Mittwoch, 23. September 2009

An die Fragenden---

An die Fragenden.....:
Wer dort hingeht, kann seinen Idealismus und Helferwillen kennenlernen. Die Intension die man hat und die Realität die einen erwartet.Er sollte gewappnet sein.... für das Gefühl: Was zu wollen, doch "nichts" zu erreichen was man erwartet. Es braucht Zeit den Hintergrund so wahrzunehmen wie er ist, aus dem heraus er dort gebildet wurde und was jetzt in und um den Menschen herum lebt. Es hilft, von dem Menschenbild zu wissen und es in sich zu tragen: Nichts von dem was ich tue ist vergebens - aber ich darf nicht erwarten, dass ich, warum sie es dort nicht verstehen wie wir denken.... . Wenn solche Gedanken Platz haben, kann man dort wertvolle Erfahrungen bekommen.

Was nicht geht: Ich komme dorthin und verändere die Welt und allen dort geht es nachher besser..Die Bescheidenheit der Menschen, gleichzeitig ihre unbedingte Gott-Gläubigkeit (alles was geschieht, geschieht weil Gott es so wollte.... wenn ich etwas nicht erreiche, dann hat Gott es so gewollt-....) bringt unsere Wertvorstellungen recht durcheinander. Oder jedenfalls das was wir meinen, wie es (nach unseren Maßstäben und Erfahrungen) doch gehen müsste...!Auf jeden Fall gibt es eben Grenzerlebnisse mit sich und der Welt. Es ist ein modernes Abenteuer mit einer Konfrontation die man sich NICHT "denken" kann. Sie ist NICHT zu denken, ohne sie erfahren zu haben. Daher wird sich der SINN auch nicht aus unserem rationalem Denken erschliessen. Unsere edlen Motive bleiben schwach und hinter dem zurück, was man dort dann umbauen muss. DAS ist das spannende- eben auch ein modernes Abenteuer.Sozial und pädagogisch und persönlich wertvoll. Die Dimensionen von Weltbild relativieren sich und werden farbiger, ja auch gesünder.Warum das so ist, es ist so. Dafür kann man sich nicht rechtfertigen, man muss es erleben.Die Welt birgt eben noch viele Rätsel und hat viele verschieden Aufgaben.... für jeden andere. Wer vermag wirklich zu begreifen, warum der eine dies, der andere dqs tun möchte. Erst aus der Erfahrung und der Akzeptanz entsteht wirkliches Verständnis. Es ist von aussen kaum leistbar.............

Sonntag, 20. September 2009

Kein Arrest... Wieder willkommen in KENIA

Nun, nach einer Woche ohne Internetverbindung in Kenia - hier mal kurz das Aktuellste... .
Jetzt bin ich für eine Woche in Kassel. Dann flieg ich wieder nach Kenia. Bin dort also wieder willkommen.... . Die wollten mich doch vom Immigrationoffice glatt einsperren oder sofort ausweisen. Weil ich angeblich arbeiten würde ohne Arbeitserlaubnis und doch kein Tourist bin, weil ich ja in "Baobab" wohnen würde etc. ... .
Die "Baobab-Leute" haben mit Anwalt,die Sache klargelegt und nun ist es vom Tisch mit arrested und banned from Kenia.. .!
Tja, die Sache mit "arrested" ....... nun - das ist halt die Methode dort um Angst zu bereiten - letztlich dient es dem Zweck hinterher mehr kassieren zu können.... ..
Wie sie das letztlich geregelt haben und zu welchem Preis, ich weiss es nicht.

Jedenfalls wurde ich mehrfach dorthin eingeladen und dann doch hingehalten hingehalten.
Den Pass bekam ich erst am Freitag um 16:00 zurück. Reine Schikane und voller Korruption das Land! Leider!

Hab auf dem Rückflug neben jemandem gesessen, der in Kenia eine kleine Einrichtung (Schule für Erwachsene) unterhält und über einen deutschen Verein finanziert. Der war gerade sehr enttäuscht ist, wie alles dort so läuft. Obwohl er das Geld direkt dorthin bringt wird eben doch viel abgezwackt und die Sache läuft nicht rund.

Es scheint, als wollten die Afrikaner nicht ihr eigenes Land voranbringen. Bzw. Die die es sollten (Regierung) wollen nicht und stecken das Geld in ihre Tasche.
So wie letzte Woche in den Nachrichten, da stand im Mombasa Anzeiger:
850Millionen KeniaSchillinge vermisst!!
Es handelte sich um Geld, welches für eine neue Fähre zwischen Mombas und Likoni gedacht war. Einfach verschwunden.... immerhin 8,5 Millionen Euro...

Wer also helfen will, soll sich informieren. Kann dazu ein hochaktuelles Buch empfehlen: AFRIKA WIRD ARMREGIERT. Es ist von einem Diplomaten geschrieben- er hat viele Jahre Afrikaerfahrung!
Hochinteressant zu lesen! Warum kommt Afrika, trotz seiner vielen Reserven NICHT auf die Füsse???!!
Nein, es liegt nicht an den Folgen der Kolonialzeit, nein, es sind die Grundzuege der Afrikaner selber, die anscheinend (oder offensichtlich) nicht in der Lage sind eine Nachhaltigkeit in ihr System zu bringen! Erst kommt der Eigene Bauch, dann die Familie, dann der Clan und dann der Stamm, vielleicht dann die Brüder und Schwestern! Jedenfalls führt es dazu, das "Unten" imVolk nichts ankommt. So wird abgewirtschaftet. Ist dann alles weg, wird dem anderen Stamm die Schuld gegeben und Streit geschuert.

Bin ansonsten ganz munter und gesund auch. Braun und etwas leichter. An Gewicht und an Geld auch:-)Meine Handynummer ist also wieder die in Deutschland, Handynummer 015775331647. Nun war ich noch eine Woche unterwegs etwas suedlich von Mombasa an weissen Stränden und hab mal relaxed und eine kleine Safari durch Shimba Hills gemacht.
Ein kleiner Nationalpark im Süden. Dort gab es Giraffen zu sehen, kurz auch einen Elefanten, Sekretäre, Kaffernbüffel, Seeadler, Gazellen und Warzenschweine und die rote Erde mit einer schönen Landschaft.
Werde also dann ab dem 28ten wieder weiter in der afrikanischen Wärme bleiben.
Geplant ist es die Workpermit und einen speziell Pass zu bekommen. Das kann ev. dauern... . Dann habe ich beschlossen, einfach mehr das Land zu besuchen und "erforschen".

Emma's Mama hab ich getroffen in Mombasa. Emma? Das ist eine Kenianerin die zur Zeit in Lauterbad als Praktikantin ist! Die gab mir die Nummer ihrer Mutter. Nun, für Emma hab ich Gewürze von Mama aus Kenia mitgebracht.
Emma's Mama sagte, dass mir ihr Sohn etwas Kenia zeigen kann. So etwas wäre doch fein dachte ich. Ich lad ihn ein. Habe eine gute "Security" in Afrika, jemand der das System kennt und dann sehe ich etwas, was ich sonst nicht sehe.
Wie lange: Bis die Workpermit kommt oder auch länger:.. Ich hab ja Zeit! Also, wieder mal eine Zeit des Wartens, des Wechselns und des Interssantseins.. .

Im Warten auf den Pass und den Manager sass ich im Cybercafe. Da die Internet-Verbindung super langsam funktionierte, sprach mich die Besitzerin an. Ich erzählte ihr von der Geschichte mit Pass und Office etc.. Sie wollte mir gleich helfen, siehe da- ihr "Brother in Law" ist Officer in Nairobi im -na wo wohl, im IMMIGRATIONOFFICE! Den rief sie auch sofort an, ohne mich zu fragen gings los.
Ich bat sie nun wirklich erst mal nichts zu tun. Denn alles was noch dazu kommt an "Hilfe" geht leicht nach hinten los und es wird ev. nur konfuser mit der momentanen Situationen.
Also hab ich nun das Angebot, wenn ich wieder da bin und Hilfe brauche mit einer Arbeitserlaubnis, dann hilft mir eben Carolin aus dem Cybercafe... .
Ja, so geht es in Kenia, direkte Verbindung, direkter Kontakt. ...
Gruesse von mir Thomas