint soetwas nicht zu geben.
Ein Hinweis gab es, es gäbe Berichte zu den einzelnene Kindern und ihr Leben. Doch wo ich die finde, das weiss ich noch nicht.
Ich staune ueber die laessige Art der Arbeit, ueber die Unorganisiertheit und die anscheinend so grosse Schwere selbst einfache Dinge zu loesen. Es gibt Zeit zum Herumsitzen und DA-SEIN, doch irgendwie erscheint mir das wenig arbeitsvoll. Die Arbeit machen die Kinder. Wenn was nicht klappt, wird der Kommandoton angesetzt und mehr oder weniger angeordnet was gemacht wird.
Im Staffmeeting wurde beschlossen, das es waehrend des Essens kein TV gibt. Erstaunt bin ich dann, wenn aber ein Staff den Kinder NICHT ansagt den Fernseher abzuschalten, sondern auf mein Nachfragen meint, ich koenne es ja machen... . Das hab ich dannauch und zog mir natuerlich prompt den Ärger der Kinder zu.
Was dann doch auch vorkommt.... Jedenfalls war ich eines Tages doch einigermassen erstaunt in dem gespeicherten "Verlauf" des PC eines Tages reihenweise Pages zu sehen, die ueber diverse Sexseitenbesuche kuenden.
Auch, sas ich ein Kind am zweiten Schultag in die Schule bringen soll, dort die Lehrerin mir sagt, dass ich das Schulgeld bringen soll. Ich ihr sag, gut Morgen, okay? und ich mir dann im Staffmeeting anhoeren darf, das ich doch besser solche Zusagen nicht tun koenne (also lieber das Kind wieder mitnehmen??).
Auch, dass seit vier Wochen bekannt ist, dass Schule ist,aber am ersten Schultag ihres Lebens koennen die beiden Kinder Paulo und Satnley nicht gehen,weil Socken fehlen..... und Hefte. Und keine Stifte ....... und ein Schuh, und auch eine Tasche.
Bestaunt habe ich auch das System den Gluehbirnen, wenn ein fehlt (zur Zeit sind uebrigens ca. 20 Lampen ohne Gluehbirne)...., dann wird sie eben woanders geholt und spaeter dann (eventuell) wieder dort eingedreht. Spassig war es als der Store kein Licht hatte, na, da war immer ein Andrang wenn es Abends zum serven ging. Den im Dunkeln liess es sich leichter "umsehen" und ungesehen etwas ueberfluessiges abstauben.
Ab und zu gehe ich auch an den Kuehlschrank. An die Ameisen die ab und an in Massen hineinkommen hab ich mich gewoehnt, die Tuete kann man ja fest schliessen... was ich wirklich amuesant finde ist die Tatsache dass die Tueten mit dem Brot immer nass sind. Das Ding kuehlt nicht richtig, ist undicht, schimmelig, dreckig und rostig) und wenn ich serve und sie im Arm habe, dann ist mein Shirt schoen durchnaesst - na hab ich gleich 'ne kleine Erfrischung.
Ich bewundere die Geduld von Koch und Kindern mit einem Messer wahrer Groesse zu hantieren (mit einem solchen koennte ich in Deutschland eine Moehre durchhacken, aber keine Kartoffel schaelen). Hab daher ineinem Secondhandshop drei kleine scharfe Messer gekauft, die jetzt ausgeliehen werden bei mir- auch vom Koch.
Ein Wunder scheint es mir, das solche Dinge wie die Knoblauchpresse und das Schneidbrett (bei einem fehlen zwei Fuesse) nicht als Durchfallausloeser fungieren, ja, in Deutschland sind diese Dinge ja verboten,aber ich sehe ja, es kann gehen!
Ich bewundere die unerschuetterliche Ruhe der Kenianer dies alles als normal hinzunehmen. Das mit den Fingern essen und gleichzeitig ihre Schulhefte zu durchblättern.
Ich geniesse es, wenn die Kinder ueber das Alter meines kleinen Kofferradios staunen. WAS ? 20 Jahre soll das Ding alt sein- gibt es das denn??
Daher kann ich so kleine eigene Noete auch hintanstellen, zum Beispiel das mir am erste Tag gesagt wurde, dass ich noch ein Moskitonetz in das offene Fenster meiner Zimmertuer bekomme.
Jaja, es gäbe auch weiteres, doch ich find es ja auch nicht gut so unverblümt zu berichten. Die anderen Dingewürde ich gerne noch aufschreiben.... .
Hab bis hier geschrieben und Pause gemacht.
Hier die neuesten Nachrichten: Freitag Mittag gegen ca. 13:15 tauchten Besucher auf – sie waren vom Emigration Office! Sie fragten direkt nach mir, wussten meinen Namen. Es ging um die "Work permission". Sie nahmen meinen Pass mit. Ich musste um 15:00 dort erscheinen. Morris kam mit.Nachdem er vorher mit Solomon und einem Anwalt noch Absprachen getroffen hat.
Also fanden wir uns in dem Büro wieder. Der Officier war pikanterweise ein Studienfreund von Morris- vielleicht gereicht uns das noch zum Vorteil....??!! Nun, jedenfalls ließ der durchblicken, dass er auf einen Hinweis von hoher Stelle diese Überprüfung vorgenommen hat. (Ich vermute mal, dass dies NUR von der Polizei kommen kann. Da war ich ja zweimal, weil ich bestohlen wurde. NUR dort habe ich meinen Namen hinterlassen!) Er ließ uns wissen, das aufgrund kenianischer Bestimmungen keiner hier arbeiten dürfe der nur ein Touristenvisum besitzt. Ich hätte nur diese und würde in Baobab arbeiten. Dann las er die Gesetzeslage aus einem bereits morschen Buch vor. Also, danach zu urteilen was da steht, muss er mich arresten oder ich muss den nächsten Tag abfliegen!........................... .
Zu Morris gewandt, fing er auch an zu drohen und signaliserte ihm, dass er auch ihn arresten können würde, weil er schliesslich als Manager dafuer zu sorgen hat, dass diese "Work permission" vorliegt. Nun, so wurde dann verhandelt. Ich hatte nicht viel zu melden. Schliesslich musste Morris noch zu dem Headmaster und von dort kam die Weisung: Montag soll ich wieder dort erscheinen! Dann wird geklärt was passiert. Knifflige Situation, oder??
Mit Morris, hab ich im Nachgespraech verschiedenes bewegt.
Er meinte es gäbe nun drei Optionen:
Ausweisung
Cash mit hoher Summe und weiterarbeiten
Sie akzeptiern den begonnenen Prozess der Beantragung der Arbeitsbescheinung und Speziellem Visum und es geht gut aus...... . (dieser Punkt meint eigentlich: Korruption....)
Klar ist, das eine solche Situation durchaus eine Bedrohung für alle sein koennte – Baobab und Volontäre.
Morris meinte zu der Workpermission, dass wir Deutschen doch schon vorbereitet kämen. Ich machte ihm klar, dass es "irgendwie schon gewusst war, aber wie es letztlich hier dann läuft wussten wir alle nicht.Ich denke: Es MUSS in Zukunft schon in Deutschland klar sein, schriftlich klar sein, was die Voluntäre mitzubringen haben!
Nun stehe ich mit dem Ganzen etwas ratlos da. Bin bewegt und auch etwas geschockt auch. Was tun ??????? Wer zahlt denn das eigentlich alles?
Ich wurde in Kenia zweimal beklaut. Das war der Grund meiner Polizeibesuche um dort Report zu geben - notwendig für meine Versicherungen in Deutschland. Bei der Polizei wurde ein Protokoll geschrieben, klar, den Pass vorlegen und Namen aufschreiben, fragend wird weiter nachgeforscht.
Wie nun das Emigration Office an meinen Namen gekommen ist, muss sich jeder selber denken. Zu guter Letzt werde ich also aufgrund von WAS????? eventuell ausgesondert, weggeflogen, fuehle mich da etwas bestraft für etwas was ich NICHT habe ändern können!!!
Alles andere, zu einem anderen Zeitpunkt. Stellt gerne Fragen!
Labels:
12 Korruption...,
Umstände,
Zustände
Donnerstag, 10. September 2009
Wochenüberblick Montag 31.8. -Sonntag 6.9.09
Montag 31.8.09
Wecken zu normaler Zeit. Es gab Diskussionen um Ämter und Aufgaben. Die kinder tauschen untereinander und beim Wecken nennen sie Gründe. So schlafen sie denn einfach länger. Einige sehr lang! Das Fruestueck wird entsprechend spät. Salim fragt nach Pflaster für seine Wunde. Da wir Voluntäre keines mehr haben und kein Neues gekauft werden konnte, gibt es keines. Nach dem Staffmeeting (dauerte lange) war wenig Zeit mit den Kindern draussen zu sein und zu sprechen. Es war dann mein freier Nachmittag. Am Abend haben wir Dinner serviert.
Dienstag 1. Sept.
Salim fragt mich ob ich mit ihm zum Hospital gehen will. Die Wunde an seiner Hand kommt nicht zur Ruhe, scheinbar ist ein Stueck der Wundnaht noch unter der Haut. Heute endlich habe ich die Erlaubnis einige Kleinigkeiten für die ERSTE HILFE zu kaufen (Pflaster, Gaze und Tape). Nach dem Staffmeeting sind Kereen, deren Freundin und ich zum Soldier Patrick gefahren.Er hat uns eingeladen und seine Frau kocht für uns. An dem Nachmittag, wir kamen vom Strand hoch zum Matatu, wurde mir die Kamera gestohlen. Dann bin ich noch kurz in die Satdt gefahren um Geld für die Work-Permission zu holen (kostet 12500 KSh). Es gab ein Problem mit der Karte und so war es umsonst.
Mittwoch 2.Sept. 09
Morgens beim Wecken unterstuetzt. Habe Gespräch mit George gehabt. Es ging um den Umgang beim Wecken, Sowie um die Möglichkeiten der Kinder tatsächlich zu erkennen was sie in ihrer Lebenssituation verbessern können : --> Patel schlief auf unbezogener, alter Matratze auf dem Boden. Shem mit ungewaschen Fuessen im Bett. Das Zimmer ist unordentlich, sie liegen angezogen, ohne Laken im Bett. Gegen 15:00 durfte ich feststellen, dass die vermisste Seife wieder an ihrem Platz lag! Am Nachmittag fuhr ich in die Stadt um den Bericht bei der Polizei zu machen (wg. Kamera) Auch heute wieder die Medizin für Paulo gegegeben (alle anderen Tage zuvor auch). Es wird allmählich besser mit seiner "Skin Desease", er juckt sich kaum noch.
Donnerstag 4.09.09
Heute wieder wecken um 7 Uhr. Kinder wieder spät aufgestanden, sehr müde ! Sie gehen ja auch spät ins Bett. Es ist ärgerlich, dass anscheinend alles nur mit Druck geht... . Frühstueck served, anscheinend Staffmeeting. Aus dem Bad oben werden die Eimer ohne zu Fragen weggeholt- es gibt zu wenig Eimer.... ! Alle werden inzwischen überall benutzt: Im Bad, in der Küche, zum Wischen, zum Waschen! Habe angeragt neue zu kaufen und nach Fraben getrennt zu nutzen. Das Erste wird überprüft ob es sich realisieren lässt und im Budget ist (George fragt Morris) das zweiter fand noch keine Antwort.
Freitag 4.9.09
Heute war ein Fundi für den PC da (eine Frau). Sie checkte alles und wollte einen PC mit in die Werkstatt nehmen. Aus mir unbekannten Gruenden sollte sie das dann aber nicht tun. Mein freier Nachmittag war heute. Habe zwei Tueten mit Spielsachen und Bilder zum verschoenern der Kinderzimmer gekauft. Habe Shem angeregt sein Zimmer aufzuräumen und mit ihm dann ein von ihm ausgesuchtes Bild aufgehängt. Die anderen Kinder wollten auch eines... . Hab drei Messer aus der Stadt mitgebracht, die Jungen schneiden mit einem voellig stumpfen Messer. Einen Griff hat esauch nicht. Na, so passiert dann wohl nichts. Jedenfalls muessen sie mir die Messer nach Gebrauch zurueck geben. So koennen sie ueben die Dinge an ihren Platz zu bringen. Ich habe den Eindruck, dies bringt ihnen keiner bei. Jedenfalls nicht mit einer Nachhaltigkeit. Ob es reicht dies nur einzufordern? oder muesste dann das Vorbild dies ebenso tun?? Es gibt die Regel, ja, aber esgibt hier auch sehr viel Gleichmut, um nicht zu sagen Gleichgueltigkeit. Das Stichwort heisst Flexibel. Was nicht klappt, damuss man Flexibel sein. Am Abend lange Gespräche mit den grossen Jungs ueber meinen Aushang und die Folgen. Wie sehen die Kinder aus ihrer Sicht was es bedeutet etwas weg zu nehmen und geliehenes nicht zurück zu geben? Noch sehr spaet (23:00) tönen aus dem Flurbereich noch laute Stimmen und Radiomusik. Die Kinder die Ramadhan ""feiern" sind bis spät aktiv. Es gibt Diskussionen über das nächliche Treiben. Die Töpfe bleiben dreckig stehen und überall sind Essensreste zu finden. Eine andere Diskussion ging um das Thema Bücherei für Kinder. Einige Kinder beschwerten sich, dass es wohl mal eine kleine Bücherei eingerichtet werden sollte, aber nie stattfand. Ich soll dies doch bitte ins Meeting einbringen!
Samstag 5.9.09
Veri und Timothy wecken. Ich fuehlte mich total uebermuedet und durfte ausschlafen. Was fuer ein laaaaaaanges Wecken heute!! Das Fruestueck wurde ein Spaetstueck, 10:15.. Irgendwie wollten die Kinder ihre Ferien noch geniessen! Jedenfall war es dann doch stressig, denn Lunch muste ja gleich gekocht werden. Keine besonders gute Stimmung auf dem Compound. Kinder hingen rum und wussten nichts mit sich anzufangen. Lunch servert. Einige Boys wollten den TV -Raum nicht verlassen und den Film weiter gucken. Sie meinten sie haben Ramadan und dann gilt fuer sie die Regel nicht..... . In Absprache mit Bennedette beendet ich die Session - hab natuerlich Proteste der Kinder geerntet. Nach dem Essen legt ich die Bilder auf den Tisch (die ich aus derStadt mitgebracht habe). Fuer jedes Zimmer gab es welche. Wer aufgeraeumt hat durfte es aufhaengen. Gespraech mit Mwandua. Er war beleidigt, weil ich nicht gleich regiert habe. Ich war im Gspraech mit Veri und er wollte was. Als ich nicht gleich reagierte wendete er sich beleidigt ab. Spaeter kam er und sagte er sei aergerlich auf mich. Darueber haben wir gesprochen: Respekt, den anderen Fragen, sich vergewissern ob man stoert. Anschliessend war es gut.
Sonntag 6.9.09
Heute Morgen war es ruhig beim Wecken. Veri weckte um 6:30. Ich weckte noch einmal um ca. 7:00. Dann ging ich von Zimmer zu Zimmer und spielte dabei auf einer Floete - Ca 15 min.. . Es war angenehm zu bemerken, dass die Kinder aus den Betten kamen und offensichtlich gutgelaunt waren. Eine pfiffen und sangen ebenfalls Melodien. Andere setzten sich zu mir in den Flur und hoerten zu. Start zum Fruehstueck gegeben. Alles war friedlich. Die Kinder dachten es geht heute zu Strand - es war aber nur ein Wunsch. Anschliessend habe ich meine Waesche gewaschen. Dabei fiel mir der Anblick von alter, zum Teil zerrissener Waesche auf. Ueberall auf dem Waschplatz lag sie herum. Seit 2 Wochen interessierte sich keiner dafuer. Verwunderung und Verärgerung tauchte auf... .. Auf Nachfragen wollte auch niemand schauen und Hand anlegen. So warf ich saemtliche Waesche auf den Hofplatz und breitet sie aus. Von den draussen sitzenden Jungs belaechelt. Dann forderte ich alle Jungen auf ihre Sachen zu nehmen. Den Rest wuerde ich wegwerfen. Tatsaechlich fanden sich einige Besitzer.... . Ich machte noch auf den Muell aufmerksam der rund um die Tuer verstreut lag und bat ihn zu beseitigen. Ich sagte, dies ist Muell und dieser ist in Baobab, moegt ihr dies so haben?? Ausser Achselzucken geschah nichts weiter, keiner war zustaendig. Ich verwendete keinen Druck, sagte nur - dann ist es wie es ist. So moechtet ihr es haben, okay ich akzeptiere dies. Ich muss hier nicht leben. Served Mittagessen. Stehe in Chakrol und Asche, sowie und Kartoffelschalen von Gestern und serviert mit meinem Teller. Es gibt anscheinend kein Servierbesteck (sonst wird auch ein Teller oder eine Tasse eines Kindes benutzt). Die Augabe vom Essen verlief schleppend - die Jungs troedelten. Am Nachmittag gab ich den Kindern ein Spiel, Frisby - ein Wurfspiel. Dieses Spiel wurde beim Dinner von einem der Jungen als Teller hingehalten - ich habe es nicht erkannt und fuellte den "Teller" ! Ein anderes Kind wies mich darauf hin, alle lachten und sagten, es waere mein Fehler wenn ich etwas auffuelle!
Nun, wenn das hier so ist.
Wecken zu normaler Zeit. Es gab Diskussionen um Ämter und Aufgaben. Die kinder tauschen untereinander und beim Wecken nennen sie Gründe. So schlafen sie denn einfach länger. Einige sehr lang! Das Fruestueck wird entsprechend spät. Salim fragt nach Pflaster für seine Wunde. Da wir Voluntäre keines mehr haben und kein Neues gekauft werden konnte, gibt es keines. Nach dem Staffmeeting (dauerte lange) war wenig Zeit mit den Kindern draussen zu sein und zu sprechen. Es war dann mein freier Nachmittag. Am Abend haben wir Dinner serviert.
Dienstag 1. Sept.
Salim fragt mich ob ich mit ihm zum Hospital gehen will. Die Wunde an seiner Hand kommt nicht zur Ruhe, scheinbar ist ein Stueck der Wundnaht noch unter der Haut. Heute endlich habe ich die Erlaubnis einige Kleinigkeiten für die ERSTE HILFE zu kaufen (Pflaster, Gaze und Tape). Nach dem Staffmeeting sind Kereen, deren Freundin und ich zum Soldier Patrick gefahren.Er hat uns eingeladen und seine Frau kocht für uns. An dem Nachmittag, wir kamen vom Strand hoch zum Matatu, wurde mir die Kamera gestohlen. Dann bin ich noch kurz in die Satdt gefahren um Geld für die Work-Permission zu holen (kostet 12500 KSh). Es gab ein Problem mit der Karte und so war es umsonst.
Mittwoch 2.Sept. 09
Morgens beim Wecken unterstuetzt. Habe Gespräch mit George gehabt. Es ging um den Umgang beim Wecken, Sowie um die Möglichkeiten der Kinder tatsächlich zu erkennen was sie in ihrer Lebenssituation verbessern können : --> Patel schlief auf unbezogener, alter Matratze auf dem Boden. Shem mit ungewaschen Fuessen im Bett. Das Zimmer ist unordentlich, sie liegen angezogen, ohne Laken im Bett. Gegen 15:00 durfte ich feststellen, dass die vermisste Seife wieder an ihrem Platz lag! Am Nachmittag fuhr ich in die Stadt um den Bericht bei der Polizei zu machen (wg. Kamera) Auch heute wieder die Medizin für Paulo gegegeben (alle anderen Tage zuvor auch). Es wird allmählich besser mit seiner "Skin Desease", er juckt sich kaum noch.
Donnerstag 4.09.09
Heute wieder wecken um 7 Uhr. Kinder wieder spät aufgestanden, sehr müde ! Sie gehen ja auch spät ins Bett. Es ist ärgerlich, dass anscheinend alles nur mit Druck geht... . Frühstueck served, anscheinend Staffmeeting. Aus dem Bad oben werden die Eimer ohne zu Fragen weggeholt- es gibt zu wenig Eimer.... ! Alle werden inzwischen überall benutzt: Im Bad, in der Küche, zum Wischen, zum Waschen! Habe angeragt neue zu kaufen und nach Fraben getrennt zu nutzen. Das Erste wird überprüft ob es sich realisieren lässt und im Budget ist (George fragt Morris) das zweiter fand noch keine Antwort.
Freitag 4.9.09
Heute war ein Fundi für den PC da (eine Frau). Sie checkte alles und wollte einen PC mit in die Werkstatt nehmen. Aus mir unbekannten Gruenden sollte sie das dann aber nicht tun. Mein freier Nachmittag war heute. Habe zwei Tueten mit Spielsachen und Bilder zum verschoenern der Kinderzimmer gekauft. Habe Shem angeregt sein Zimmer aufzuräumen und mit ihm dann ein von ihm ausgesuchtes Bild aufgehängt. Die anderen Kinder wollten auch eines... . Hab drei Messer aus der Stadt mitgebracht, die Jungen schneiden mit einem voellig stumpfen Messer. Einen Griff hat esauch nicht. Na, so passiert dann wohl nichts. Jedenfalls muessen sie mir die Messer nach Gebrauch zurueck geben. So koennen sie ueben die Dinge an ihren Platz zu bringen. Ich habe den Eindruck, dies bringt ihnen keiner bei. Jedenfalls nicht mit einer Nachhaltigkeit. Ob es reicht dies nur einzufordern? oder muesste dann das Vorbild dies ebenso tun?? Es gibt die Regel, ja, aber esgibt hier auch sehr viel Gleichmut, um nicht zu sagen Gleichgueltigkeit. Das Stichwort heisst Flexibel. Was nicht klappt, damuss man Flexibel sein. Am Abend lange Gespräche mit den grossen Jungs ueber meinen Aushang und die Folgen. Wie sehen die Kinder aus ihrer Sicht was es bedeutet etwas weg zu nehmen und geliehenes nicht zurück zu geben? Noch sehr spaet (23:00) tönen aus dem Flurbereich noch laute Stimmen und Radiomusik. Die Kinder die Ramadhan ""feiern" sind bis spät aktiv. Es gibt Diskussionen über das nächliche Treiben. Die Töpfe bleiben dreckig stehen und überall sind Essensreste zu finden. Eine andere Diskussion ging um das Thema Bücherei für Kinder. Einige Kinder beschwerten sich, dass es wohl mal eine kleine Bücherei eingerichtet werden sollte, aber nie stattfand. Ich soll dies doch bitte ins Meeting einbringen!
Samstag 5.9.09
Veri und Timothy wecken. Ich fuehlte mich total uebermuedet und durfte ausschlafen. Was fuer ein laaaaaaanges Wecken heute!! Das Fruestueck wurde ein Spaetstueck, 10:15.. Irgendwie wollten die Kinder ihre Ferien noch geniessen! Jedenfall war es dann doch stressig, denn Lunch muste ja gleich gekocht werden. Keine besonders gute Stimmung auf dem Compound. Kinder hingen rum und wussten nichts mit sich anzufangen. Lunch servert. Einige Boys wollten den TV -Raum nicht verlassen und den Film weiter gucken. Sie meinten sie haben Ramadan und dann gilt fuer sie die Regel nicht..... . In Absprache mit Bennedette beendet ich die Session - hab natuerlich Proteste der Kinder geerntet. Nach dem Essen legt ich die Bilder auf den Tisch (die ich aus derStadt mitgebracht habe). Fuer jedes Zimmer gab es welche. Wer aufgeraeumt hat durfte es aufhaengen. Gespraech mit Mwandua. Er war beleidigt, weil ich nicht gleich regiert habe. Ich war im Gspraech mit Veri und er wollte was. Als ich nicht gleich reagierte wendete er sich beleidigt ab. Spaeter kam er und sagte er sei aergerlich auf mich. Darueber haben wir gesprochen: Respekt, den anderen Fragen, sich vergewissern ob man stoert. Anschliessend war es gut.
Sonntag 6.9.09
Heute Morgen war es ruhig beim Wecken. Veri weckte um 6:30. Ich weckte noch einmal um ca. 7:00. Dann ging ich von Zimmer zu Zimmer und spielte dabei auf einer Floete - Ca 15 min.. . Es war angenehm zu bemerken, dass die Kinder aus den Betten kamen und offensichtlich gutgelaunt waren. Eine pfiffen und sangen ebenfalls Melodien. Andere setzten sich zu mir in den Flur und hoerten zu. Start zum Fruehstueck gegeben. Alles war friedlich. Die Kinder dachten es geht heute zu Strand - es war aber nur ein Wunsch. Anschliessend habe ich meine Waesche gewaschen. Dabei fiel mir der Anblick von alter, zum Teil zerrissener Waesche auf. Ueberall auf dem Waschplatz lag sie herum. Seit 2 Wochen interessierte sich keiner dafuer. Verwunderung und Verärgerung tauchte auf... .. Auf Nachfragen wollte auch niemand schauen und Hand anlegen. So warf ich saemtliche Waesche auf den Hofplatz und breitet sie aus. Von den draussen sitzenden Jungs belaechelt. Dann forderte ich alle Jungen auf ihre Sachen zu nehmen. Den Rest wuerde ich wegwerfen. Tatsaechlich fanden sich einige Besitzer.... . Ich machte noch auf den Muell aufmerksam der rund um die Tuer verstreut lag und bat ihn zu beseitigen. Ich sagte, dies ist Muell und dieser ist in Baobab, moegt ihr dies so haben?? Ausser Achselzucken geschah nichts weiter, keiner war zustaendig. Ich verwendete keinen Druck, sagte nur - dann ist es wie es ist. So moechtet ihr es haben, okay ich akzeptiere dies. Ich muss hier nicht leben. Served Mittagessen. Stehe in Chakrol und Asche, sowie und Kartoffelschalen von Gestern und serviert mit meinem Teller. Es gibt anscheinend kein Servierbesteck (sonst wird auch ein Teller oder eine Tasse eines Kindes benutzt). Die Augabe vom Essen verlief schleppend - die Jungs troedelten. Am Nachmittag gab ich den Kindern ein Spiel, Frisby - ein Wurfspiel. Dieses Spiel wurde beim Dinner von einem der Jungen als Teller hingehalten - ich habe es nicht erkannt und fuellte den "Teller" ! Ein anderes Kind wies mich darauf hin, alle lachten und sagten, es waere mein Fehler wenn ich etwas auffuelle!
Nun, wenn das hier so ist.
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